Arbeiten mit Scribus bei einer Freizeit

ScribusIm Sommer habe ich wieder auf einer Freizeit für Kinder und Jugendliche gearbeitet. In verschiedenen Hobbygruppen haben wir Betreuer den Kindern & Jugendlichen tagtäglich allerlei unterhaltung geboten. Und wie letztes Jahr haben wir wieder eine Zeitung erstellt, die jeden Tag über die verschiedenen Gruppen berichtete, lustige Storys auftischte oder ein Horoskop bot.
Die Zeitung haben wir mit dem Programm Scribus realisiert.

Die Zeitungsgruppe hat sich immer kurz zum Meeting getroffen. Dort wurden die Kids mit Stift, Papier und Foto ausgestattet um Informationen über die jeweiligen Gruppen zu sammeln. Diese flossen in der „Zentrale“ zusammen, die mit 2 Laptops ausgestattet war. Auf einem Laptop wurden die Texte in eine Textdatei geschrieben, auf dem anderen direkt in Scribus in das passende Layout gepackt. Per USB wurden die Textdateien des anderen PCs anschließend nachgetragen. Das hat alles so super reibungslos funktioniert, dass ich an dieser Stelle einfach einmal auf Scribus hinweisen möchte.

Das Scribus-Forum beschreibt die Software wie folgt:

„Scribus ist ein Open-Source-Programm, das professionelles Seitenlayout auf Linux / UNIX, Mac OS X, OS / 2 Warp 4/eComStation und Windows-Desktops erlaubt. Unter der modernen und benutzerfreundlichen Schnittstelle, unterstützt Scribus professionelle Publishing-Features wie CMYK-Farbraum, Seperation, Sonderfarben, ICC-Farbmanagement und vielseitige PDF-Erstellung.“

Das klingt zwar etwas überdimensioniert für unsere Zwecke, wir hätten auch sicher einfach OpenOffice nehmen können. Die Einfachheit des Programms hat dann aber schon überzeugt. Es ist wirklich ein Kinderspiel ein Textfeld anzulegen, dazu einen Platzhalter für das anschließende Foto zu erstellen und anschließend alles zu einem Artikel zusammenzufügen. Mit Gimp haben wir ein kleines Logo kreiert und fertig war unser „Revolverblatt“, passend zum Thema der Freizeit „Cowboy und Indianer“.

Sicherlich bietet das Programm viel, viel mehr Funktionen. „Die Redaktion“ hat sich aber mit den Standardfunktionen vollkommen ausgestattet gefühlt und das Revolverblatt sah dennoch wie eine Zeitung aus.

Die Kinder und Jugendlichen hatten derart viel Spass Artikel zu verfassen, ein Rätsel zu erstellen oder auch ein Horoskop zu schreiben, dass die Zeitung auch nächstes Jahr nicht fehlen darf.

Damit wir nicht so viel Ausgaben drucken mussten, haben 2 weitere Kids eine coole Wand erstellt, an die immer die neuste Ausgabe angebracht wurde.

Zur Vorbereitung haben wir schon ein paar Fotos passend zum Thema im Netz zusammengesucht, die die Artikel aufgepeppt haben.

Gut finde ich Scribus auch deshalb, weil die Teilnehmer der Hobbygruppe sich das Programm auch Zuhause legal und kostenlos herunterladen und ausprobieren können. Im Sinne der Nachhaltigkeit finde ich es besser nach freien Software-Lösungen zu suchen statt auf teure zu setzen, auch wenn diese natürlich manchmal einfach besser sind. Aber so können die Teilnehmer mit dem Programm alleine weiterarbeiten.

Scribus gibt es für Linux, MacOSX und Windows. Heruntergeladen werden Scribus hier.

Hilfe findet sich im Scribus-Forum oder im Wiki von Scribus (Deutsch).

