Bloggende Bürgermeister

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit, die den schönen Titel „Das Internet muss regionaler werden – Die Bedeutung von Weblogs für Kommunen“ trägt, bin ich über bloggende Bürgermeister gestoßen, die ich verlinken möchte. Dazu habe ich noch eine sehr gute Diplomarbeit gefunden, die ziemlich nah an meinem Thema dran ist und die ich sicher das ein oder andere Mal zitieren werde. Es handelt sich um die Arbeit von Julien Christof mit dem Titel „Weblogs als Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung in Kommunen“. Sie ist aus dem Jahr 2008 und enthält unter anderem Interviews mit bloggenden Bürgermeister. Diese Interviews sind sehr lesenswert und geben so ein paar Einblicke in die Motivationen einen Weblog zu betreiben und auch ein paar Erfahrungsberichte.

Bürgermeister Röthlinghöfers sagt z.B. folgendes zum Thema Dialog mit dem Bürger:

Alle Politiker erzählen immer, sie sind im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern – das ist ja Humbug. Der normale Kommunalpolitiker hat seinen Dialog mit immer denselben 50 Bürgerinnen und Bürgern, denn das sind die, die um einen sitzen bei Veranstaltungen und die, die man permanent trifft. Ab und an trifft man mal einen anderen, der sagt einem dann aber nicht, was er denkt, denn er hat ja meistens ein Anliegen. Also: Wenn wir das mit dem Dialog ernst meinen, brauchen wir Plattformen und wenn wir Plattformen brauchen, dann ist das zurzeit die einzige, die es gibt. Und wenn die Leute Kommentare schreiben und sagen der Röthlingshöfer spinnt, sag ich „wunderbar“! Erklär mir bitte, warum ich spinne. Diesen Einwand verstehe ich über- haupt nicht. Ich löse doch Diskussionen nicht dadurch, dass ich sie nicht führe.

Durch das Internet besteht die Möglichkeit den Dialog etwas zu öffnen und auch mal andere Meinungen zu bekommen. Das setzt natürlich voraus, dass jeder den Blog kennt und jeder natürlich einen Internetanschluss hat. Dennoch finde ich das wirklich eine tolle Sache und würde mich freuen, wenn es mehr bloggende Bürgermeister geben würde. Der muss keine riesen Aufsätze schreiben, aber zumindest mal ein paar Informationen wie es so läuft und was er so zu tun hat. Das weiss ich nämlich nicht.

Leider hat Herr Röthlingshöfers seit 2009 den Blog aus zeitlichen Gründen eingestellt, schade.

Aus Interesse habe ich mal nach weiteren Bürgermeistern und Gemeinden gesucht, die einen Blog betreiben und habe sogar ein paar gefunden. Vielleicht gibt es noch mehr, aber meine Suchmaschine hat nicht mehr ausgespuckt oder ich hab falsch gesucht. Ich habe auch so das Gefühl, dass unsere Nachbarn (.ch und .at) schon etwas weiter sind. Dort habe ich mehr Blogs gefunden, die ich aber mal ignoriere.

Das habe ich bisher gefunden:

Bürgermeister Norbert Ballhaus, Moers
http://blog.moers.de/

 

Bürgermeister Chrstoph Meineke, Wennigsen am Deister
http://www.buergermeisterblog.de/

 

Bürgermeister Matthias Döhla, Konradsreuth
http://matthias-doehla.de/

 

Bürgermeister Frank Dreyer, Weissenstadt
http://www.weissenstadt.de/aktuelles/buergermeisterblog.html

 

Bürgermeister Thorsten Dahl, Schleswig
http://thorsten-dahl.blog.de/

 

Bürgermeister Markus Ackermann, Waldmünchen
http://www.ackermann-markus.de/blog/

 

Bürgermeister Joachim Hofmann-Göttig, Koblenz
http://www.hofmanngoettig.de/

 

Auch wenn die Anzahl der Kommentare in den Blogs noch ziemlich mager ist, können sich die Bürger zumindest mal informieren was so läuft. Mir gefällt das gut.

Falls noch jemand weitere Blogs kennt, freue ich mich über einen Kommentar.

