Chatroulette.

Auch wenn das vielleicht etwas spät ist, möchte ich trotzdem auch etwas zu Chatroulette schreiben. Es ist ja schon fast ein bisschen peinlich, dass ich das erst vor ein paar Tagen mitbekommen habe…

Bei Chatroulette handelt es sich um einen Chat per Webcam, der die Nutzer per Zufallsgenerator miteinander verbindet.

Ein nettes Video, das Chatroulette erklärt:

Das klingt ziemlich spassig, ist es theoretisch auch, wären da nicht so viele männliche Geschlechtsteile.

Die vor dem Test gelesen Artikel bei Spiegel Online und der Süddeutschen haben sich bestätigt: es tummel sich viele komische Leute bei Chatroulette. Okay, es waren zwar nur knapp 15 Minuten, die ich gechattet habe, aber nach 5 Penen und 2 Mittelfinger verging mir irgendwie die Lust. Ausserdem klicken einen die Leute ständig weg und ein Gespräch soll wohl erst garnicht entstehen. Vielleicht ist es ja der Reiz des kurzen Blicks in fremde Zimmer?

Die Idee hinter Chatroulette finde ich eigentlich toll. Sie erinnert ein bisschen an Speed-Dating. Aber wenn man nur weggeklickt wird und Sachen sieht, die man nicht sehen möchte vergeht einem doch schnell der Spass. Vielleicht gibt es ja ein gutes Alternativprodukt?

In einerr Videonachricht der FAZ werden auch Partys vorgestellt, bei denen man sich gemütlich bei einem Bier durch die Runde „nextet“. Vielleicht macht es dann mehr Spass? Ich weiss es nicht.

Ja, und Jugendschützer haben schon bedenken angekündigt. Und die teile ich auch, zumindest wenn man nur so von Geschlechtsteilen überhäuft wird. Aber genutzt wird Chatroulette sicherlich auch von jüngeren. Dazu ist das ganze einfach zu prickelnd und interessant. Man weiss ja nie wen man bei nächsten klick sieht. De älteren Herrschaften, die mich da angestarrt haben, waren mir allerdings auch nicht ganz geheuer.

In einem Interview mit Spiegel-Online sagt der Entwickler Andrej Ternowskij, dass er an einer Lösung für die vielen Nackten arbeite. Es gibt einen Meldeknopf. Wenn ein Benutzer von 3 anderen Benutzer gemeldet wird, ist er von der Seite für einige Zeit ausgesperrt.

Die Anonymität bei Chatroulette hat sich durch chatroulettemap.com auch erledigt. Dort findet sich eine nette Auflistung der Nutzuner mit passendem Bild. Wer das nicht möchte, muss dem Betreiber extra eine E-Mail schreiben. Der Entwickler von Chatroulette findet die Karte lustig, mehr nicht. Die Nutzer sehen das anderst.

Noch ein Tipp für Linux-Nutzer: linuxundich.de hat einen Tipp, wie Chatroulette auch unter Linux klappt.

Mal schauen was da noch passiert. Wie bereits geschrieben, toll finde ich die Idee trotzdem. Nur die Praxsis ist nicht so mein Ding.

Das Medienprojekt Wuppertal

Gerade beim Medienpädagogik Praxis Blog gelesen: Das Medienprojekt Wuppertal hat im Zuge des Projekts „Wuppertal kackt ab“ eine DVD veröffentlich, die kostenlos zu haben ist.

Bei dem Projekt handelt es sich um verschiedene Videos, die sich mit dem Stadt Wuppertal beschäftigen. Thema der 9 Filme ist der Untergang der Stadt Wuppertal. Das Projekt ist wirklich sehr, sehr cool. Eine schöne Möglichkeit für die teilnehmenden Jugendlichen sich mit der Stadt und der Politik auseinanderzusetzen. Ich habe mir jetzt eben nur ein Video angeschaut und das hat mich wirklich beeindruckt. Der Film „Eine Frage der Moral“ geht der Frage nach, ob es Okay ist wenn die Banken vom Untergang der Stadt profitieren, da die Stadt ordentlich Zinsen zahlen muss. Besonders toll finde ich die junge Reporterin, die leicht naiv und unbekümmert ihre Interviewpartner befragt. Bei Gelegenheit werd‘ ich mir noch die restlichen Videos in Ruhe anschauen. Die Filme gibt es auch alle bei Youtube zu sehen. Medienbildungsarbeit vom Feinsten. Definitiv ist das Projekt ein Klick-Tipp!