Media Sozial entwickelt e-Coaching Modell zur Berufsorientierung

Der Übergang Schule-Beruf bietet bundesweit für Hauptschüler eine besondere Herausforderung. Die Übergangsquote von Hauptschülern in eine Ausbildung ist seit Jahren fallend. Mangelnde Ausbildungsfähigkeit und unzureichendes Wissen über Anforderungen in Ausbildungen werden hier oft von Wirtschaftsverbänden bemängelt.
Das Projekt „MeBO“ soll Jugendlichen durch verschiedene Tools wie e-Coaching (mit synchronen Übertragungswegen wie Handy, Skype oder Chat sowie asyncronen Übertragungswegen E-Mail, Foren und Blogs), aktive Medienarbeit (angeleitete Produktion von Podcasts bzw. Videocasts) und e-Learning (Module zum Kompetenzcheck, Berufsbilderkundung) helfen, sich frühzeitig und umfassend für den Übergang Schule-Beruf zu qualifizieren.
Bei diesem Projekt sollen jedoch die Medien bzw. die IuK Technologie nicht im Vordergrund stehen, sondern als Hilfsmittel für den Berufsorientierungsprozess fungieren.
Die persönliche Begleitung und Beratung  der Jugendlichen mit den Vorteilen von MeBO stellen eine neuartige Mischung aus Berufsorientierung und Medienarbeit dar. Die Vorteile des e-Coachings, an den medialen Lebenswelten der Jugendlichen anzusetzen, bieten in Kombination mit persönlicher face-to-face Beratung eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema der Berufsorientierung. Schlussendlich soll eine Persönliche Lernumgebung mit Wikis, Blogs, Chat, e-Learning Modulen und e-Coaching zusammen mit reell-persönlicher Beratung stattfinden
MeBo ist ein Modell zur Berufsorientierung im Web 2.0 Alltag.

Freedroidz – glückliche Roboter an die Schulen!

Dieser Artikel kommt sehr spät, erscheint aber dennoch, um dieses tolles Projekt vorzustellen 🙂

Am 27.7.2010 habe ich das Schulfest des Heinrich-von-Zügel-Gymnasiums in Murrhardt besucht. Der Grund dafür war ein Workshop der dort stattgefunden hatte. Der Hinweis dafür kam von Matthias Kirschner, der sich für freie Software engagiert. Der Workshop wurde von tarent in zusammenarbeit mit der dort lehrenden Physik- und Mathelehrerin initiiert und veranstaltet.

tarent ist ein Softwareunternehmen, dass maßgeschneiderte Softwarelösungen entwickelt und dabei wo immer auch möglich freie Software benutzt.

Der erste Eindruck am Stand war sehr positiv. Mehrere Roboter fuhren in der Gegend herum und reagierten auf Hindernisse und Markierungen am Boden. Die Fortbewegungsmethoden und die Sensorik war bei allen Modellen auf unterschiedlichste Weise arrangiert. Dort standen mir Steffi (hat Informatik studiert) und Joscha (ist in der Ausbildung zu Systeminformatiker) Rede und Antwort. Sie erzählten mir, dass dieses Projekt ursprünglich zu Demonstrationszwecken auf Messen entstanden ist. Da aber das Ursprungsprogramm LojOS nur eine umständliche Bedienung ermöglichte entwickelten sie das Frontend freedroidz. Damit war die Schwelle um Programme für die Mindstorms zu schreiben schon viel geringer. Auf den Chemmnistzer Linuxtagen entstand dann der Kontakt zum Heinrich-von-Zügel-Gymnasiums.

Der Workshop dauerte 3 Schultagen und beinhaltete die Vermittlung von Grundkenntnissen im Programmieren mit Java. Hinzu kommt die Konzipierung einer funktionierenden Mechanik in Abstimmung mit der Sensorik. Die Schüler waren 7. bis 11. Klässler die sich bewusst für dieses Projekt entschieden hatten. Es war wirklich erstaunlich welche Produkte die Schüler innerhalb von 3 Tagen geschaffen hatten.
Die beiden können sich vorstellen, dass es weitere solcher Projekte in Zukunft geben wird. tarent bietet die Workshops völlig unentgeltlich an, der Wunsch ist aber, dass sich das Projekt freedroidz irgendwann selbständig macht.

Für die Schüler ist der Nutzen enorm. freedroidz ermöglicht den Schülern programmieren zunächst spielerisch zu erfahren und soll das Interesse daran wecken oder steigern. Auch bei der Berufswahl kann solch ein Projekt den Schülern helfen. Sie erzählten mir noch von einem Mädchen, dass bei einem Workshop dabei war und durch die gewonnenen Erfahrungen bestärkt war sich um ein Pratikum bei der tarent GmbH zu bewerben.

Die Roboter habe mein Interesse auf jeden Fall geweckt! Ich bin gespannt wie es in dieser Richtung weiter geht.

Links: freedroidz-Wiki, Interview mit Joscha Häring

Willkommen bei Facebook

Es gibt ein neues Video von Alexander Lehmann. Dieser ist durch großarte Videos wie „Du bist terrorist“ , „Cleanternet“  und „Rette deine Freiheit“ aufgefallen. Sein neuesten Werk widmet sich Facebook und den aus den Medien bekannten Problemen wie Datenschutz und Datenweitergabe.