Genug gegoogelt! Alternative Suchmaschinen

menschen und institutionen, die die datensammelwut von google beklagen (hier im besonderen hinsichtlich der suchmaschine) gibt es mittlerweile ja viele. oftmals halte ich die form der kritik aber nicht für lösungsorientiert genug. in den meisten fällen wird einfach dazu geraten eine andere suchmaschine als google zu benutzen, um dem problem zu entgehen. welche aber eine gute alternative darstellen muss man vermutlich selbst herausfinden.

ich habe also letztendlich nichts anderes gemacht als mir verschiedenste suchmaschinen im netz anzuschauen und mir kurze schlagwörter dazu zu notieren. anspruch auch vollständigkeit besteht nicht, ich kann aber nur empfehlen sich die suchmaschinen zumindest anzuschauen! wer kennt noch mehr gute suchmaschinen?

DUCK DUCK GO
gute integrierbarkeit in firefox und chromium (andere nicht getestet). übersichtliches & schönes erscheinungsbild, zig einstellungsmöglichkeiten, speichert nichts, benutzt eigenen algorithmus, leider (noch) keine deutsche version, region lässt sich einstellen, WOT-Plugin, intelligente funktionen,

SCROOGLE

lässt sich mit etwas geduld gut integrieren, altbackenes/minimalistisches design, zu wenig einstellungsmöglichkeiten, speichert nix, benutzt google-algorithmus, region lässt sich einstellen

IXQUICK
google sehr ähnlich, speichert nichts, verfügt über bildersuche, viele einstellungsmöglichkeiten,

Suchmaschinen für Kinder:

FragFINN
gute integrierbarkeit für internet explorer und firefox, verlinkt nicht auf die Wikipedia, stattdessen auf das Grundschul-Wiki, einfache darstellung,

Blinde Kuh
sehr nützliche einteilung in kategorien, seite wirkt insgesamt aber etwas überladen, lustige beamer funktion,

Facebook für den Verein/Jugendhaus Page oder Profil ?

Für einen Verein oder ein Jugendhaus kann Facebook eine durchaus praktische Kommunikations- und Werbeplattform sein. Es sind ja doch mittlerweile viele aus dem Verein / Jugendhaus / der Einrichtung bei Facebook und die Leute sind dort dann auch am besten/einfachsten zu erreichen. Daher hat sich sicher jeder Verein oder jedes Jugendhaus sicher schon überlegt, ob sich ein Auftritt bei Facebook lohnen würde. Und selbstverständlich sind viele schon dort zu finden.

Die, die es vorhaben, stellen sich sicher die Frage, ob es ein Profil mit dem Vereinsnamen oder doch lieber eine Seite für den Verein sein soll.

Daher möchte hiermit mal eine Diskussion mit der Frage „Page oder Profil ?“ eröffnen und die Vor- und Nachteile der beiden Varianten – vielleicht auch als Entscheidungshilfe – vorstellen.

 

Ein Profil mit dem Namen des Vereins

Wenn man ein Profil mit dem Vereinsnamen anlegt, ist das wie ein normaler Nutzer-Account. Es stehen alle funktionen zur Verfügung, die jeder andere Benutzer auch hat:

  • Profilfoto
  • Nachrichten
  • Umfragen
  • Gruppen gründen
  • Veranstaltungen erstellen
  • Chat

 

Das alles sind nützliche Funktionen, keine Frage. Nur sind sie für diese Fall nicht geeignet. Nicht nur weil Facebook das nicht erlaubt, sondern weil der Verein dann Einblicke in die Profile seiner Freunde bekommt. Somit kriegt er natürlich alles mit, was seine Freunde so von sich geben. Das würde mich z.B. als Jugendlicher stören, wenn ein Mitarbeiter im Jugendhaus in meinem Profil „herumstöbern“ kann.

Es ist wirklich praktisch mit seiner Lieblingskneipe „befreundet“ zu sein, aber ich weiss ja eigentlich garnicht wer da vor dem PC sitzt. Vielleicht posten verschiedene Mitarbeiter, die sich dann bei mir umschauen.

Zudem bezweifel ich, dass viele Leute Facebook-Listen einsetzen.

