Willkommen bei Facebook

Es gibt ein neues Video von Alexander Lehmann. Dieser ist durch großarte Videos wie „Du bist terrorist“ , „Cleanternet“  und „Rette deine Freiheit“ aufgefallen. Sein neuesten Werk widmet sich Facebook und den aus den Medien bekannten Problemen wie Datenschutz und Datenweitergabe.

Bei den Sicherheitseinstellungen wird in dem Video doch etwas übertrieben. Mittlerweile finde ich das recht übersichtlich gestaltet. Aber Facebook ist schon gut komplex, sodass der Nutzer sich schon ein bissel damit auseinandersetzen muss. Leute, die das alles nicht interessiert sind bei youropenbook zu finden.

Als Anregung, um die Sicherheitseinstellungen mal zu überprüfen oder überhaupt mal über Facebook nachzudenken ist das Video aber allemal prima.

Blogs an Hochschulen?

Nach dem ich nun schon viele Artikel zu Thema „Weblogs an Schulen“ gelesen habe, würde mich interessieren, ob es nicht auch sinnvoll für Hochschulen sein kann?

Persönlich ist mir das nun schon ganz oft passiert, dass ich über Zeitungsartikel, Blogbeiträge, Podcasts oder Dokumentationen gestoßen bin, die wunderbar in zu einem Modul aus dem Semester gepasst hätte. Statt eine E-Mail an den Hochschulverteiler zu schicken *schauder*, ist ein kurzer Blogeintrag doch viel netter. Wenn es interessiert, der liest es.

Ich stell mir das ungefähr so vor, dass ein Blog bei einem kostenlosen Anbieter erstellt wird, und die Studierenden, die Lust haben, können sich einen Account zulegen und darauf lostippen. Das wird dann bekannt gemacht, und man schaut was passiert.

Vielleicht führt es zu mehr Informationsaustausch, vielleicht aber auch nicht. Die Schreiber profitieren alle mal davon, da sich sich etwas mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Was ich bei diesem Blog hier auch für mich persönlich positiv finde.

Ist nur eine Idee. Ich hab das mal unserer Asta und der Fakultät vorgestellt, aber ja, passiert ist noch nichts.

Kennt jemand Hoschulen, die Blogs für Studierende anbieten? Ich hab ein bissel gesucht, aber nichts gefunden…

Die Mikrospende

Ich bin ja schwer Begeistert von der Idee der Mikrospenden. Entwickelt hat das ein Kommilitone, der über seine Idee regelmäßig im Tagebuch eines Mikrospenders unter dem Namen Marc Connor bloggt.

Aber zuerst die wichtigste Frage: Was sind Mikrospenden? Laut Definition von Marc handelt es sich dabei um

„eine Spende zwischen 0,01€ und 0,99€, die mittels eines automatisierten Verfahrens zur Förderung gemeinnütziger Organisationen gesammelt wird“

Das klingt doch ganz einfach. Der Theorie nach ist das Verfahren in 3 Schritten erledigt:

Schritt 1:
Bitte lassen Sie ihren Computer bzw. ihr Rechenzentrum regelmäßig und automatisch, 4 Mal im Monat, meinen Kontostand bei Ihnen prüfen.

Schritt 2:
Bitte registrieren Sie an diesen 4 Stichtagen regelmäßig und automatisch den vorhandenen Cent-Betrag (0,00€-0,99€) auf meinem Konto.

Schritt 3:
Bitte buchen Sie den Cent-Betrag als „Mikrospende“ auf ein Sammelkonto, das ich ggf. demnächst bei Ihnen eröffnen werde.

Das klingt nun natürlich nach wenig Geld. Maximal kommen 3,96 Euro im Monat zusammen, und 47,52 Euro im Jahr.
Dieses Verfahren ist aber für ein Masse an Personen ausgelegt. Bei 100 Personen sind es immerhin schon maximal 4752,00 Euro im Jahr. Je mehr Personen mikrospenden, desto höher die Summe. Es müssen also viele Leute von der Sache überzeugt sein und Lust haben mitzumachen, was sicher ein Knackpunkt ist. Aber wenn das erstmal eingerichtet ist, laufen die Spenden ja im Hintergrund und die paar Cent fallen sicher auch nicht so in’s Gewicht.

Und wofür das Ganze? Das Einzige was Marc möchte, ist den Jugendtreff, in dem er tätig ist, durch Mikrospenden zu unterstützen / finanzieren. Okay, es ist viel. Vielleicht zu viel? Jedenfalls macht es Spass seinen „Kampf“ im Blog zu verfolgen.

Seit ich von diesem Begriff und dem Verfahren dahinter zum ersten Mal gehört habe, geistert in meinem Kopf das Wort „Bürgerstiftung“.