Bei den Sicherheitseinstellungen wird in dem Video doch etwas übertrieben. Mittlerweile finde ich das recht übersichtlich gestaltet. Aber Facebook ist schon gut komplex, sodass der Nutzer sich schon ein bissel damit auseinandersetzen muss. Leute, die das alles nicht interessiert sind bei youropenbook zu finden.

Als Anregung, um die Sicherheitseinstellungen mal zu überprüfen oder überhaupt mal über Facebook nachzudenken ist das Video aber allemal prima.

Blogs an Hochschulen?

Nach dem ich nun schon viele Artikel zu Thema „Weblogs an Schulen“ gelesen habe, würde mich interessieren, ob es nicht auch sinnvoll für Hochschulen sein kann?

Persönlich ist mir das nun schon ganz oft passiert, dass ich über Zeitungsartikel, Blogbeiträge, Podcasts oder Dokumentationen gestoßen bin, die wunderbar in zu einem Modul aus dem Semester gepasst hätte. Statt eine E-Mail an den Hochschulverteiler zu schicken *schauder*, ist ein kurzer Blogeintrag doch viel netter. Wenn es interessiert, der liest es.

Ich stell mir das ungefähr so vor, dass ein Blog bei einem kostenlosen Anbieter erstellt wird, und die Studierenden, die Lust haben, können sich einen Account zulegen und darauf lostippen. Das wird dann bekannt gemacht, und man schaut was passiert.

Vielleicht führt es zu mehr Informationsaustausch, vielleicht aber auch nicht. Die Schreiber profitieren alle mal davon, da sich sich etwas mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Was ich bei diesem Blog hier auch für mich persönlich positiv finde.

Ist nur eine Idee. Ich hab das mal unserer Asta und der Fakultät vorgestellt, aber ja, passiert ist noch nichts.

Kennt jemand Hoschulen, die Blogs für Studierende anbieten? Ich hab ein bissel gesucht, aber nichts gefunden…

Die Mikrospende

Ich bin ja schwer Begeistert von der Idee der Mikrospenden. Entwickelt hat das ein Kommilitone, der über seine Idee regelmäßig im Tagebuch eines Mikrospenders unter dem Namen Marc Connor bloggt.

Aber zuerst die wichtigste Frage: Was sind Mikrospenden? Laut Definition von Marc handelt es sich dabei um

„eine Spende zwischen 0,01€ und 0,99€, die mittels eines automatisierten Verfahrens zur Förderung gemeinnütziger Organisationen gesammelt wird“

Das klingt doch ganz einfach. Der Theorie nach ist das Verfahren in 3 Schritten erledigt:

Schritt 1:
Bitte lassen Sie ihren Computer bzw. ihr Rechenzentrum regelmäßig und automatisch, 4 Mal im Monat, meinen Kontostand bei Ihnen prüfen.

Schritt 2:
Bitte registrieren Sie an diesen 4 Stichtagen regelmäßig und automatisch den vorhandenen Cent-Betrag (0,00€-0,99€) auf meinem Konto.

Schritt 3:
Bitte buchen Sie den Cent-Betrag als „Mikrospende“ auf ein Sammelkonto, das ich ggf. demnächst bei Ihnen eröffnen werde.

Das klingt nun natürlich nach wenig Geld. Maximal kommen 3,96 Euro im Monat zusammen, und 47,52 Euro im Jahr.
Dieses Verfahren ist aber für ein Masse an Personen ausgelegt. Bei 100 Personen sind es immerhin schon maximal 4752,00 Euro im Jahr. Je mehr Personen mikrospenden, desto höher die Summe. Es müssen also viele Leute von der Sache überzeugt sein und Lust haben mitzumachen, was sicher ein Knackpunkt ist. Aber wenn das erstmal eingerichtet ist, laufen die Spenden ja im Hintergrund und die paar Cent fallen sicher auch nicht so in’s Gewicht.

Und wofür das Ganze? Das Einzige was Marc möchte, ist den Jugendtreff, in dem er tätig ist, durch Mikrospenden zu unterstützen / finanzieren. Okay, es ist viel. Vielleicht zu viel? Jedenfalls macht es Spass seinen „Kampf“ im Blog zu verfolgen.

Seit ich von diesem Begriff und dem Verfahren dahinter zum ersten Mal gehört habe, geistert in meinem Kopf das Wort „Bürgerstiftung“.