 

Eine Page für den Verein

Wenn ich eine sog. „Page“ (oder einfach Seite) einrichten möchte, benötige ich auch auf jeden Fall ein Konto bei Facebook. Auf der Startseite findet sich die Möglichkeit etwas unter dem Anmeldeformular: „Erstelle eine Seite für eine Berühmtheit, eine Band oder ein Unternehmen.“

Dort kann ich dann eine Seite für meinen Verein einrichten. Ist das Geschehen habe ich ähnliche Funktionen wie bei einem Profil:

  • Foto
  • Nachrichten
  • Umfragen
  • Gruppen gründen
  • Veranstaltungen erstellen
  • Chat

 

Bei einer Seite fehlen zwei Funktionen,  die eigentlich ziemlich wichtig sind: Private Nachrichten und der Chat. Beides sicherlich sehr praktisch, um z.B. mit Jugendlichen in Kontakt zu bleiben. Ist der Rechner im Jugendhaus immer angemeldet, kann so auch nachgefragt werden „wer alles gerade im Haus ist“ und so weiter.

Der oben erwähnte Punkt mit dem Durchstöbern des Profil entfällt aber. Ich sehe zwar, wem meine Seite gefällt, aber ich sehe nich deren komplettes Profil, sonder nur das, was ohnehin öffentlich ist und jeder Andere auch sieht.

Wenn ich eine Seite angelegt habe, kann ich aber unter deren Namen in Facebook aktiv werden. Als Beispiel unsere kleine Media-Sozial Seite bei Facebook. Ich kann dort als „Media Sozial“ Veranstaltungen erstellen, etwas posten und bei anderen Seiten auf „Gefällt mir“ klicken und kommentare abgeben. Als „Media Sozial“ kann ich mich mit anderen Seiten vernetzen. Ich klicke bei der Seite von Medienkompetenz 2.0 auf „Gefällt mir“ und bekomme dann deren Nachrichten zu sehen.  Dadurch kann man sich recht gut vernetzen und ist auf dem Laufenden was Kollegen so alles machen. Möchte ich nicht, dass jemand mich mit Media Sozial in Verbindung bringt, kann ich mich als „Seitenbetreiber“ auch nicht anzeigen lassen. Dann sehen die Leute einfach nur Media Sozial und wem das alles gefällt, aber nicht, wer da schreibt.

Wenn sich Jugendhäuser auf diese Weise vernetzen sind sie dann auch ziemlich gut untereinander Informiert, was denn wo gerade ansteht.

Aber was für Möglichkeiten gibt es denn sonst mit z.B. den Jugendlichen Kontakt zu halten? Zum Beispiel Gruppen. Ich kann eine Gruppe für das Jugendhaus XY anlegen und das entweder als öffentlich oder geschlossen einrichten. Ist es öffentlich kann jeder Beitreten und Mitschreiben, ist es geschlossen, muss der Beitritt erst beantragt werden. Die Jugendlichen können der Gruppe dann beitreten, ohne, dass sie mit mir befreundet sind. Für die Gruppe gibt es dann auch eine Chat-Funktion, bei der dann alle, die gerade online sind, miteinander chatten.

 

Dies einfach nur mal als eventuelle Hilfe. Ich freue mich über weitere Anregungen oder Anwendungsbeispielen in den Kommentaren.

Hörspiel-Workshop Teil2

Zur Vervollständigung nun der Beitrag zum 2. Teil des Hörspiel-Workshop beim Kreisjugendring Ravensburg. Ich poste den Original-Beitrag einfach auch wieder in diesem Blog. Anregungen und weitere Tipps gerne in die Kommentare. Frohe Ostern wünschen wir Euch! 🙂

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Listen bei Facebook

Bei den letzten Seminaren kam immer wieder die Frage auf, wie man das Problem löst, dass man zwar gerne mit KollegInnen und Jugendlichen z.B. aus dem Jugendhaus befreundet sein möchte, aber dies nicht macht, da „die“ nicht alles sehen sollen, was ich so von mir preisgebe.

