Tipps zum Anschauen und Hören

Die letzten Tage sind mir einige Serien, Filme, Hörspiele und Podcasts durch den Browser gehüpft auf die ich gerne verweisen möchte. Alles habe ich selbst noch nicht anschauen können, was aber „zwischen den Jahren“ hoffentlich nachgeholt wird. Thematisch bewegen sich die folgenden Tipps im Feld der digitalen Gesellschaft. Dafür habe ich irgendwie ein faible entwickelt.

Alpha 0.7 – Der Feind in Dir

Hierbei handelt es sich um eine Serie, die mit einem Hörspiel eingeleitet wird. Den Anschluss bildet eine 6-teilige TV-Serie, die dann wieder mit einer Hörspiel-Reihe abschließt. Das Konzept gefällt mir schonmal sehr gut. Bisher habe ich nur den Prolog zu Alpha 0.7 gehört, der mich aber auf den Rest neugierig gemacht hat.

Im Kern geht es um Deutschland im Jahr 2017. Es gibt zwar keine fliegenden Autos, dennoch hat die Technologie einen enormen Einfluss auf das Leben der Menscheit genommen. Alles, was heute im Jahr 2010 diskutiert wurde und wird, ist 2017 längst Alltag: Nacktscanner, Kameras an jeder Ecke oder die Vorratsdatenspeicherung. Als nächstes möchte die Bundesregierung sogennante Brainscanner einführen, mit denen Gewalttäter anhand ihrer Hirnstruktur erkannt werden sollen. Denen soll dann zum Beispiel bei Konzerten kein Einlass gewährt werden. Und bei diesem Entscheidungsprozess beginnt Alpha 0.7.

Auf www.alpha07.de gibt es alle Episoden der TV-Serie, der Hörspiele sowie weitere Hintergrundinformationen.

Alexander Lehmann zum elektronischen Personalausweis

Alexander Lehmann macht immer wieder kleine Filmchen zu neuen Ideen der Bundesregierung oder auch zu technologischen Entwicklungen. So auch über den elektronischen Personalausweis. Auch wenn der Film arg übertreibt, finde ich ihn durchaus sehenswert. Lehmann möchte mit seinen Filmen einfach zum Nachdenken anregen. Ich finde dazu gehört auch eine ordentliche Portion Polemik.

Das Video gibt es bei Youtube.

Hörspiel: Kennst du schon Ken?

Das Hörspiel geht auf das Freundesammeln in Sozialen Netzwerken ein. Es geht um Ken, den zwar niemand kennt, aber jeder als Freund haben möchte. Der Haken ist aber, dass Ken nur Freundschaftsanfragen beantwortet, wenn man 300 gemeinsame Freunde mit ihm hat. Und so sammeln die Benutzer der Community MyBook fleißig Freunde, dass sie mit Ken befreundet sein können. Und der ganze Aufwand, obwohl noch nie jemand mit Ken ein Vier-Augen-Gespräch hatte.

Das Hörspiel eignet sich sicherlich auch wunderbar als Diskussionsgrundlage zum Thema „Freunde / Freundschaften“ in Sozialen Netzwerken. Auf einer eigens dafür erstellen Internetseite kann das Hörspiel heruntergeladen werden.

Filmportal für sozial Engagierte

Durch den Medienpädagogik Praxis-Blog bin auf ein interessantes Filmportal aufmerksam geworden: http://www.human-pictures.eu

Ziel des Internetauftritts ist es eine Plattform für Filmemache zu schaffen, die ihre Werke einem breiten Publikum vorstellen wollen. Ich selbst habe die Seite bisher nur überflogen, die Filme machen aber einen sehr guten und interessanten Eindruck. Viel besser als meine Zusammenfssung klingt natürlich das original, was ich kurz zitieren möchte:

Wir sind ein Sammelbecken und Kommunikationsforum für alle Menschen, die mit ihren Filmen, Clips und Fotografien humanitäre, soziale, ethische und integrative Inhalte kommunizieren wollen.
Denn es gibt eine weltweite gemeinsame Sprache, bei der das gesprochene und geschriebene Wort gar nicht im Vordergrund steht: Die Sprache des Films und der Bilder.

Wikileaks – Rebellen im Netz

Es wird ja gerade unglaublich viel zu Wikileaks geschrieben und da kommt eine Dokumentationen aus Schweden gerade recht. Noch viel besser ist, dass der ORF die Sendung übersetzt hat und im Rahmen eines Spezials der Sendung „Menschen & Mächte“ ausgetrahlt hat. Erfreulicherweise findet sich die Sendung in der TVThek des ORF zum zeitsouveränen Nachsehen wieder.

