RSS-Feeds kennenlernen…

Wer viele verschiedene Zeitungen und Blogs liest und nicht immer Lust hat sich umständlich durch die Lesezeichen zu klicken, um zu sehen, ob es etwas Neues gibt, für den sind RSS-Feeds eine sehr, sehr gute Sache.

Auch wenn es Feeds schon ziemlich lange gibt, habe ich in Gesprächen festgestellt, dass einige nicht so viel damit anfangen können. Da wollen wir natürlich abhilfe schaffen. Nach ein bisschen Suchen habe ich ein sehr gutes und verständliches Video gefunden, dass das Prinzip der RSS-Feeds erklärt:

Um nun Feeds zu nutzen, gibt es sogenannte Feed-Reader. Eine Auflistung verschiedener Reader gibt es zum Beispiel beim RSS Verzeichnis.

Persönlich nutze ich das Sage-Plugin für den Firefox, welches ein einfaches navigieren durch die aktuellen Nachrichten ermöglicht. Leider gibt es die aktuelle Version des Plugins nicht auf deutsch.

Mozilo CMS 1.12 *beta* ist da

Darauf habe ich mich schon eine Weile gefreut: Die neue Version von Mozilo CMS hat das Betastadium erreicht. Obwohl „Beta“ noch nicht fertig ist, sagen die Entwickler in ihrem Forum:

Warum „beta“?

  • moziloCMS 1.12 ist an sich fertig. Mit der Betaversion wollen wir Fehler finden, die im produktiven Einsatz auftauchen – die in unseren Tests und bei den Nightly-Testern aber nicht aufgetreten waren. Diese Fehler beheben wir und geben dann die finale Version 1.12 frei.
  • „beta“ heißt nicht „fehlerhaft“. Bitte setzt die Beta-Version ausdrücklich auch in produktiven Umgebungen ein.

Bei Mozilo handelt es sich um ein Content-Management-System, welches ohne Datenbank auskommt und daher super für kleinere Seiten wie z.B. für die eines Jugendhauses ausreicht. Da keine HTML-Kenntnisse nötig sind, um sich selbst eine Seite zu basteln, halte ich Mozilo auch wie geschaffen für das gemeinsame Erstellen einer Homepage mit Jugendlichen.

Das schöne ist dann auch, dass die Seite sehr leicht gepflegt und mit neuen Inhalten versehen werden kann. Bei Mozilo-Paket ist auch eine Galerie mit dabei. Zusätzlich kann man sich ein Gästebuch installieren. Sogar ein eigenes Wiki-System haben die Entwickler im Gepäck.

Zusätzlich möchte ich die vielen guten Anleitungen zu dem Mozilo CMS erwähnen. Diese gibt es im reinen Textformat, aber auch als Video-Anleitung. Hinzu kommt das tolle Supportforum, welches für Fragen aller Art zur Verfügung steht. Eine gute Gemeinschaft macht ein Projekt meistens erst richtig gut, finde ich. Und das ist bei Mozilo der Fall!

Viel Spass beim Ausprobieren!

Noch mehr zu Facebook & Privatsphäre

Also es tut mir ja schon fast leid, dass hier ständig über Facebook geschrieben wird, aber die letzten Tage sind mir ein paar interessante Links entgegeben gekommen. Die wurden zwar schon per Twitter verteilt, verdienen aber dennoch eine kurze Zusammenfassung.

Mit dem Tool ReclaimPrivacy kann man sein Profil bzw. die Sicherheitseinstellungen scannen lassen. Das geht ganz leicht von der Hand und führt dem Nutzer mit den Farben Rot, Grün und Gelb nochmal seine Einstellungen vor Augen. Um das Tool zu nutzen muss man lediglich das vorgegebene Lesezeichen „Scan for Privacy“ setzen, sich in Facebook einloggen, dort zu den Sicherheitseinstellungen im Profil wechseln und auf das zuvor erstelle Lesezeichen klicken.

Passend dazu gibt es auf facebookmarketing.de einen Beitrag der in der New York Times erschienen ist und schön darstellt, wo welche Einstellungen in Facebook zu finden sind und was sie auswirken. Der Artikel kritisiert vor allem die schier unuüberblickbaren Einstellungsmöglichkeiten, sagt aber auch, dass man sein Profil eigentlich gut schützen kann. Schließlich hat man 170 Einstellungen zu Verfügung. Der Artikel erwähnt ausserdem noch, dass die AGBs von Facebook inzwischen mehr Text enthält als die amerikanische Verfassung. Insgesamt sehr interessant und lesenswert.

Abhilfe schafft unter anderem auch der ultimative Facebook Privatsphären Leitfaden von Thomas Hutter.

