Datentausch im Netz: Dropbox

Für Hausarbeiten oder Projekte, die ich an der FH mit verschiedenen KommilitonInnen gemacht habe, hatten wir oft das Problem, dass jeder im Netz nach interessanten Dokumenten, Bilder oder auch mal Podcasts gesucht hat und wir dann oft Mühe hatten alle auf dem gleichen Stand zu halten. Klar wurde viel per E-Mail gemacht, aber irgendwann kann man auch da den Überblick verlieren.

Zuerst haben wir dann mal ein Blick auf Google Docs geworfen, da man dort auch Dateien hochladen kann und diese mit anderen Nutzern teilen kann. Zwar konnten wir alle am selben Dokument schreiben oder auf Dateien zugreifen, aber dazu musste man sich bei Google einloggen und mit der „eingeschränkten Oberfläche“ von Google Docs arbeiten. Irgendwie wann das auch Umständlich – auch wenn ich Google Docs wirklich praktisch finde.

Vor kurzem bin ich dann auf die Dropbox gestoßen, und nutze das nun seit 2-3 Wochen mit Begeisterung Bei Dropbox handelt es sich um eine virtuelle Festplatte, deren Inhalt auch mit anderen Nutzern geteilt werden kann.

Das funktioniert wirklich ganz einfach. Einziger Nachteil, man muss sich natürlich registrieren und hat wieder ein Passwort mehr, was man sich merken muss.

Einfach auf dropbox.com und das Programm für das passende Betriebsystem (Windows, Linux oder Mac OSX) herunterladen und installieren. Bei der installation wird man dazu aufgefordert einen neuen Account anzulegen, wenn man noch keinen hat. Ist das erledigt, wird standardmäßig ein Ordner mit dem Namen „My Dropbox“ in „Eigene Dateien“ angelegt. Schon hat man sein eigenes kleines virtuelles Laufwerk mit einer große von 2GB. Wer mehr Speicherplatz möchte, muss natürlich mehr bezahlen. Man kann aber auch Speicherplatz bekommen in dem man Neukunden wirbt. Für jeden neuen Nutzer bekommt man 250MB. Wer fleissig ist, schafft es somit auf 8GB kostenlosen Speicherplatz.

Innerhalb der der Dropbox kann man nun beliebig viele Ordner anlegen und diese mit Personen teilen. Ein kleines Symbol im Systemtray (Windows) oder dem Panel (Gnome, Linux) gibt Veränderungen innerhalb des Ordners bekannt. So weiss man immer, wenn jemand eine neue Datei hinzugefügt oder geändert hat.

Besonders praktisch ist die Dropbox für Personen, die über mehrere Computer verfügen. Dazu muss nur auf allen PCs oder Laptops eine Dropbox eingerichtet sein, schon erspart man sich den Datentransport per USB-Stick. Die Dropbox aktualsiert sich ständig selbst, so sind  die Daten sind auf jedem PC immer synchron.

Es besteht auch die Möglichkeit die Daten vor dem Übertragen auf die Dropbox zu verschlüsseln oder einen ganzen Ordner mit dem Programm seiner Wahl zu verschlüsseln.

Zusätzlich hat man auch eine kleine Fotogalerie dabei. Der Ordner „Photos“ ist so eingerichtet, dass die Fotos als Galerie anzeigt werden, wenn ich diesen freigebe.

Ein paar Wehrmutstropfen hat die Sache leider auch. Ich finde es ziemlich nervig, dass ich die Ordner nur per Browser freigeben und teilen kann. Denn sobald ich auf  „Diesen Ordner teile“ klicke, öffnet sich der Browser und ich kann die Einstellungen dann auf dropbox.com vornehmen.

Die Software ist bisher nur in englischer Sprache verfügbar.

Und beim kostenlosen Account, behält sich der Anbieter vor meine Daten zu löschen, wenn ich meinen Account 90 Tage lang nicht nutze oder aus sonst irgendeinem Grund:

Dropbox allows you to store up to 2 GB free of charge. Dropbox reserves the right to terminate Free Accounts at any time, with or without notice. Without limiting the generality of the foregoing, if a Free Account is inactive for ninety (90) days, then Dropbox may delete any or all of Your Files without providing additional notice.

Aber die Daten bleiben zum Glück auf meinem PC im Ordner „My Dropbox“ erhalten.

Ob jemand die Dropbox nutzt oder nicht, muss natürlich jeder für sich entscheiden. Viel Spass beim Ausprobieren

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