Ich finde, dass Facebook wirklich eine praktische Sache für den schnellen und unkomplizierten Kontakt ist und sich bei mir in der Arbeit mit Jugendlichen durchaus bewährt hat. Auch als MitarbeiterIn im Jugendhaus ist es doch eine tolle Sache, wenn Projekte via Netz koordiniert werden können. Auch wenn ich nicht immer nur alles über Facebook machen will, einfach, weil das Internet nicht nur aus Facebook besteht.

Aber zurück zum Thema. Ich habe dann immer aufgezeigt wie bei Facebook eine Liste erstellt werden kann und die Freunde den entsprechenden Listen zugeordnet werden können. Persönlich nutze ich das sehr intensiv, da ich Informationen rund um meine Heimat ja nicht unbedingt mit Freunden aus dem Studium teilen brauche. Nicht, weil es super-geheim ist, sondern, weil es die Leute aus dem Studium einfach nicht interessiert, was in meiner Heimat los ist.

Aber es geht nicht nur um meine Statusmeldungen. Ich kann bestimmen wer welche Fotos sehen darf oder wer meine Kontaktdaten sehen darf. Bei mir sehen Kollegen z.B. in meinem Profil alles mögliche zu Media Sozial (Homepage, Mail, Twitter…), meine privaten Kontakte sehen aber eine ganz andere E-Mail Adresse und eine andere Homepage. Mit dem Anlegen einer Liste kann ich die Einstellung, wer was sehen darf, sehr fein gliedern.

Da es nun schon sehr, sehr viele Anleitungen gibt, wie ein solche Liste erstellt und genutzt werden kann, möchte einfach auf ein paar ausgewählte Links verweisen.

 

allfacebook.de – Wissenswertes über Freundeslisten (Listenfunktion genauer analysiert)

Sebastian Wendler – Facebook Privatsphäre: Listen

klicksafe.de – Leitfaden zum Schutz der Privatsphäre in Sozialen Netzwerken – Facebook (PDF Anleitungen)

Facebook Datenschutz & Privatsphäre und Listen – HowTo bei Youtube

 

Es gibt noch viel, viel mehr. Wem da nicht genug ist, sucht einfach nach „Facebook Listen anlegen)“.

Ich empfehle wirklich jedem eine solche Liste anzulegen.

 

Nachtrag: Eine Blog-Empfehlung habe ich noch. Und zwar handelt es sich um MimiKama. Ein Blog, der sich mit Falschmeldungen bei Facebook beschäftigt. Falschmeldungen sind Statusmeldungen, die irgendwie interessant klingen, hinter denen sich aber meist ein Wurm oder öhnliches verbirgt. Das erkennt man immer gut, wenn die ganze Freundesliste ein „Unglaubliches Video bei Youtube“ entdeckt hat. Jeder der dann draufklickt, verbreitet ungewollt den Link zu dem Video und schon ist die Sache in’s Rollen gekommen.

Und genau hierfür finde ich MimiKama echt praktisch. Mal abgesehen davon, dass es wirklich angebracht ist _vor_ dem Klicken kurz nachzudenken.

Hörspiel-Workshop Teil1

Und nochmal ein Beitrag, den ich schon beim Kreisjugendring Ravensburg veröffentlich habe. Dieses Mal geht es um einen Workshop zum Thema Hörspiel. Da ich Hörspiele und Podcasts für eine spannende und interessante Sache halte, möchte ich den Beitrag auch in diesem Blog verewigen. Im Original-Beitrag ist auch eine kleine Hörspiel-Probe und die Power-Point Präsentation verlinkt.

 

Am Montag, 11.04.2011 fand der erste Teil des Workshops “Hörspiel – Neu entdeckt” im Jugendhaus Ravensburg statt.