Who are you?

Vor kurzem war ich wieder auf der Suche nach Podcast-Videos um meinen Miro weiter mit guten Inhalten zu füllen.
Dabei bin ich auf eine Sendung vom WDR gestoßen. Diese nennt sich „Angeklickt“ und will über die neusten Entwicklung im Netz und am Computer berichten.
dabei wird vor allem Wert auf eine gute Verständlichkeit gelegt.

In der Folge „Big Browser is watching you“ stellt Jörg Schieb, der Moderator der Sendung, eine Seite vor, die die sozialen Netzwerke nach Daten zur eigenen Person ausließt. Dies geschieht über die Mitgliedschaft bei Gruppen in sozialen Netzwerken.

Beim Selbstversuch scheiterte die Seite aber vermutlich an den von mir festgelegten Sicherheitseinstellungen im Firefox. Jörg Schieb empfiehlt 2 Browser zu nutzen, einen zum Surfen und einen für soziale Netzwerke. Ich vermute, dass es auch ausreicht das Speichern der Chronik zu deaktivieren.

Wer Interesse an einem Versuch hat kann hier die Seite finden.

Medienkongress VS – II

Der zweite Tag des Medienkongress VS began mit Workshops. Ich hatte mich für den Workshop „Medienbildung im Kontext Web 2.0“ entschiedenen, da ich sehen wollte was so gemacht wird und welche Möglichkeiten vorgeschlagen werden.

Enttäuscht wurde ich nicht. Es waren viele interessante Vorschläge zur Medienarbeit mit Jugendlichen dabei. Verena Ketterer stellte als Referntin nette Möglichkeiten vor, das Internet und seine verschiedenen Möglichkeiten zu nutzen. Dazu gehört auch die Arbeit mit Fotos,  Audios und bewegten Bildern. Eigentlich alles wovon sie berichtet hat, kann unter www.club7.de/jugend nachgelesen bzw. nachgeschaut werden.

Bei dem Projekt „Ich, das Leben & die Liebe“ ging es zum Beispiel um die selbstreflexion der Mädchen, die daran teilnahmen. In Form von Text, Videos und Bildern sollten sie über sich berichten und dabei über sich selbst nachdenken.

Bei dem Projekt „Das Event“ ging es darum eine Party mit Hilfe von Medien zu organisieren.

Alle Projekte setzen weniger auf die Entwicklung technischer Fähigkeiten, sondern sollen die Medien für den pädagogischen Einsatz darstellen. Natürlich lernen die Teilnehmer dadurch auch praktisch „nebenher“ ein paar tehchnische Kniffe, was sicherlich nicht verkehrt ist.

Auch das Projekt „Medien – Street – Art“ fand ich ganz interessant. Da wurde vor bei den Jugendlichen verschiedene kleinere Projekte gestartet. Zum Beispiel ein Skate-Video mit der Skate-Clique vor Ort. Auch hier galt wieder „weniger ist Mehr“. Es war den veranstaltern nicht wichtig, dass jeder Teilnehmer einen Laptop vor der Nase hatte, sondern, dass sie etwas schönes mit dem Medium machten.

Am besten etwas Zeit nehmen und sich einmal durch die Seite klicken.

Der Vortrag von Dr. Rainer Fromm hat mich auch noch sehr begeistert. Sein Thema war „Faszination und Gewalt: die schleichende Militarisierung und Brutalisierung der Gesellschaft“. Neben der Darstellung verschiedener Spielszenen aus Computerspielen hat er berichtet, dass einige Spiele eigentlich das JuschG verletzten und keine Altersfreigabe kriegen dürften. So ist laut JuschG die Verherrlichung von Kriegen verboten, aber die Spiele werben mit Slogans wie „Das realistischtiste Kriegspiel aller Zeiten“ (oder so ähnlich).

Naja, das Thema fand ich wirklich spannend. Habe mir leider zu weniger notiert bei dem Vortrag. Werde mich da aber auf jeden Fall mal einlesen (steht ja auch alles in dem tollen Buch über den Kongress) und eventuell darüber bloggen.

Insgesamt war es doch recht interessant auf dem Medienkongress VS. Besonders über das Buch habe ich mich gefreut, was alle Vorträge nochmals schriftlich zusammenfasst.

Mal schauen wie die Themen in 2 Jahren aussehen werden…

Medienkongress VS

Heute war ich auf dem 1.Tag des 3. Medienkongress in Villingen-Schwenningen. Der Kongress steht unter dem Motto: Zwischen Kompetenzerwerb und Mediensucht.

