Das FreizeitWiki

Ich möchte an dieser Stelle einmal das FreizeitWiki vorstellen, welches seit dem Sommer 2009  online ist. Betreiber ist die Jugendstiftung Baden-Württemberg. Dabei handelt es sich um ein Wiki, welches sich auf Freizeitangebote in Baden-Württemberg spezialisiert hat. Auf der Startseite erfährt man auch direkt worum es geht:

Das Freizeitwiki Baden-Württemberg ist ein freies Wissensportal rund um Freizeitangebote, Freizeitaktivitäten und Locations in Baden-Württemberg. Geheimtipps sind hier genauso gefragt wie Klassiker. Beim Freizeitwiki gibt es wie bei den meisten anderen Wikis weder bezahlte Autoren noch eine feste Redaktion. Jeder kann mitschreiben, das Freizeitwiki mitgestalten und wachsen lassen.

Das FreiztWiki bietet in meinen Augen einen gute Kombination aus Online- und Offlinearbeiten. Ich denke da an einen schönen Ausflug mit den Teilnehmern, eventuell mit einem Picknick.  Beim Ausflug werden alle mit einem Foto, Stift und Papier ausgestattet und dann wird die eigene Heimat erkundet. Zuvor kann man sich vielleicht auch schon überlegen, was denn ein Eintrag wert ist.

Aber es ist nicht nur die eigene Heimat, die die Teilnehmer mitunter besser kennenlernen oder mit einem anderen Blick sehen, sondern sie lernen auch einiges zum Urheberrecht: Was darf ich Fotografieren, dürfen Personen auf dem Foto sein, kann ich auch einfach ein Foto von der Stadthomepage nehmen? Welche vorhandenen Texte kann ich verwenden?

Da Media Sozial von Freien Inhalten überzeugt ist, finden wir es natürlich prima, dass beim FreizeitWiki die Creative Commons eine große Rolle spielen. Dabei handelt es sich um ein Lizenzmodell, welches dem Urheber z.B. ermöglicht seine Werke anderen für die Weiterverarbeitung zur Verfügung stellt. Gerade für die aktive Medienarbeit sind die Creative Commons eine feine Sache.

Der Nachteil ist sicherlicht, dass eine solche Plattform ohne fleissige Schreiber nicht viel Wert ist. Zwar gibt es in unregelmäßigen Abständen neue Artikel auf der Plattform, es könnten aber mehr sein. Und ich glaube, dass die Artikel, die dort eingestellt sind, meist durch Workshops entstanden sind. Danach scheint es mit dem Engagement wohl vorbei zu sein.

Ich finde solch ein Wiki ist in einem Ausserschulischen Rahmen besser angelegt, andere halten es in der Schule für gut platziert. Allerdings hat es für mich im schulischen Bereich eher einen Arbeitscharakter als im Ausserschulischen. Schon allein der Name „FreizeitWiki“ suggeriert doch Spass und keine Arbeit.

Wir verwenden für Media Sozial auch ein Wiki. Dort tragen wir unsere Ideen und Konzepte ein oder legen eine Linkliste an. Die Dropbox dient für den Datenaustausch (UbuntuONE funktioniert leider nicht so wie gewünscht). Natürlich muss man sich erst an diese Arbeitsabläufe gewöhnen, aber es erspart viele Mails und Anrufe.

Als letztes positives Beispiel für ein Wiki dient noch die Kinderfreizeit, bei der ich auch als Teamer mitarbeite. Da wir Teamer alle recht vestreut sind, bietet sich ein Wiki wunderbar für die Organisation an. Praktisch ist auch, dass wir gleich eine Dokumentation haben und jederzeit auf diese zurückgreifen können. Im Laufe der Jahre entwickelt sich so eine schöne Sammlung an Ideen.

Datentausch im Netz: Dropbox

Für Hausarbeiten oder Projekte, die ich an der FH mit verschiedenen KommilitonInnen gemacht habe, hatten wir oft das Problem, dass jeder im Netz nach interessanten Dokumenten, Bilder oder auch mal Podcasts gesucht hat und wir dann oft Mühe hatten alle auf dem gleichen Stand zu halten. Klar wurde viel per E-Mail gemacht, aber irgendwann kann man auch da den Überblick verlieren.

Zuerst haben wir dann mal ein Blick auf Google Docs geworfen, da man dort auch Dateien hochladen kann und diese mit anderen Nutzern teilen kann. Zwar konnten wir alle am selben Dokument schreiben oder auf Dateien zugreifen, aber dazu musste man sich bei Google einloggen und mit der „eingeschränkten Oberfläche“ von Google Docs arbeiten. Irgendwie wann das auch Umständlich – auch wenn ich Google Docs wirklich praktisch finde.