Wie versprochen nun eine Zusammenfassung mit dem Wichtigsten:

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Pro Evolution Soccer

Die Hände werden langsam feucht, verkrampfen etwas. Noch 5 Minuten. Es muss jetzt was passieren! Wäre ich doch nicht so siegessicher angetreten…dann könnte ich jetzt immer noch behaupten, dass ich momentan in einem Formtief bin. Doch ausreden helfen jetzt wirklich nicht mehr. Ich wechsle noch einmal. Das letzte mal. Der Ball geht über die Torauslinie. Mein Team bekommt die Ecke. Ich wähle den besten Rechtsfuß auf dem Platz. Die Ecke wird ebenfalls von rechts getreten. Ich schneide den Ball ziemlich stark an. Er dreht sich vom Torwart weg an den Kopf des gerade eingewechselten Spielers. Und der hämmert das Ding mit seiner Stirnplatte ins Netz! Toooooooor! Yeehaw!
Ich springe auf, hüpfe aufs Sofa und mache den Ententanz! Ganz wichtig: Den Gegner sehen lassen, wie gut man jubeln kann!
Es steht jetzt 2:1 in der 80. Minute – Das Ding werde ich nach Hause schaukeln…

Die Rede ist von Pro Evolution Soccer.

Computerspielen werden ja viele negative Eigenschaften nachgesagt. Für mich ist es jetzt an der Zeit PES da einmal richtig einzusortieren. Für mich sind Spiele wie Pro Evolution Soccer Gesellschaftsspiele. Natürlich kann man PES auch alleine oder Online spielen, sein wahres Potential entfaltet es aber erst wenn mindesten 2 Spieler vor einem Fernseher/Monitor sitzen und sich hautnah duellieren bzw. so gut harmonieren, dass wenn sie gemeinsam ein Team spielen, es wie aus einem Guss wirkt. Das ist also das Ziel. Entweder harte Matches gegeneinander führen oder zu zweit das schöne Spiel (port.: Joga Bonito) suchen. Argumente wie gewaltverherrlichende Darstellung u.ä. können bei diesem Spiel natürlich getrost vergessen werden. Ein weiteres Argument, das man oft von Eltern hört ist, dass sich die Kinder/Jugendliche nur noch ausschließlich mit dem PC/der Konsole beschäftigen sobald diese/r im Haus ist. Es ist doch aber bei Computerspielen so wie bei fast allem im Leben – die Dosis macht das Gift! Pro Evolution Soccer findet ich deshalb super! Ich kann in der Mittagspause ein schnelles Spiel spielen oder mich Abends ausführlich in der Meister Liga den Managerfunktionen widmen. Die Spieldauer ist einstellbar (5 min – 30 min) und der Schwierigkeitsgrad ist in sechs Stufen unterteilt. Der Spieler hat also eine gute Kontrolle darüber wie lange er spielen will. Funktioniert das nicht können Eltern hier unterstützend zur Seite stehen. Ich glaube ohnehin nicht, dass Horrorshooter und ähnliches den meisten Spieler wirklich freude bereiten. Der provozierende Charakter dieser Spiele (wie z.B. Dead Space) wird für die jüngeren Spieler (mit jünger meine ich bis 18 Jahre) wesentlich interessanter sein, zumal die Werbung oftmals mit dieser eigentlich abschreckenden Wirkung mehr als koketiert. Natürlich ist nicht jeder ein Fussball-Fan, allen anderen kann ich Pro Evolution Soccer nur empfehlen. Im Vergleich zu FIFA (von Electronic Arts) versucht PES eine echte Fussball-Simulation zu sein. Die Eingewöhnungszeit dauert zwar etwas länger, jedoch fühlen sich Taktiken und Spielzüge echter an. Zudem sieht PES einfach besser aus. Die meisten Spieler sind von weitem an Aussehen und Spielstil zu erkennen.
Der neueste Teil der Serie Pro Evolution Soccer 2011 ist mittlerweile für ca. 20 € erhältlich. Das Spiel wird in unregelmäßigen Abständen mit kostenlosen zusätzlich herunterladbaren Inhalten unterfüttert.