Chaosradio #163 -Kulturtechnik Technikkultur

Das Chaosradio des Chaos Computer Club wirft einen Blick zurück auf die Entwicklungen der letzten 15 Jahre:

Die 163. Ausgabe von Chaosradio ist auch eine Jubiläumssendung: vor 15 Jahren im November 1995 ging die erste Ausgabe bei Fritz auf Sendung. Wir wollen dazu ein wenig zurückblicken aber vor allem die Frage aufwerfen, welche Bedeutung die Technikkultur für die Gesellschaft gehabt hat.

Viele Fragen stehen im Raum: Was haben wir durch das Netz gewonnen, was haben wir verloren? Was bringt uns Technik wirklich? Was will man nicht missen? Was ist überflüssig? Welcher Fortschritt zeichnet sich ab? Welche Trends gehen in die falsche Richtung?

Eine wirklich sehr hörenswerte Sendung, die auf chaosradio.ccc.de nachgehört werden kann.

E-Mail-Verschlüsselung: Der digitale Briefumschlag

Es ist ein tolles Video aufgetaucht, das denn Sinn und Zweck der E-Mail Verschlüsselung erklärt. Darauf hin habe ich das bei mir mal ausprobiert. FUnktioniert soweit alles wunderbar. Unter Ubunu war die Einrichtung auch recht simpel, was ich nicht gedacht hätte. Mit dem Tool „Passwörter und Verschlüsselung“ ging das alles recht leicht von der Hand. Allerdings sollte man sich dennoch etwas Zeit dafür einplanen, denn um etwas lektüre kommt man nicht herum. Ich hab mich bei der Wikipedia und GnuPGP.org etwas eingelesen.

Aber zurück zum Video. Das erklärt das Prinzip der Verschlüsselung eigentlich recht gut. Eine „allemannische Übersetzung“ des Videos, die von Netzpolitik.org erstellt wurde, findet sich auf Youtube.

Media Sozial wünscht ein frohes Fest und einen guten Rutsch!

Ubuntu in die Jugendhäuser

Mit diesem Beitrag möchte ich kurz auf das Betriebsystem Ubuntu GNU/Linux hinweisen, das ich auch selbst zu meiner größten Zufriedenheit nutze.

Das möchte ich an dieser Stelle gerne an Jugendhäuser weiterempfehlen. Warum? Surfstationen erfreuen sich ja großer beliebtheit, keine Frage. Da wird mal kurz geschaut, was in den Sozialen Netzwerken so los ist oder aber auch mal eine Bewerbung geschrieben. Die PCs, die ich bisher in den verschiedenen Einrichtungen gesehen habe hatten ein paar gemeinsamkeiten:

– Sie sind nicht mehr die neusten

– Es ist Windows XP installiert, das nicht mehr wirklich aktuell ist.

– Die Kids haben den PCs mit irgendwelcher Software zugemüllt, das macht die Kiste etwas arg langsam

– Die Browser sind von oben bis unten mit Toolbars vollgestopft

– Windows-Updates sind nicht wirklich aktuell. Wer weiss, ob die Windows-Versionen auch alle legal sind

Ich will nichts verallgemeinern (bestimmt sind manche besser oder schlechter ausgestattet) und niemand irgendwie ankacken, sondern lediglich einen Hinweis geben.

Was wird mit den PCs gemacht? Surfen, Chatten, Musik hören, Videos gucken und eventuell Flyer und Plakate gestaltet oder Bewerbungen geschrieben.

Und dafür reicht Ubuntu vollkommen aus. Darüber hinaus ist es wesentlich sicherer, da es nicht so verbreitet ist und für Schadsoftware nicht lukrativ genug ist. Ergo gibt es auch keine Viren (Mir sind jedenfalls keine bekannt). Das finde ich wirklich absolut wichtig. Wenn die Kids da schon ihre Facebook-Daten etc in den PC tippern, sollten sie auch dort bleiben und nicht von irgendeinem Virus weitergeleitet werden.

Zusätzlich sind Benutzer mit eingeschränktem Zugriff leicht anzulegen, so dass der PC nicht unnötig mit Software vollgepumpt wird.

Die eingebaute Firewall ist standardmäßig sehr restriktiv.

Programm- und Systemaktualisierungen werden in einem Abwasch erledigt. Nicht jedes Programm meldet sich ständig und möchte updates installieren.

Software lässt sich sehr bequem aus dem Software-Center heraus installieren.

Und, es ist kostenlos. Einfach herunterladen, in das CD-Laufwerk stecken und installieren. Bevor es installiert wird, kann es auch zuerst ausprobiert werden, ohne das System zu verändern.

Nebenbei lernen die Kids auch, dass es nicht nur eine Windows-Welt gibt, sondern auch alternativen.