In der Eröffnungsrede wurde die starke Mediennutzung der Jugendlichen betont. Diese chatten, stellen Bilder in Soziale Netzwerke, laden Videos bei Youtube hoch und bloggen. Da ich mich jetzt für noch nicht so alt halte, fühle ich mich direkt mal angesprochen und bestätige das Bild.

Ich beschränke mich jetzt nur auf die Sachen, die mich angesprochen haben. Und das war der erste Vortrag von Herr Prof. Dr. Stahl mit dem Thema „Learning by Design: Potentiale für Lern- und Lehrprozesse im Zeitalter des Web 2.0“.

Gut fand ich den deshalb, weil er sich auf die Vorteile der neuen Medien bezogen hat. Die „Learning by Design“ Methode (ich hoffe es ist eine) versucht die Balance zwischen Design und Inhalt eines Produktes, was gemeinsam mit der Klasse / Jugendlichen erstellt wird, zu halten. Beschäftigen sich die Teilnehmer zu sehr mit dem Design, zum Beispiel bei dem Erstellen einer Homepage, geht das eigentliche Ziel, der Wissenserwerb verloren. Konzentrieren sich die Teilnehmer aber nur auf den Wissensanteil wird das Design, im Falle der Homepage das Layout, unübersichtlich und das Wissen geht unter.

Das ist zumindest die grobe Idee dahinter.

Zum Medienkongress gibt es auch ein Buch, welches die Vorträge der Referenten zum Nachschlagen bereithält. Auf MediaCulture Online gibt es auch einen Beitrag + eine Powerpoint Folie von Herr Stahl. Wie stark „Learning by Design“ dort erwähnt wird, kann ich aber nicht sagen.

Im Anschluss an den Kongress gab es noch eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Game Over!!! – Computerspiele haben mein Leben ruiniert, aber ich habe ja noch zwei Extraleben …“ , der mich aber direkt auch abgeschreckt hat daran teilzunehmen. Ich werde morgen mal nachfragen, wie das so war, befürchte aber eine Killerspiele-Diskussion…

KiKa thematisiert CyberMobbing

Soeben bei MediaCulture-Online gelesen: Der KinderKanal zeigt im Rahmer seiner Krimi.de – Reihe den Film Netzangriff und thematisiert damit das CyberMobbing. Der Film wird am 26.03.2010 um 19:30 Uhr ausgestrahlt.

Zum Inhalt:

Die 14jährige Klara ist neu am Stuttgarter Gymnasium. Als sie auf einer Party ihr Handy verliert, tauchen in einer Internet-Community Fotos auf, die sie wie ein Model posierend nur in Unterwäsche zeigen. Fotos, die Klara aus Spaß mit Freundinnen in ihrem alten Internat am Bodensee gemacht hatte. In der Community aber beginnt erst achtlos, dann gezielt, ein Mobbing gegen Klara, das sich in der Schule mit Beleidigungen und Demütigungen fortsetzt.

Alles weitere gibt es bei Kika.de

Den Film werd ich mir auf jeden Fall mit dem tollen Online TV Recorder aufnehmen und mir bei Gelegenheit anschauen.

update: Bei der Programmierung habe ich gesehen, dass direkt nach danach die Sendung „Krimi.de – Erfurt“ kommt, deren Titel „Chatgeflüster“ lautet. Die habe ich doch gleich mal mitprogrammiert – auch wenn der Film von 2008 ist. Mir war die Reihe bis eben nicht bekannt.

SWR3 – Chancen und Gefahren im Mitmach-Web

Beim Aufstehen höre ich meist SWR3 für die leichte und seichte Berieselung am Morgen. Kaum eingeschalten höre ich schon meine Lieblingsschlagworte: Soziale Netzwerke, Web 2.0 & Gefahren.

Darum geht es heute den ganzen Tag bei SWR3: Chancen und Gefahren im Mitmach-Web. Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es den ganzen Tag Beiträge und Sendungen dazu. Vielleicht lassen diese sich ja als Podcast herunterladen, SWR3 ist sonst nicht so mein Ding.

Spieltipp: Crayon Physics Deluxe

Gestern hatte ich die Gelegenheit ein sehr interessantes und ausgeklügeltes Spiel zu spielen: Crayon Physics Deluxe.