Seminar „Deine Veranstaltung im Web“

Der folgende Beitrag stammt von meinem derzeitigen Arbeitgeber, dem Kreisjugendring Ravensburg. Dort habe ich letzte Woche ein Vortrag gehalten, bei dem es um Möglichkeiten zur Zusammenarbeit im Web ging. Ich habe Tools zur Organisation und Planung vorgestellt. Diesen Eintrag möchte ich ebenfalls hier veröffentlichen, da ich das Thema „Online Zusammenarbeiten“ recht interessant findet und es den ein oder anderen vielleicht interessieren könnte.  Für den Vortrag habe ich mich einfach mal auf die bekanntesten Dienste gestürzt mit dem Hinweis, dass es auch für jeden Dienst alternativen gibt. Über weitere Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in den Kommentaren freue ich mich natürlich. Im folgenden nun der Beitrag:

Am 31.03.2011 fand in der Geschäftsstelle des Kreisjugendring das Seminar „Deine Veranstaltung im Web“ statt. Hier noch einmal zusammenfassend alle wichtigsten Informationen rund um die einzelnen Dienste im Überblick.

Thema des Abends

Sie planen eine Veranstaltung und wollen diese via Web bewerben.

Hierzu gibt es im Internet verschiedene Dienste, die diesen Prozess begleiten können: von der Planung, Bewerbung und dem Rückblick. Für jeden dieser Schritte möchte ich kurz ein passendes Werkzeug vorstellen, mit dem Hinweis, dass es für jedes Werkzeug auch sicherlich 5 weitere alternativen gibt. Weiterlesen

Video „My Place Isny“

Am Freitag, den 25.März 2011 feierte der Film My Place Isny seine Premiere. Leider konnte ich nicht vor Ort sein, um mir den Film anzuschauen.

Ich möchte aber dennoch auf dieses tolle Videoprojekt hinweisen, welches von der Mobilen Jugendarbeit in Isny initiiert, durch den Kreisjugendring Ravensburg unterstützt und von der Medienmeistermerei durchgeführt wurde.

Der Film zeigt verschiedene Jugendkulturen, die in Isny zuhause sind. Ich möchte aber nicht auf den Inhalt des Films eingehen, sondern auf die – wie ich finde – sehr tolle Öffentlichkeitsarbeit im Web. Die möchte ich kurz als Anregung vorstellen.

Eigens für den Film wurde eine Homepage erstellt, die das wichtigste Zusammenfasst und alle Akteure vorstellt. Auf der Seite wurde jede Woche ein Video-Podcast veröffentlicht, der die einzelnen Jugendgruppen kurz vorstellt. Damit wurde ein kleiner Spannungsbogen aufgebaut, was ich sehr cool finde.

Neben der Homepage gab es noch eine Facebook-Seite, auf der ebenfalls die Podcasts veröffentlicht wurden. Daneben wurde die Facebook-Seite genutzt, um Feedback zum Film zu erhalten und kleine Diskussionen anzustoßen. Ausserdem haben dort die Jugendlichen auch über die ein oder andere Szene diskutiert.

Auch wenn das nun vielleicht für den ein oder anderen nichts besonderes ist, finde ich die Aufmachung für My Place Isny durchaus für kleinere Projekte in der Jugendarbeit dennoch für Nachahmungswert. Statt der Homepage tut es sicherlich ein gehosteter Blog.

Vielleicht findet der ganze Film ja noch seinen Weg in’s Netz.

Viel Spass beim Durchklicken!

E-Mail-Verteiler als Dienstleistungszentrale

Diese Idee hatte ich schon ein paar Leuten vorgestellt, aber die Resonanz war jetzt nicht so prickelnd. Ich find das aber eigentlich eine gute Sache, die aber sicher noch ausbaufähig ist. Vielleicht interessiert sich ja das Internet dafür 🙂

Dieses Semester war ich auf 2 Zukunftswerkstätten zum Thema „Fitt im Alter“, bei denen es darum ging, zu schauen, wie die Bürger in Zukunft in ihrer Gemeinde leben wollen und können. Bei beiden Terminen saß ich an dem Tisch zum Thema Mobilität. Beides Mal
ging es um das selbe Problem: ohne Auto sind die Bürger meist ziemlich hilflos. Die Busverbindungen sind teilweise auch unbefridiegend. Geklagt wurde, dass es schon eine halbe Weltreise sei, wenn man nur einkaufen wollte. Aber auch Arztbesuche beanspruchen wegen der unzureichenden Busverbindungen eine menge Zeit. Natürlich seien die Kinder oder Enkel zwar noch da, aber man wolle diese ja auch nicht immer Fragen.

