Freedroidz – glückliche Roboter an die Schulen!

Dieser Artikel kommt sehr spät, erscheint aber dennoch, um dieses tolles Projekt vorzustellen 🙂

Am 27.7.2010 habe ich das Schulfest des Heinrich-von-Zügel-Gymnasiums in Murrhardt besucht. Der Grund dafür war ein Workshop der dort stattgefunden hatte. Der Hinweis dafür kam von Matthias Kirschner, der sich für freie Software engagiert. Der Workshop wurde von tarent in zusammenarbeit mit der dort lehrenden Physik- und Mathelehrerin initiiert und veranstaltet.

tarent ist ein Softwareunternehmen, dass maßgeschneiderte Softwarelösungen entwickelt und dabei wo immer auch möglich freie Software benutzt.

Der erste Eindruck am Stand war sehr positiv. Mehrere Roboter fuhren in der Gegend herum und reagierten auf Hindernisse und Markierungen am Boden. Die Fortbewegungsmethoden und die Sensorik war bei allen Modellen auf unterschiedlichste Weise arrangiert. Dort standen mir Steffi (hat Informatik studiert) und Joscha (ist in der Ausbildung zu Systeminformatiker) Rede und Antwort. Sie erzählten mir, dass dieses Projekt ursprünglich zu Demonstrationszwecken auf Messen entstanden ist. Da aber das Ursprungsprogramm LojOS nur eine umständliche Bedienung ermöglichte entwickelten sie das Frontend freedroidz. Damit war die Schwelle um Programme für die Mindstorms zu schreiben schon viel geringer. Auf den Chemmnistzer Linuxtagen entstand dann der Kontakt zum Heinrich-von-Zügel-Gymnasiums.

Der Workshop dauerte 3 Schultagen und beinhaltete die Vermittlung von Grundkenntnissen im Programmieren mit Java. Hinzu kommt die Konzipierung einer funktionierenden Mechanik in Abstimmung mit der Sensorik. Die Schüler waren 7. bis 11. Klässler die sich bewusst für dieses Projekt entschieden hatten. Es war wirklich erstaunlich welche Produkte die Schüler innerhalb von 3 Tagen geschaffen hatten.
Die beiden können sich vorstellen, dass es weitere solcher Projekte in Zukunft geben wird. tarent bietet die Workshops völlig unentgeltlich an, der Wunsch ist aber, dass sich das Projekt freedroidz irgendwann selbständig macht.

Für die Schüler ist der Nutzen enorm. freedroidz ermöglicht den Schülern programmieren zunächst spielerisch zu erfahren und soll das Interesse daran wecken oder steigern. Auch bei der Berufswahl kann solch ein Projekt den Schülern helfen. Sie erzählten mir noch von einem Mädchen, dass bei einem Workshop dabei war und durch die gewonnenen Erfahrungen bestärkt war sich um ein Pratikum bei der tarent GmbH zu bewerben.

Die Roboter habe mein Interesse auf jeden Fall geweckt! Ich bin gespannt wie es in dieser Richtung weiter geht.

Links: freedroidz-Wiki, Interview mit Joscha Häring