Facebook und der Datenschutz

Facebook plant erneut eine Datenschutzänderung. Es ist ja schon schlimm genug, dass die eingegeben Daten standardmäßig auf „Offen“ eingestellt sind. Das heisst, bei meiner Anmeldung sind meine eingegeben Daten erstmal für alle ersichtlich. Nicht nur die Nutzer des Netzwerks, auch Suchmaschinen können mein Profil sehen. Letzteres finde ich persönlich ganz furchtbar. Bei GMX kann ich sogar gleich mein Facebook-Profil in der Mail mitschicken.

Facebook hat ohnehin schon eine riesen Sammlung von Daten und verknüpft diese geschickt. Interessante Artikel hierfür finden sich auf zeit.de und heise.de

Nun möchte Facebook also noch mehr Daten freigeben. Externe Dienstleister sollen noch einfacher auf die Daten zugreifen können. Dabei soll es sich um Unternehmen handeln, die eng mit Facebook zusammenarbeiten. Naja, wer soll das sein? Was machen die mit meinem Profil? Welche Daten sehen sie?

Die neue Datenschutzrichtlinie ist bei Facebook nachzulesen. Ohne Online-Zeitungen hätte ich aber davon nichts mitbekommen. Dazu müssen die Nutzer wohl der Seite Facebook Site Governance beitreten, um überhaupt irgendwas mitzuebkommen. Es ist ja wirklich eine nette Idee von Facebook, dass die Nutzer ihre Kommentare zur neuen Richtlinie abgeben können. Aber 1,4 Millionen Mitglieder bei Facebook Site Governance sind leider nichts im Gegensatz zu den knapp 400 Millionen Nutzern von Facebook.

Bei der letzten Änderung gab es für alle Nutzer einen Brief vom Chef. Allerdings nach den Änderungen. Das sollte dieses Mal vorher geschehen. Aber vielleicht hat das Netzwerk dann plötzlich nur noch 200 Millionen Mitgleider?

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