So wäre es doch eine prima Sache, wenn durch Mikrospenden eine Stadt ihre gemeinnützigen Institutionen etwas unterstützen könnte. Oder auch kleinere Anschaffungen oder Reparaturen tätigen könnte. Für mich als Spender ist es natürlich schön, wenn ich direkt sehe, was aus meiner Spende wurde. Mikrospenden sind also für regionale Projekte eine tolle Geschich

Wie das Geld verwendet wird, könnte in einem schönen demokratischen Prozess beschlossen werden. Ja, auch mit Hilfe des Internet! 🙂 Das wäre für die Stadt ich meinen Augen ein riesen Gewinn. Nicht nur weil Geld zur Verfügung steht, sondern auch weil jeder Mirkospender seinen Teil dazu beiträgt und das Stadtbild durch die Bürger geprägt wird.

Und wie werde ich nun Mikrospender? Tja, da hilft im Moment nur eine Anfrage bei der Bank. Vielleicht richten die ja solch ein Verfahren ein? Falls ja, Marc bittet sicherlich um einen Hinweis 🙂

Internetpornographie

Lange hatte ich es vor, endlich hab ich es mal geschafft. Im Modul „Jugendarbeit“ habe ich eine Hausarbeit zum Thema Internetpornographie geschrieben. Die Hausarbeit hatte den Titel „Porno 2.0“, den ich so nicht mehr wählen würde. Mich nervt diese Versionsnummerierung unseres Lebens wahnsinnig. Der Untertitel lautet „Ursachen, Nutzung und Auswirkungen bei Jugendlichen. Daraus folgende Konsequenzen für die Jugendarbeit.“

Der Anlass für das Hochladen der Arbeit war ein Artikel beim Spiegel, den es mittlerweile im Archiv zum Nachlesen gibt. Aber auch eine Präsentation unserer Professorin für Medien und Soziale Arbeit, die ich auf ihrer Pinnwand entdeckt habe.

Vielleicht interessiert sich ja jemand für die Arbeit. Sind ca. 30 Seiten. Zu findet ist die Arbeit unter diesem Link.

Viel Spass beim Lesen.

Creative Commons: Der Jugendhaus-Sampler

Musik ist sicherlich ein Thema, womit jeder (Jugendliche) etwas anfangen. Und Musik wird ständig gehört, per Handy ,Mp3-Player oder wie auch immer. Und ich möchte nun einfach mal behaupten, dass diese Musik nicht regelmäßig bei dem Mp3-Shop XY gekauft wird. Aber ich will da niemand einen Vorwurf machen, es ist auch einfach zu einfach die Musik im Internet herunterzuladen und dann auf verschiedene Arten (Messenger, One-Click Hoster, USB-Stick/Platte oder dem Handy) zu verteilen.

Und ich behaupte auch, dass ein Bewusstsein für die Unrechtmäßigkeit dieser Handlung nicht immer vorhanden ist. Ich selbst bin damit aufgewachsen, dass ich im Internet alles kostenlos bekomme. Wieso soll ich mir das also kaufen?

Ich weiss nicht mehr wieso, aber vor ein paar Jahren habe ich dann meine Mp3- und Filmsammlung von meiner Festplatte gelöscht. Filme und Dokus nehme ich mir inzwischen mit dem OnlineTVRecorder auf, Musik höre ich per Youtube – meist aber Radio – und wenn ich auf der Suche nach neuem bin treibe ich mich meist bei Jamendo herum. Dort gibt es ca 32.000 Alben aus eigentlich jedem Genre, die unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlich werden.

Okay, langer Atem, aber nun bin ich endlich beim Thema angekommen: Jugendarbeit mit Creative Commons.

Die Creative Commons will ich kurz erklären. Urheber, die ein Werk (in dem Fall ein Musikstück) unter dieser Lizenz veröffentlichen, können dabei zwischen verschiedenen Lizenz-Modellen auswählen. Der Urheber kann sagen, dass sein Song heruntergeladen, verbreitet und für ein Film verwendet werden darf, so lange sein Name als Urheber gennant wird. Oder der Urheber untersagt die kommerzielle Nutzung seiner Stücke. Wobei hier leider noch nicht so ganz klar ist, was mit „keine kommerzielle Nutzung“ gemeint ist. Alles zu Creative Commons in einer schönen Zusammenfassung.

