Die Mikrospende

Ich bin ja schwer Begeistert von der Idee der Mikrospenden. Entwickelt hat das ein Kommilitone, der über seine Idee regelmäßig im Tagebuch eines Mikrospenders unter dem Namen Marc Connor bloggt.

Aber zuerst die wichtigste Frage: Was sind Mikrospenden? Laut Definition von Marc handelt es sich dabei um

„eine Spende zwischen 0,01€ und 0,99€, die mittels eines automatisierten Verfahrens zur Förderung gemeinnütziger Organisationen gesammelt wird“

Das klingt doch ganz einfach. Der Theorie nach ist das Verfahren in 3 Schritten erledigt:

Schritt 1:
Bitte lassen Sie ihren Computer bzw. ihr Rechenzentrum regelmäßig und automatisch, 4 Mal im Monat, meinen Kontostand bei Ihnen prüfen.

Schritt 2:
Bitte registrieren Sie an diesen 4 Stichtagen regelmäßig und automatisch den vorhandenen Cent-Betrag (0,00€-0,99€) auf meinem Konto.

Schritt 3:
Bitte buchen Sie den Cent-Betrag als „Mikrospende“ auf ein Sammelkonto, das ich ggf. demnächst bei Ihnen eröffnen werde.

Das klingt nun natürlich nach wenig Geld. Maximal kommen 3,96 Euro im Monat zusammen, und 47,52 Euro im Jahr.
Dieses Verfahren ist aber für ein Masse an Personen ausgelegt. Bei 100 Personen sind es immerhin schon maximal 4752,00 Euro im Jahr. Je mehr Personen mikrospenden, desto höher die Summe. Es müssen also viele Leute von der Sache überzeugt sein und Lust haben mitzumachen, was sicher ein Knackpunkt ist. Aber wenn das erstmal eingerichtet ist, laufen die Spenden ja im Hintergrund und die paar Cent fallen sicher auch nicht so in’s Gewicht.

Und wofür das Ganze? Das Einzige was Marc möchte, ist den Jugendtreff, in dem er tätig ist, durch Mikrospenden zu unterstützen / finanzieren. Okay, es ist viel. Vielleicht zu viel? Jedenfalls macht es Spass seinen „Kampf“ im Blog zu verfolgen.

Seit ich von diesem Begriff und dem Verfahren dahinter zum ersten Mal gehört habe, geistert in meinem Kopf das Wort „Bürgerstiftung“.

So wäre es doch eine prima Sache, wenn durch Mikrospenden eine Stadt ihre gemeinnützigen Institutionen etwas unterstützen könnte. Oder auch kleinere Anschaffungen oder Reparaturen tätigen könnte. Für mich als Spender ist es natürlich schön, wenn ich direkt sehe, was aus meiner Spende wurde. Mikrospenden sind also für regionale Projekte eine tolle Geschich

Wie das Geld verwendet wird, könnte in einem schönen demokratischen Prozess beschlossen werden. Ja, auch mit Hilfe des Internet! 🙂 Das wäre für die Stadt ich meinen Augen ein riesen Gewinn. Nicht nur weil Geld zur Verfügung steht, sondern auch weil jeder Mirkospender seinen Teil dazu beiträgt und das Stadtbild durch die Bürger geprägt wird.

Und wie werde ich nun Mikrospender? Tja, da hilft im Moment nur eine Anfrage bei der Bank. Vielleicht richten die ja solch ein Verfahren ein? Falls ja, Marc bittet sicherlich um einen Hinweis 🙂

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