Das Spielprinzip ist eigentlich simpel und die Umsetzung schlichtweg genial. Man hat die Aufgabe einen „Ball“ in das Ziel in Form eines Sternes zu befördern. Dabei steht einem ein Stift zur Verfügung mit dem sich die passenden „Geräte“ zeichnen lassen. So kann ich eine Rampe bauen, die den „Ball“ sicher in das Ziel befördert oder ich entfwerfe einen Hammer, der den „Ball“ auf die nächste Fläche schiebt. Sobald ich meine Zeichnung beendet habe, verhält sie sich den physikalischen Gesetzen entsprechend. Male ich ein Stein in die Luft, fällt er nach unten usw…

Crayon Physics Deluxe - Screenshot

Der Screenshot zeigt den Versuch, das Auto anzuheben und den Ball (zu erkennen an dem Pfeil) unter das Auto zum Ziel (Stern) zu bewegen. Es gibt sicher bessere Lösungen, aber viele Wege führen nach Rom… 🙂

Die ersten Levels sind noch recht simpel und führen den Spieler an die funktionen heran, danach wird es schon recht anspruchsvoll und man hat gut zu knobeln. Auf jeden Fall ist das ein sehr gelunges Spiel, dass einen sehr schnell fesselt.

Hier noch ein schönes Video, was nette Eindrücke des Spiels vermittelt.

Creative Solutions from Parker Heyl on Vimeo.

Das Spiel kostet schlappe $20 und ist wirklich nur zu Empfehlen. So macht Physik doch mal spass! 🙂

Artikel aus dem Seminar „Unterwegs im Web 2.0“

Wie versprochen, haben wir die Artikel, auf die wir uns im Seminar bezogen haben bzw. beziehen wollten 🙂 hier verlinkt.

Zeit.de – Datenmissbrauch: Meine Identität gehört mir

Heise.de – Was Facebook über Nicht-Mitglieder weiß

Zeit.de – Attacken im Gewand der Freundschaft

Sueddeutsche.de – Blippy: Gläserne Abbrechnung

Welt.de – Dank Facebook: Rage Against the Machine auf Platz mit Uralt-Hit

Zusätzlich noch Seiten, bei denen man lustige Chat-Zitate, SMS- Nachrichten und peinlichenkeiten auf Facebook anschauen kann.

Chat-Zitate: german-bash.org

SMS-Nachrichten: smsvongesternnacht.de

Facebook: facebookfails.com

Und noch ein paar nette Blogs, die wir gerne weiter empfehlen möchten:

netzpolitik.org

nachdenkseiten.de

lawblog.de

bildblog.de

Mehr gibt es bei den deutschenblogcharts.de

dctp.tv hat viele deutsche Blogger in der Themenreihe „Meinungsmacher“ interviewt. Die Interviews können auf dctp.tv angeschaut werden.

Viel Spass beim Durchlesen und anhören.

Fernsehen ist Meinungsmacher Nr.1

Heise.de bezieht sich auf eine Studie des Bayerische Landeszentrale für Neue Medien (BLM), welche sagt, dass das Fernsehen nach wie vor das beliebteste Medium ist. Lustig finde ich die Überschrift „TV ist Meinungsmacher Nr. 1“. Die Studie der BLM heisst „Relevanz der Medien für die Meinungsbildung“ und kann auf der BLM-Internetseite heruntergeladen werden.

Verzichtet man bei der Internetnutzung auf die Abwicklung der Bankgeschäfte, das Einkaufen oder Chatten und schaut nur, wer sich im Internet über Nachrichten informiert, ist die Zahl doch ziemlich gering. In Sachen Informationsbeschaffung sind TV und Tageszeitung noch am wichtigsten. Irgendwie schade, stehen im Internet doch tolle Hintergrundinformationen und man kann sich andere Meinungen anhören / durchlesen.

Das passt auch wieder zum letzten Blogbeitrag. So richtig im Internet sind wir deutschen wohl noch nicht angekommen. Richtig ankommen heisst also auch sich informieren? Vielleicht kommen ja noch ein paar Nachrichen, die mir dann sagen wie man so richtig drin ist im Internet.

Aber zum TV als Meinungsmacher Nr.1 muss ich direkt an Georg Schramm denken…

Immerhin sind die Öffentlich-Rechtlichen beim Radio und Fernsehen die häufigste Informationsquelle. Beim Internet sind es meistens die Portale von den Interne- oder Mailtanbietern, über die sich die Nutzer über Nachrichten informieren. Aber wenn man die sich so anschaut, ist das doch manchmal eher Richtung Bild.