Fest steht aber, dass die Musik legal & kostenlos heruntergeladen werden darf. Viel davon darf auch weiterverwendet werden. Zum Beispiel für ein Sampler. So wäre es doch eine prima Sache, wenn gemeinsam mit den Jugendlichen ein hauseigener Musik-Sampler erstellt wird.

Damit wird auf die Urheberrechts und Downloadproblematik hingewiesen, und man lernt neue Musik kennen.

Zusätzlich müssen sich die Teilnehmer mit den Lizenzen auseinander setzen, denn nicht jeder Song darf für den Sampler verwendet werden (Keine Weiterverarbeitung oder Einbindung in andere Werke – ob das vielleicht nicht doch geht, weiss ich nicht. Sicher ist sicher).

Zusätzlich kann auch noch ein Grafikteam mit einem schönen Cover für die Hülle und die CD beschäftigt werden. Oder ein Team überlegt sich den Namen und Inhalt des Samplers.

Schwierig ist es natürlich die Jugendlichen an das Thema heranzuführen. Nicht weil die Idee nicht verständlich ist, aber wieso sollte ich mir irgendwelche Musik von irgendjemand anhören, der nicht im Radio, TV oder der Bravo erwähnt wird?
Mir ist schon klar, dass die Musik ein Teil der Entwicklung ist, und gerne darüber diskutiert wird, welcher Rapper / welche Band gerade die tollste ist. Die Musik ist auch ein dazu da um sich von anderen Abzugrenzen und sich einer Gruppe anzuschließen. Aber irgendwann kommt auch das Alter in dem die Musik der Charts nicht mehr toll ist, und unbekannte Musik toll ist – so war das zumindest bei mir *g*. Vielleicht kann man da zuschlagen und das Thema anbringen?

Vielleicht lockt auch die Idee einen Sampler zu erstellen? Ich weiss es leider nicht, da ich das noch nie mit Jugendlichen gemacht habe. Aber ein Versuch ist es doch wert, oder?

Freie Musik gibt es auch bei den Musikpiraten oder beim Medienpädagogik Praxis-Blog

Vielleicht gibt es auch schon solche Projekte? Lasst es uns wissen!

Youtube im Jugendhaus

Ein kleiner Vorschlag wie man mit Youtube ein etwas Spass haben kann. Ursprung der Idee waren zahllose Nächte in meiner WG, die wir damit verbracht haben unsere Lieblingsmusik bei Youtube zu hören und uns das ein oder andere Juwel aus vergangener Zeit den gegenseitig vorzustellen. Und da ständig jemand etwas anderes hören wollte, haben wir einen Wettbewerb daraus gemacht.

Der Ablauf ist recht simpel. Wir haben uns ein paar Tage zuvor Themengebiete überlegt, zu denen jeder, der mitmachen wollte, einen passenden Song auf Youtube finden musste. Dieser wurde dann beim großen Abend den anderen vorgestellt. Damit es ein Wettbewerb wird, vergeben die anderen Teilnehmer Punkte für den jeweiligen Song. Bei uns war die Skala von 0 bis 10 Punkten. Wir hatten noch eine nette Jury, die den Punktestand notiert hat. In jeder Runde wurde per Losvefahren ausgewählt wer anfangen darf. Nach einer bestimmten Runde fliegen dann die Teilnehmer mit den wenigsten Punkten heraus. Sie haben aber weiterhin ein Stimmrecht. So geht das dann durch, bis es zum großen Showdown im Finale kommt.

Als Beispiel kurz ein paar Themen, die mir noch in Erinnerung sind.
(Sie waren glaube ich anderst Betitelt)

01) Damit rock ich jeden Kindergeburtstag (Kinderlieder)
02) Damit krieg‘ ich jede / jeden … (Flirtmusik, Kuschelrock)
03) Songs, die die Welt nicht braucht (Abfall)
04) Das wirklich abgefahrenste Musikvideo (Musikvideo)
05) Politischer Song
06) Das einzig wahre Meisterstück der Musikgeschichte

Die Idee fand ich dann so toll, dass ich sie im Jugendhaus ausprobiert habe. Okay, die Themen waren etwas mehr auf den Musikgeschmack der dortigen Jugendlichen angepasst, aber auch die Jungs und Mädels hatten ein beachtliches Musikwissen. Also nicht nur das, was die Bravo der Jugend so empfiehlt.