Wie sich falsche Einstellungen auswirken können kann man unter anderem auf youropenbook.org sehen. Dort kann man die öffentlichen Statusmeldungen, die derzeit im Umlauf sind nach Suchworten abfragen. Einfach mal nach „Mein Chef“ , „Betrogen“ oder „peinlicher abend“ suchen.

Die Privatsphären-Einstellungen in Facebook

Manchmal gibt es tolle Zufälle. Vor ein paar Tagen schreibt heise.de noch über die Beliebtheit von Facebook bei Pishing-Attacken, da kommt heute auf Netzpolitk.org eine Video-Anleitung zu den Sicherheitseinstellungen bei Facebook. Da Facebook nun auch noch die Internet-Welt an sich reissen will, kommt das Video gerade recht.

Zurück in die Zukunft

Für eine Hausarbeit musste ich die letzte Zeit das Spiegel-Archiv durchforsten. Dabei ist mir die Ausgabe 42 / 1999 mit dem Thema „Kinder im Netz“ in das Auge gefallen. Irgendwie liest sich der Artikel, als wäre er erst kürzlich erschienen. Man müsste ein paar Wörter ersetzen und die erwähnten Spiele auf den aktuellen Stand bringen. Aber sonst ist alles dabei: Killerspiele, Isolation und Verblödung. Nur die Pornografie wurde vergessen.

Ich will einfach mal ein paar Textstellen zitieren (das darf ich doch, oder?)

Folgendes Zitat erinnert mich irgendwie an die Digitale Demenz und das Etikett der Copy & Paste Generation:

Folgt man den Thesen der Medienpädagogen, so wächst eine Online-Generation heran, die sich zwar flott und sicher im Netz bewegt, die aber kaum mehr in der Lage sein wird, aus der Vielzahl ungefilterter Informationen Zusammenhänge herzustellen.

Sehr zutriffend auf die heutige Zeit ist das nächste Zitat:

Wenn sich die „Online-Generation“ vernetzt, wird sie das nicht nach den Lehrplänen von Reformpädagogen tun, und wenn Eltern ihre Kinder vor Gefahren schützen wollen, werden die den unbequemen Weg gehen und sich selbst zum kompetenten Führer durch die virtuelle Welt fortbilden müssen.

Internet-Zensurprogramme lösen dieses Problem heute genauso wenig wie der Rundfunkrat gestern.

Das passt auch gut zu Netzpolitischen Themen.

Der Artikel hat nun gut 11 Jahre auf dem Buckel…

Dermaßen allein gelassen, bleibt besorgten Eltern wohl doch nur der unbequeme Weg, sich selbst mit den Phänomenen Online und PC zu befassen. Für die Ängstlichen gibt es ein reiches Angebot von Software, die den Zugriff auf jugendgefährdende Seiten im Internet blockiert.

Und wenn sie ihre Kinder lieb darum bitten, helfen die ihnen auch dabei, das Programm zu installieren.

…was hat sich getan?

Sicherheit der Daten in Sozialen Netzwerken

Netzpoltik.org macht erneut auf ein „Datenleck“ bei dem Netzwerk SchülerVZ aufmerksam. Ein Student hat sich ein kleines Programm geschrieben, um die Daten der angemeldeten Nutzer auszulesen und zusammenzutragen. Dabei wollte er aufzeigen, dass die Betreiber der *VZ Netzwerke ihre Seiten nicht wirklich „sicherer“ gemacht haben. Nun ist es aber so, dass da ja im Prinzip jeder die Nutzer anklicken und deren Profil rausschreiben kann. Der Student hat es „nur“ automatisiert und so gut 1,6 Millionen Datensätze angehäuft.

Nachzulesen ist das auch im Spiegel, der Süddeutschen und der Zeit.

Auf Netzpolitik.org gibt es auch ein Interview mit dem Student Florian Strankowski, der sich die Daten von dem Netzwerk abgesaugt hat.

So blöd es sich anhört, aber genau sowas ist doch ideal um das Thema Datenschutz mit Schülern und Jugendlichen zu thematisieren. Nicht alle, aber viele SchülerInnen und Jugendliche, mit denen ich bisher geredet habe, nutzen zum Glück nicht ihren richtigen Namen und auch nicht die richtige Schule bei den Angaben im Profil.

Aber ich weiss ja selber nicht wie man so ein Datensatz „verwertbar“ machen kann. Das wäre wirklich mal interessant zur erfahren was mit solchen Datensätze so alles angestellt werden kann.

Es wäre toll, wenn IT-Experten uns Sozialarbeiter / Medienpädagogen darüber unterrichten würden. Irgendwie fühle ich mich da auch selbst schlecht informiert, und das ist nicht so prickelnd, wenn man mit Jugendlichen genau solche Themen ordentlich erarbeiten möchte.