So wäre es doch eine prima Sache, wenn durch Mikrospenden eine Stadt ihre gemeinnützigen Institutionen etwas unterstützen könnte. Oder auch kleinere Anschaffungen oder Reparaturen tätigen könnte. Für mich als Spender ist es natürlich schön, wenn ich direkt sehe, was aus meiner Spende wurde. Mikrospenden sind also für regionale Projekte eine tolle Geschich

Wie das Geld verwendet wird, könnte in einem schönen demokratischen Prozess beschlossen werden. Ja, auch mit Hilfe des Internet! 🙂 Das wäre für die Stadt ich meinen Augen ein riesen Gewinn. Nicht nur weil Geld zur Verfügung steht, sondern auch weil jeder Mirkospender seinen Teil dazu beiträgt und das Stadtbild durch die Bürger geprägt wird.

Und wie werde ich nun Mikrospender? Tja, da hilft im Moment nur eine Anfrage bei der Bank. Vielleicht richten die ja solch ein Verfahren ein? Falls ja, Marc bittet sicherlich um einen Hinweis 🙂

Internetpornographie

Lange hatte ich es vor, endlich hab ich es mal geschafft. Im Modul „Jugendarbeit“ habe ich eine Hausarbeit zum Thema Internetpornographie geschrieben. Die Hausarbeit hatte den Titel „Porno 2.0“, den ich so nicht mehr wählen würde. Mich nervt diese Versionsnummerierung unseres Lebens wahnsinnig. Der Untertitel lautet „Ursachen, Nutzung und Auswirkungen bei Jugendlichen. Daraus folgende Konsequenzen für die Jugendarbeit.“

Der Anlass für das Hochladen der Arbeit war ein Artikel beim Spiegel, den es mittlerweile im Archiv zum Nachlesen gibt. Aber auch eine Präsentation unserer Professorin für Medien und Soziale Arbeit, die ich auf ihrer Pinnwand entdeckt habe.

Vielleicht interessiert sich ja jemand für die Arbeit. Sind ca. 30 Seiten. Zu findet ist die Arbeit unter diesem Link.

Viel Spass beim Lesen.

Creative Commons: Der Jugendhaus-Sampler

Musik ist sicherlich ein Thema, womit jeder (Jugendliche) etwas anfangen. Und Musik wird ständig gehört, per Handy ,Mp3-Player oder wie auch immer. Und ich möchte nun einfach mal behaupten, dass diese Musik nicht regelmäßig bei dem Mp3-Shop XY gekauft wird. Aber ich will da niemand einen Vorwurf machen, es ist auch einfach zu einfach die Musik im Internet herunterzuladen und dann auf verschiedene Arten (Messenger, One-Click Hoster, USB-Stick/Platte oder dem Handy) zu verteilen.

Und ich behaupte auch, dass ein Bewusstsein für die Unrechtmäßigkeit dieser Handlung nicht immer vorhanden ist. Ich selbst bin damit aufgewachsen, dass ich im Internet alles kostenlos bekomme. Wieso soll ich mir das also kaufen?

Ich weiss nicht mehr wieso, aber vor ein paar Jahren habe ich dann meine Mp3- und Filmsammlung von meiner Festplatte gelöscht. Filme und Dokus nehme ich mir inzwischen mit dem OnlineTVRecorder auf, Musik höre ich per Youtube – meist aber Radio – und wenn ich auf der Suche nach neuem bin treibe ich mich meist bei Jamendo herum. Dort gibt es ca 32.000 Alben aus eigentlich jedem Genre, die unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlich werden.

Okay, langer Atem, aber nun bin ich endlich beim Thema angekommen: Jugendarbeit mit Creative Commons.

Die Creative Commons will ich kurz erklären. Urheber, die ein Werk (in dem Fall ein Musikstück) unter dieser Lizenz veröffentlichen, können dabei zwischen verschiedenen Lizenz-Modellen auswählen. Der Urheber kann sagen, dass sein Song heruntergeladen, verbreitet und für ein Film verwendet werden darf, so lange sein Name als Urheber gennant wird. Oder der Urheber untersagt die kommerzielle Nutzung seiner Stücke. Wobei hier leider noch nicht so ganz klar ist, was mit „keine kommerzielle Nutzung“ gemeint ist. Alles zu Creative Commons in einer schönen Zusammenfassung.

Fest steht aber, dass die Musik legal & kostenlos heruntergeladen werden darf. Viel davon darf auch weiterverwendet werden. Zum Beispiel für ein Sampler. So wäre es doch eine prima Sache, wenn gemeinsam mit den Jugendlichen ein hauseigener Musik-Sampler erstellt wird.

Damit wird auf die Urheberrechts und Downloadproblematik hingewiesen, und man lernt neue Musik kennen.