Natürlich hat das Spielprinzip auch so seine Macken. Wer gewinnen will, kann natürlich einfach den anderen weniger Punkte geben. Aber die Befürchtung blieb bei meinen bisherigen Versuchen (WG, per Internet und Jugendhaus) unbegründet. Blöd ist, wenn der Song nicht mehr auf Youtube ist, oder der Teilnehmer vor mir hatte ihn schon. Dafür haben wir Plan B, den 2. Song in der Hinterhand 🙂
Bei unserem ersten Versuch in der WG hatten wir viel zu viele Themengebiete und Teilnehmer. Der Wettbewerb hat bei 7 Teilnehmern gut 4-5 Stunden gedauert.

Aber ansonsten finde ich das eine prima Sache. Im Jugendhaus haben wir uns zusammen Themengebiete überlegt und dann gleich losgelegt, ohne große Vorbereitung.

Viel Spass beim Ausprobieren. Modifikationen / Anregungen sind erwünscht 🙂

Das FreizeitWiki

Ich möchte an dieser Stelle einmal das FreizeitWiki vorstellen, welches seit dem Sommer 2009  online ist. Betreiber ist die Jugendstiftung Baden-Württemberg. Dabei handelt es sich um ein Wiki, welches sich auf Freizeitangebote in Baden-Württemberg spezialisiert hat. Auf der Startseite erfährt man auch direkt worum es geht:

Das Freizeitwiki Baden-Württemberg ist ein freies Wissensportal rund um Freizeitangebote, Freizeitaktivitäten und Locations in Baden-Württemberg. Geheimtipps sind hier genauso gefragt wie Klassiker. Beim Freizeitwiki gibt es wie bei den meisten anderen Wikis weder bezahlte Autoren noch eine feste Redaktion. Jeder kann mitschreiben, das Freizeitwiki mitgestalten und wachsen lassen.

Das FreiztWiki bietet in meinen Augen einen gute Kombination aus Online- und Offlinearbeiten. Ich denke da an einen schönen Ausflug mit den Teilnehmern, eventuell mit einem Picknick.  Beim Ausflug werden alle mit einem Foto, Stift und Papier ausgestattet und dann wird die eigene Heimat erkundet. Zuvor kann man sich vielleicht auch schon überlegen, was denn ein Eintrag wert ist.

Aber es ist nicht nur die eigene Heimat, die die Teilnehmer mitunter besser kennenlernen oder mit einem anderen Blick sehen, sondern sie lernen auch einiges zum Urheberrecht: Was darf ich Fotografieren, dürfen Personen auf dem Foto sein, kann ich auch einfach ein Foto von der Stadthomepage nehmen? Welche vorhandenen Texte kann ich verwenden?

Da Media Sozial von Freien Inhalten überzeugt ist, finden wir es natürlich prima, dass beim FreizeitWiki die Creative Commons eine große Rolle spielen. Dabei handelt es sich um ein Lizenzmodell, welches dem Urheber z.B. ermöglicht seine Werke anderen für die Weiterverarbeitung zur Verfügung stellt. Gerade für die aktive Medienarbeit sind die Creative Commons eine feine Sache.

Der Nachteil ist sicherlicht, dass eine solche Plattform ohne fleissige Schreiber nicht viel Wert ist. Zwar gibt es in unregelmäßigen Abständen neue Artikel auf der Plattform, es könnten aber mehr sein. Und ich glaube, dass die Artikel, die dort eingestellt sind, meist durch Workshops entstanden sind. Danach scheint es mit dem Engagement wohl vorbei zu sein.

Ich finde solch ein Wiki ist in einem Ausserschulischen Rahmen besser angelegt, andere halten es in der Schule für gut platziert. Allerdings hat es für mich im schulischen Bereich eher einen Arbeitscharakter als im Ausserschulischen. Schon allein der Name „FreizeitWiki“ suggeriert doch Spass und keine Arbeit.

Wir verwenden für Media Sozial auch ein Wiki. Dort tragen wir unsere Ideen und Konzepte ein oder legen eine Linkliste an. Die Dropbox dient für den Datenaustausch (UbuntuONE funktioniert leider nicht so wie gewünscht). Natürlich muss man sich erst an diese Arbeitsabläufe gewöhnen, aber es erspart viele Mails und Anrufe.

Als letztes positives Beispiel für ein Wiki dient noch die Kinderfreizeit, bei der ich auch als Teamer mitarbeite. Da wir Teamer alle recht vestreut sind, bietet sich ein Wiki wunderbar für die Organisation an. Praktisch ist auch, dass wir gleich eine Dokumentation haben und jederzeit auf diese zurückgreifen können. Im Laufe der Jahre entwickelt sich so eine schöne Sammlung an Ideen.