Natürlich gab es auch Lösungsvorschläge wie zum Beispiel ein Bürgerbus oder die Anpassung der Busverbindungen. Am besten gefiel mir aber ein Satz: „Wir müssten einfach mehr miteinander reden, wir kennen uns doch alle.“ Absolut richtig. Eigentlich kennen sich die Menschen dort ja, und eigentlich könnte man ja bescheid geben, wenn ein Einkauf bzw. eine Fahrt getätigt wird.

Da musste ich an die Mitfahrgelegenheit denken, die mir schon oft eine günstige Fahrt gebracht hat. Kurz ins Internet, Ziel eingegeben und dann telefonieren oder eine Mail schreiben. Das Prinzip ist doch großartig und man lernt immer wieder neue Leute kennen. Aber nicht jeder an einen Internetanschluss, oder will sich dafür irgendwo anmelden.

Für eine kleine Gemeinde wäre eine Mitfahrgelegenheit in Form eines einfachen E-Mail-Verteilers eine großartige Sache.
Und für Menschen, die kein Internet haben gibt es dann eine Telefonzentrale, die jeden Monat wechselt und über alles bescheid weiss.

Warum ein E-Mail-Verteiler? Das ergibt sich aus dem Nutzungsverhalten der Personen. Laut ARD/ZDF Onlinestudie werden E-Mails eigentlich von allen Altersgruppen genutzt. Die Studie zur digitalen Gesellschaft sagt, dass die Gelegenheitsnutzer ebenfalls E-Mails nutzen.

Ich stell mir das so vor:
Die Gemeinde Zwergnau möchtet die Idee als Pilotprojekt ausprobieren. Es wird ein E-Mail-Verteiler eingerichtet. Die Adresse lautet „verteiler@gemeinde-zwergnau.de“. Alle, die mitmachen wollen, müssen sich bei dem Verantwortlichen kurz vorstellen und ihre E-Mail-Adresse plus ihren Namen abgeben. Schließlich soll da ja nicht jeder mitmachen, sondern nur Bürger aus der Gemeinde und die Bürger müssen der E-Mail-Adresse zugeordnet werden können. Zunächst ist der Verteiler nur für Fahrten gedacht.

Bevor der Service starte kann, sind natürlich ein paar Informationsabende und Artikel im Gemeindeblatt notwendig. Bei den Informationsabenden wird dann das Prinzip erklärt.

Jeder, der wohhin fährt oder eine Mitfahrgelegenheit sucht, schreibt eine E-Mail an verteiler@gemeinde-zwergnau.de. Damit kein Chaos entsteht gibt es verschiedene Betreffszeilen:

[Gesuch_MFG] = Ich suche eine Mitfahrgelegenheit
[Biete_MFG] = Ich biete eine Mitfahrgelegenheit

Die E-Mail bekommen dann alle, die in diesem Verteiler angemeldet sind und können darauf antworten oder auch nicht.

Nach einer Woche haben sich 10 Leute für diesen Service angemeldet. Damit auch Personen ohne Internetzugang mitmachen können, hat sich Hubert K. bereiterklärt im ersten Monat die Telefonzentrale zu sein.

Um das weiter zu bewerben, wird im Gemeindeblatt ein Artikel veröffentlicht:

Neuer Service für Sie: Dienstleistungszentrale
Sie suchen eine Mitfahrgelegeneit zum Arzt oder fahren die Tage einkaufen?
Geben Sie uns bescheid: verteiler@gemeinde-zwergnau.de
Ohne Internet können Sie auch Hubert K. anrufen.
Hubert K. ist für sie unter der 01234-56789 von 17:00 – 19:00 Uhr erreichbar

Sollte der Verteiler angenommen werden, kann er natürlich um verschiedene Dienstleistungen erweitert werden. Zum Beispiel einfache Hilfen im Haushalt oder Garten. Ich kann mir das auch wunderbar in der Stadtteilarbeit vorstellen.

Ich gebe aber zu, dass es wohl eher in einer kleineren Gemeinde gut funktioniert. Je nach Teilnehmerzahl kann das auch unübersichtlich werden.

Meinungen dazu gerne in den Kommentaren.