Zusätzlich müssen sich die Teilnehmer mit den Lizenzen auseinander setzen, denn nicht jeder Song darf für den Sampler verwendet werden (Keine Weiterverarbeitung oder Einbindung in andere Werke – ob das vielleicht nicht doch geht, weiss ich nicht. Sicher ist sicher).

Zusätzlich kann auch noch ein Grafikteam mit einem schönen Cover für die Hülle und die CD beschäftigt werden. Oder ein Team überlegt sich den Namen und Inhalt des Samplers.

Schwierig ist es natürlich die Jugendlichen an das Thema heranzuführen. Nicht weil die Idee nicht verständlich ist, aber wieso sollte ich mir irgendwelche Musik von irgendjemand anhören, der nicht im Radio, TV oder der Bravo erwähnt wird?
Mir ist schon klar, dass die Musik ein Teil der Entwicklung ist, und gerne darüber diskutiert wird, welcher Rapper / welche Band gerade die tollste ist. Die Musik ist auch ein dazu da um sich von anderen Abzugrenzen und sich einer Gruppe anzuschließen. Aber irgendwann kommt auch das Alter in dem die Musik der Charts nicht mehr toll ist, und unbekannte Musik toll ist – so war das zumindest bei mir *g*. Vielleicht kann man da zuschlagen und das Thema anbringen?

Vielleicht lockt auch die Idee einen Sampler zu erstellen? Ich weiss es leider nicht, da ich das noch nie mit Jugendlichen gemacht habe. Aber ein Versuch ist es doch wert, oder?

Freie Musik gibt es auch bei den Musikpiraten oder beim Medienpädagogik Praxis-Blog

Vielleicht gibt es auch schon solche Projekte? Lasst es uns wissen!

Youtube im Jugendhaus

Ein kleiner Vorschlag wie man mit Youtube ein etwas Spass haben kann. Ursprung der Idee waren zahllose Nächte in meiner WG, die wir damit verbracht haben unsere Lieblingsmusik bei Youtube zu hören und uns das ein oder andere Juwel aus vergangener Zeit den gegenseitig vorzustellen. Und da ständig jemand etwas anderes hören wollte, haben wir einen Wettbewerb daraus gemacht.

Der Ablauf ist recht simpel. Wir haben uns ein paar Tage zuvor Themengebiete überlegt, zu denen jeder, der mitmachen wollte, einen passenden Song auf Youtube finden musste. Dieser wurde dann beim großen Abend den anderen vorgestellt. Damit es ein Wettbewerb wird, vergeben die anderen Teilnehmer Punkte für den jeweiligen Song. Bei uns war die Skala von 0 bis 10 Punkten. Wir hatten noch eine nette Jury, die den Punktestand notiert hat. In jeder Runde wurde per Losvefahren ausgewählt wer anfangen darf. Nach einer bestimmten Runde fliegen dann die Teilnehmer mit den wenigsten Punkten heraus. Sie haben aber weiterhin ein Stimmrecht. So geht das dann durch, bis es zum großen Showdown im Finale kommt.

Als Beispiel kurz ein paar Themen, die mir noch in Erinnerung sind.
(Sie waren glaube ich anderst Betitelt)

01) Damit rock ich jeden Kindergeburtstag (Kinderlieder)
02) Damit krieg‘ ich jede / jeden … (Flirtmusik, Kuschelrock)
03) Songs, die die Welt nicht braucht (Abfall)
04) Das wirklich abgefahrenste Musikvideo (Musikvideo)
05) Politischer Song
06) Das einzig wahre Meisterstück der Musikgeschichte

Die Idee fand ich dann so toll, dass ich sie im Jugendhaus ausprobiert habe. Okay, die Themen waren etwas mehr auf den Musikgeschmack der dortigen Jugendlichen angepasst, aber auch die Jungs und Mädels hatten ein beachtliches Musikwissen. Also nicht nur das, was die Bravo der Jugend so empfiehlt.

Natürlich hat das Spielprinzip auch so seine Macken. Wer gewinnen will, kann natürlich einfach den anderen weniger Punkte geben. Aber die Befürchtung blieb bei meinen bisherigen Versuchen (WG, per Internet und Jugendhaus) unbegründet. Blöd ist, wenn der Song nicht mehr auf Youtube ist, oder der Teilnehmer vor mir hatte ihn schon. Dafür haben wir Plan B, den 2. Song in der Hinterhand 🙂
Bei unserem ersten Versuch in der WG hatten wir viel zu viele Themengebiete und Teilnehmer. Der Wettbewerb hat bei 7 Teilnehmern gut 4-5 Stunden gedauert.

Aber ansonsten finde ich das eine prima Sache. Im Jugendhaus haben wir uns zusammen Themengebiete überlegt und dann gleich losgelegt, ohne große Vorbereitung.

Viel Spass beim Ausprobieren. Modifikationen / Anregungen sind erwünscht 🙂