Vor kurzem bin ich dann auf die Dropbox gestoßen, und nutze das nun seit 2-3 Wochen mit Begeisterung Bei Dropbox handelt es sich um eine virtuelle Festplatte, deren Inhalt auch mit anderen Nutzern geteilt werden kann.

Das funktioniert wirklich ganz einfach. Einziger Nachteil, man muss sich natürlich registrieren und hat wieder ein Passwort mehr, was man sich merken muss.

Einfach auf dropbox.com und das Programm für das passende Betriebsystem (Windows, Linux oder Mac OSX) herunterladen und installieren. Bei der installation wird man dazu aufgefordert einen neuen Account anzulegen, wenn man noch keinen hat. Ist das erledigt, wird standardmäßig ein Ordner mit dem Namen „My Dropbox“ in „Eigene Dateien“ angelegt. Schon hat man sein eigenes kleines virtuelles Laufwerk mit einer große von 2GB. Wer mehr Speicherplatz möchte, muss natürlich mehr bezahlen. Man kann aber auch Speicherplatz bekommen in dem man Neukunden wirbt. Für jeden neuen Nutzer bekommt man 250MB. Wer fleissig ist, schafft es somit auf 8GB kostenlosen Speicherplatz.

Innerhalb der der Dropbox kann man nun beliebig viele Ordner anlegen und diese mit Personen teilen. Ein kleines Symbol im Systemtray (Windows) oder dem Panel (Gnome, Linux) gibt Veränderungen innerhalb des Ordners bekannt. So weiss man immer, wenn jemand eine neue Datei hinzugefügt oder geändert hat.

Besonders praktisch ist die Dropbox für Personen, die über mehrere Computer verfügen. Dazu muss nur auf allen PCs oder Laptops eine Dropbox eingerichtet sein, schon erspart man sich den Datentransport per USB-Stick. Die Dropbox aktualsiert sich ständig selbst, so sind  die Daten sind auf jedem PC immer synchron.

Es besteht auch die Möglichkeit die Daten vor dem Übertragen auf die Dropbox zu verschlüsseln oder einen ganzen Ordner mit dem Programm seiner Wahl zu verschlüsseln.

Zusätzlich hat man auch eine kleine Fotogalerie dabei. Der Ordner „Photos“ ist so eingerichtet, dass die Fotos als Galerie anzeigt werden, wenn ich diesen freigebe.

Ein paar Wehrmutstropfen hat die Sache leider auch. Ich finde es ziemlich nervig, dass ich die Ordner nur per Browser freigeben und teilen kann. Denn sobald ich auf  „Diesen Ordner teile“ klicke, öffnet sich der Browser und ich kann die Einstellungen dann auf dropbox.com vornehmen.

Die Software ist bisher nur in englischer Sprache verfügbar.

Und beim kostenlosen Account, behält sich der Anbieter vor meine Daten zu löschen, wenn ich meinen Account 90 Tage lang nicht nutze oder aus sonst irgendeinem Grund:

Dropbox allows you to store up to 2 GB free of charge. Dropbox reserves the right to terminate Free Accounts at any time, with or without notice. Without limiting the generality of the foregoing, if a Free Account is inactive for ninety (90) days, then Dropbox may delete any or all of Your Files without providing additional notice.

Aber die Daten bleiben zum Glück auf meinem PC im Ordner „My Dropbox“ erhalten.

Ob jemand die Dropbox nutzt oder nicht, muss natürlich jeder für sich entscheiden. Viel Spass beim Ausprobieren

Schulen ans Netz

Gestern gab es bei „3Sat Neues“ eine interessante Sendung zum Thema neue Medien und Schulen. Die Beiträge waren unter anderem:

– Serious Games im Unterricht
– Bestandsaufnahme: Schulen ans Netz
– Das digitale Klassenzimmer

Bei Serious Games handelt es sich um Spiele, die nebem dem Spass auch Wissen vermitteln wollen. In der Sendung wurde das spiel PolitWorld vorgestellt, bei dem die Spieler an Politik herangeführt werden sollen. So ist man als Spieler Staatsoberhaupt und muss sein Land durch die vom Lehrer gestellten Aufgaben oder geschaffenen Probleme geschickt lotsen.

Beim digitalen Klassenzimmer wurde eine Schule vorgestellt, deren Schüler Stift und Papier durch ein MacBook ersetzt haben. (Auch wenn ich jetzt kein Apple-Fan bin, ist das wirklich eine sehr, sehr gute Idee).

Die ganze Sendung gibt es in der Mediathek zum Nachschauen. Die Beiträge sind alle empfehlenswert.

Passend dazu gibt es im Medienpädagogik Praxis-Blog einen Bericht zum interaktiven Whiteboard. Dort wurde ein Video gemeinsam mit einer Gruppe am Whiteboard geschnitten.