In eigener Sache: Pause

Meine Bachelorarbeit beansprucht mich die nächste Zeit vollständig. Und da ich gerne mal zum Abschluss kommen möchte, muss ich ein paar Dinge einstellen, dazu gehört auch das bloggen. Auch wenn das nicht soo übermäßig viel Zeit in Anspruch nimmt, will ich den Kopf frei haben.

Und ich finde es irgendwie unschön, wenn hier von meiner Seite nichts passiert und keiner weiss „was da los ist“.

Ende August ist der Abgabetermin, drückt mir die Daumen 🙂

Bloggende Bürgermeister

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit, die den schönen Titel „Das Internet muss regionaler werden – Die Bedeutung von Weblogs für Kommunen“ trägt, bin ich über bloggende Bürgermeister gestoßen, die ich verlinken möchte. Dazu habe ich noch eine sehr gute Diplomarbeit gefunden, die ziemlich nah an meinem Thema dran ist und die ich sicher das ein oder andere Mal zitieren werde. Es handelt sich um die Arbeit von Julien Christof mit dem Titel „Weblogs als Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung in Kommunen“. Sie ist aus dem Jahr 2008 und enthält unter anderem Interviews mit bloggenden Bürgermeister. Diese Interviews sind sehr lesenswert und geben so ein paar Einblicke in die Motivationen einen Weblog zu betreiben und auch ein paar Erfahrungsberichte.

Bürgermeister Röthlinghöfers sagt z.B. folgendes zum Thema Dialog mit dem Bürger:

Alle Politiker erzählen immer, sie sind im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern – das ist ja Humbug. Der normale Kommunalpolitiker hat seinen Dialog mit immer denselben 50 Bürgerinnen und Bürgern, denn das sind die, die um einen sitzen bei Veranstaltungen und die, die man permanent trifft. Ab und an trifft man mal einen anderen, der sagt einem dann aber nicht, was er denkt, denn er hat ja meistens ein Anliegen. Also: Wenn wir das mit dem Dialog ernst meinen, brauchen wir Plattformen und wenn wir Plattformen brauchen, dann ist das zurzeit die einzige, die es gibt. Und wenn die Leute Kommentare schreiben und sagen der Röthlingshöfer spinnt, sag ich „wunderbar“! Erklär mir bitte, warum ich spinne. Diesen Einwand verstehe ich über- haupt nicht. Ich löse doch Diskussionen nicht dadurch, dass ich sie nicht führe.

Durch das Internet besteht die Möglichkeit den Dialog etwas zu öffnen und auch mal andere Meinungen zu bekommen. Das setzt natürlich voraus, dass jeder den Blog kennt und jeder natürlich einen Internetanschluss hat. Dennoch finde ich das wirklich eine tolle Sache und würde mich freuen, wenn es mehr bloggende Bürgermeister geben würde. Der muss keine riesen Aufsätze schreiben, aber zumindest mal ein paar Informationen wie es so läuft und was er so zu tun hat. Das weiss ich nämlich nicht.

Leider hat Herr Röthlingshöfers seit 2009 den Blog aus zeitlichen Gründen eingestellt, schade.

Aus Interesse habe ich mal nach weiteren Bürgermeistern und Gemeinden gesucht, die einen Blog betreiben und habe sogar ein paar gefunden. Vielleicht gibt es noch mehr, aber meine Suchmaschine hat nicht mehr ausgespuckt oder ich hab falsch gesucht. Ich habe auch so das Gefühl, dass unsere Nachbarn (.ch und .at) schon etwas weiter sind. Dort habe ich mehr Blogs gefunden, die ich aber mal ignoriere.

Das habe ich bisher gefunden:

Bürgermeister Norbert Ballhaus, Moers
http://blog.moers.de/

 

Bürgermeister Chrstoph Meineke, Wennigsen am Deister
http://www.buergermeisterblog.de/

 

Bürgermeister Matthias Döhla, Konradsreuth
http://matthias-doehla.de/

 

Bürgermeister Frank Dreyer, Weissenstadt
http://www.weissenstadt.de/aktuelles/buergermeisterblog.html

 

Bürgermeister Thorsten Dahl, Schleswig
http://thorsten-dahl.blog.de/

 

Bürgermeister Markus Ackermann, Waldmünchen
http://www.ackermann-markus.de/blog/

 

Bürgermeister Joachim Hofmann-Göttig, Koblenz
http://www.hofmanngoettig.de/

 

Auch wenn die Anzahl der Kommentare in den Blogs noch ziemlich mager ist, können sich die Bürger zumindest mal informieren was so läuft. Mir gefällt das gut.

Falls noch jemand weitere Blogs kennt, freue ich mich über einen Kommentar.

Genug gegoogelt! Alternative Suchmaschinen

menschen und institutionen, die die datensammelwut von google beklagen (hier im besonderen hinsichtlich der suchmaschine) gibt es mittlerweile ja viele. oftmals halte ich die form der kritik aber nicht für lösungsorientiert genug. in den meisten fällen wird einfach dazu geraten eine andere suchmaschine als google zu benutzen, um dem problem zu entgehen. welche aber eine gute alternative darstellen muss man vermutlich selbst herausfinden.

ich habe also letztendlich nichts anderes gemacht als mir verschiedenste suchmaschinen im netz anzuschauen und mir kurze schlagwörter dazu zu notieren. anspruch auch vollständigkeit besteht nicht, ich kann aber nur empfehlen sich die suchmaschinen zumindest anzuschauen! wer kennt noch mehr gute suchmaschinen?

DUCK DUCK GO
gute integrierbarkeit in firefox und chromium (andere nicht getestet). übersichtliches & schönes erscheinungsbild, zig einstellungsmöglichkeiten, speichert nichts, benutzt eigenen algorithmus, leider (noch) keine deutsche version, region lässt sich einstellen, WOT-Plugin, intelligente funktionen,

SCROOGLE

lässt sich mit etwas geduld gut integrieren, altbackenes/minimalistisches design, zu wenig einstellungsmöglichkeiten, speichert nix, benutzt google-algorithmus, region lässt sich einstellen

IXQUICK
google sehr ähnlich, speichert nichts, verfügt über bildersuche, viele einstellungsmöglichkeiten,

Suchmaschinen für Kinder:

FragFINN
gute integrierbarkeit für internet explorer und firefox, verlinkt nicht auf die Wikipedia, stattdessen auf das Grundschul-Wiki, einfache darstellung,

Blinde Kuh
sehr nützliche einteilung in kategorien, seite wirkt insgesamt aber etwas überladen, lustige beamer funktion,