Creative Commons: Der Jugendhaus-Sampler

Musik ist sicherlich ein Thema, womit jeder (Jugendliche) etwas anfangen. Und Musik wird ständig gehört, per Handy ,Mp3-Player oder wie auch immer. Und ich möchte nun einfach mal behaupten, dass diese Musik nicht regelmäßig bei dem Mp3-Shop XY gekauft wird. Aber ich will da niemand einen Vorwurf machen, es ist auch einfach zu einfach die Musik im Internet herunterzuladen und dann auf verschiedene Arten (Messenger, One-Click Hoster, USB-Stick/Platte oder dem Handy) zu verteilen.

Und ich behaupte auch, dass ein Bewusstsein für die Unrechtmäßigkeit dieser Handlung nicht immer vorhanden ist. Ich selbst bin damit aufgewachsen, dass ich im Internet alles kostenlos bekomme. Wieso soll ich mir das also kaufen?

Ich weiss nicht mehr wieso, aber vor ein paar Jahren habe ich dann meine Mp3- und Filmsammlung von meiner Festplatte gelöscht. Filme und Dokus nehme ich mir inzwischen mit dem OnlineTVRecorder auf, Musik höre ich per Youtube – meist aber Radio – und wenn ich auf der Suche nach neuem bin treibe ich mich meist bei Jamendo herum. Dort gibt es ca 32.000 Alben aus eigentlich jedem Genre, die unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlich werden.

Okay, langer Atem, aber nun bin ich endlich beim Thema angekommen: Jugendarbeit mit Creative Commons.

Die Creative Commons will ich kurz erklären. Urheber, die ein Werk (in dem Fall ein Musikstück) unter dieser Lizenz veröffentlichen, können dabei zwischen verschiedenen Lizenz-Modellen auswählen. Der Urheber kann sagen, dass sein Song heruntergeladen, verbreitet und für ein Film verwendet werden darf, so lange sein Name als Urheber gennant wird. Oder der Urheber untersagt die kommerzielle Nutzung seiner Stücke. Wobei hier leider noch nicht so ganz klar ist, was mit „keine kommerzielle Nutzung“ gemeint ist. Alles zu Creative Commons in einer schönen Zusammenfassung.

Fest steht aber, dass die Musik legal & kostenlos heruntergeladen werden darf. Viel davon darf auch weiterverwendet werden. Zum Beispiel für ein Sampler. So wäre es doch eine prima Sache, wenn gemeinsam mit den Jugendlichen ein hauseigener Musik-Sampler erstellt wird.

Damit wird auf die Urheberrechts und Downloadproblematik hingewiesen, und man lernt neue Musik kennen.

Zusätzlich müssen sich die Teilnehmer mit den Lizenzen auseinander setzen, denn nicht jeder Song darf für den Sampler verwendet werden (Keine Weiterverarbeitung oder Einbindung in andere Werke – ob das vielleicht nicht doch geht, weiss ich nicht. Sicher ist sicher).

Zusätzlich kann auch noch ein Grafikteam mit einem schönen Cover für die Hülle und die CD beschäftigt werden. Oder ein Team überlegt sich den Namen und Inhalt des Samplers.

Schwierig ist es natürlich die Jugendlichen an das Thema heranzuführen. Nicht weil die Idee nicht verständlich ist, aber wieso sollte ich mir irgendwelche Musik von irgendjemand anhören, der nicht im Radio, TV oder der Bravo erwähnt wird?
Mir ist schon klar, dass die Musik ein Teil der Entwicklung ist, und gerne darüber diskutiert wird, welcher Rapper / welche Band gerade die tollste ist. Die Musik ist auch ein dazu da um sich von anderen Abzugrenzen und sich einer Gruppe anzuschließen. Aber irgendwann kommt auch das Alter in dem die Musik der Charts nicht mehr toll ist, und unbekannte Musik toll ist – so war das zumindest bei mir *g*. Vielleicht kann man da zuschlagen und das Thema anbringen?

Vielleicht lockt auch die Idee einen Sampler zu erstellen? Ich weiss es leider nicht, da ich das noch nie mit Jugendlichen gemacht habe. Aber ein Versuch ist es doch wert, oder?

Freie Musik gibt es auch bei den Musikpiraten oder beim Medienpädagogik Praxis-Blog

Vielleicht gibt es auch schon solche Projekte? Lasst es uns wissen!

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