Ubuntu kann auf ubuntu.com heruntergeladen werden. Ich empfehle die Version 10.04, da diese sehr stabil ist.

Gebt Euch einen Ruck, und macht einen „Jugendhaus PC-Upgrade-Tag“ 🙂

Gerne helfen wir natürlich bei der Einrichtung oder Planung.

Soziale Arbeit und Wikis

Aus dem studentischen Alltag: Eine Projektdokumentation, 4 Leute schreiben daran mit. Jeder mit einer anderen Office Version, viele E-Mails im Posteingang, mal mit und mal ohne Anhang. „Sorry, Anhang vergessen.“ oder „Ey, ich kann die Datei nicht öffnen!“. Jaja, das frustet.

Dabei geht es auch anderst. Zum Beispiel mit einem schönen Wiki oder Google Text & Tabellen.

Besonders Wikis sind eine wirklich sehr praktische Sache, wenn es um das gemeinsame Arbeiten geht. Wir von Media Sozial nutzen ein Wiki z.B. um Ideen für Projekte zu sammeln. Die Ferienfreizeit, die ich nun schon zweimal mitgemacht habe, nutzt ein Wiki für die Vorbereitung, was sehr sehr gut klappt. Natürlich muss man das eigene Arbeiten etwas umstellen, aber wenn Routinen da sind, klappt das prima. Vor der Freizeit werden die wichtigen Sachen ausgedruckt und mitgebracht.

Fürs Studium hätte ich mir ein Wiki für jedes Semester gewünscht, welches als Informationsquelle im gesamten Studium dient. Eine Sammelsurium vom Semester für das Semester, ohne zich Mails im Postfach. Noch toller wäre es wenn sich Rookai verbreitet.

Aber auch für die Arbeit in der Sozialarbeit erachte ich ein Wiki als hilfreich. Bald bin ich ja ein fertiger Sozialarbeiter, mein Praxissemester habe ich schon hinter mir. Dort ist mir aufgefallen, dass manchmal doch etwas Zeit für die Formatierung von Protokollen oder sonstigen Dokumenten benötigt wird. Die werden dann durch den Verteiler gejagt und dabei findet sich immer jemand, der das Dokument nicht öffnen kann oder bei dem die Darstellung kaputt ist. Das Protokoll könnte einfach in ein Wiki. Bei allen sieht es dann gleich aus, alle können ihren Kommentar dazugeben und die Protokolle sind schön geordnet, jederzeit abrufbar.

Die Formatierungsmöglichkeiten sind auch begrenzt, und die Chance auf bunte Dokumente sinkt gegen Null 🙂

Es könnten die Themen für die nächsten Meetings geklärt werden, eine Methoden-Sammlung angelegt werden, Ideen und Anregungen können gesammelt werden. Aber auch Präsentationen, Studien und sonstige Dokumente können im Wiki schön sauber gesammelt werden.

Da nicht immer ein Webhosting-Paket für ein Wiki vorhanden ist, habe ich mal nach kostenlosen und kostenpflichtigen Anbietern gesucht, die Wikis zur Verfügung stellen. Dabei kann auch das eigene Wiki mit einem Passwort versehen werden, damit nicht jeder mitlesen kann.

Hier mal eine Sammlung der gefundenen Links. Ein Erfahrungsbericht zu gehosteten Wikis gibt es bei Thomas Pleil .

https://www.zoho.com

http://bluwiki.com/

http://wikiwikiweb.de/

http://www.wikispaces.com/

http://www.wikidot.com/

http://www.dokuwiki.org/

http://www.hallowiki.biz/

Für den Google-Dienst wird ein Account bei Google benötigt, was natürlich auch eine hemmschwelle sein kann. Nicht jeder ist begeistert von Google, wegen den Daten. Aber man könnte sich z.B. mit einer extra E-Mail Adresse anmelden. Der Vorteil ist einfach, dass jeder an dem Dokument schreiben kann, es können Abschnitte mit Notizen versehen werden, das Postfach wird geschönt und auch der PC wird vor einem eventuell mit Viren versuechten USB-Stick verschont. Zudem ist das Dokument immer auf den neuesten Stand, es existieren keine 25 Versionen vom selben Text. Und man braucht sich keine sorgen machen, wenn der PC nicht mehr will. Das Dokument liegt ja auf dem Server von Google.

Das fertige Dokument  kann dann  als .odt oder .doc exportiert werden. Ich gebe zu, am Ende muss die Formatierung nochmals überarbeitet werden. Die Art der Arbeit an dem Text ist natürlich auch eine andere, die am Anfang sicher etwas gewöhnungsbedürftig ist.