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Ein Medientag – Eine sozialpädagogische Betrachtung eines Novembertags

MediensprechstundeMedienkompetenz ist in aller Munde, so denkt man. Oder ich denke das! Auch denke ich, besonders wenn ich mich für eine weitere Vorlesung vorbereite, Sozialpädagogen, LehrerInnen oder allgemein Fachkräfte in diesem Bereich sollten verschiedene Prinzipien pädagogischen Handelns verinnerlicht haben.

 

Perspektive 1:

Gestern war in einer Ravensburger Schule Medientag. Klasse mag man so denken. Medienberichte über Cybermobbing etc. nehmen ja irgendwie kein Ende und Betrügereien gibts im Internet ja auch. Da ist es Klasse wenn ein ganzer Tag für dieses Thema genutzt wird. Akteure sind wie immer die ganze Lehrerschaft, die sind ja eh omnipotent und können von Kochen bis Firmen gründen und Medienkompetenz eh alles. Dazu haben sie Motivation und Energie für die zusätzlichen Tätigkeiten für die sie nie ausgebildet wurden. Dann macht der Medientag halt die Polizei und die Sparkasse. Wer braucht schon Medienpädagogen… tzzz. Besonders woher nehmen, so einen Medienpädagogen?

Man könnte auf die beiden regionalen Hochschulen zurückgreifen die für Lehrerbildung, Medienpädagogik und Sozialwesen international bekannt sind. Aber he… die Polizei und die Sparkasse, die rocken das bestimmt besser. Kost ja auch nix. Ist ja eh oberstes Ziel eines Rektors das alles kostenlos sein sollte. Man muss ja nicht mich fragen, der mittlerweile sechs Medienprojekte und eine Medien AG mit dieser Schule gemacht hat. Aber seis drum. Schauen wir uns das eigentlich Gravierende an dieser Situation mal genauer an.

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MedienSprechStunde ab sofort als Webinar

Wie Du dich in Sachen Medien & Erziehung auf Vordermann bringst!

Smartphones, Internet, Überwachung, Datenklau, NSA, Facebook, WhatsApp… wer blickt da noch durch und was kommt als Nächstes? Wie soll man mit dem Trend des ewig Neuen umgehen? Wie schützt man seine Kinder und sich selbst?

Sie haben viele Infos zu Medienkompetenz und oft sind Dinge widersprüchlich? Sie wollen mal eine andere Sichtweise hören und direkt Fragen stellen?

Die MedienSprechStunde soll einen Beitrag zur Klarheit leisten was Medienkompetenz denn ist, was dies für Familien bedeutet und was jeder Einzelne tun kann um mit der digitalen Evolution angenehm Schritt halten zu können.

 

 

Nach fast 11 Jahren medienpädagogischer Tätigkeiten muss ich sagen es hat sich einiges getan in Deutschland. Nicht so viel wie ich mir erhofft habe aber es wird schon. 🙂

Ich möchte alle interessierten Eltern, Großeltern oder Interessierte zu einem kostengünstigen Webinar einladen.

Wieso ich mich für ein Webinar entschieden habe? Nun es ist so, dass die Resonanz auf meine Vorträge, Workshops usw. immer recht spannend ist. Viele haben andere Erwartungen an meine Inhalte, andere sind neu motiviert worden. Nachdem ich nun viele reale Treffen hatte, möchte ich meine Erfahrung im weiten Feld der Medien und der Menschen in Webinarform weitergeben.

Um einen kostenlosen Vorgschmack zu bekommen wer ich bin, wie ich spreche und was einen bei den Webinaren erwartet, möge sich doch gerne meine SoziFon Folgen anhören. Damit die Katze nicht im Sack gekauft werden muss.

Einen sonnigen Donnerstag und smartes arbeiten für Euch

 

Marc

Mediensprechstunde in Ravensburg

Mediensprechstunde-RSMediensprechstunde-FSMarc Kummer von Media Sozial lädt jeden Mittwoch Vormittag zu einer kostenfreien Mediensprechstunde zu digitalen Themen ein.
Senioren, rüstige Rentner sowie Vorruheständler können in praxisnahen Vorträgen Wissenslücken schließen, in kleiner Runde ihre Fragen stellen und sich anschließend vernetzen. Besuche die Mediensprechstunde von Media Sozial und frag!

Marc Kummer von Media Sozial lädt jeden 1. Dienstag im Monat zu einem kostenfreien virtuellen Fachvortrag zu digitalen, sozialen und Bildungsthemen ein.

Existenzgründer, kleine und mittelständische Unternehmer sowie Angestellte können in praxisnahen Vorträgen Wissenslücken schließen, in kleiner Runde ihre Fragen stellen und sich anschließend vernetzen.

Besuche die virtuelle Mediensprechstunde von Media Sozial und frag!

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Bloggende Bürgermeister

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit, die den schönen Titel „Das Internet muss regionaler werden – Die Bedeutung von Weblogs für Kommunen“ trägt, bin ich über bloggende Bürgermeister gestoßen, die ich verlinken möchte. Dazu habe ich noch eine sehr gute Diplomarbeit gefunden, die ziemlich nah an meinem Thema dran ist und die ich sicher das ein oder andere Mal zitieren werde. Es handelt sich um die Arbeit von Julien Christof mit dem Titel „Weblogs als Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung in Kommunen“. Sie ist aus dem Jahr 2008 und enthält unter anderem Interviews mit bloggenden Bürgermeister. Diese Interviews sind sehr lesenswert und geben so ein paar Einblicke in die Motivationen einen Weblog zu betreiben und auch ein paar Erfahrungsberichte.

Bürgermeister Röthlinghöfers sagt z.B. folgendes zum Thema Dialog mit dem Bürger:

Alle Politiker erzählen immer, sie sind im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern – das ist ja Humbug. Der normale Kommunalpolitiker hat seinen Dialog mit immer denselben 50 Bürgerinnen und Bürgern, denn das sind die, die um einen sitzen bei Veranstaltungen und die, die man permanent trifft. Ab und an trifft man mal einen anderen, der sagt einem dann aber nicht, was er denkt, denn er hat ja meistens ein Anliegen. Also: Wenn wir das mit dem Dialog ernst meinen, brauchen wir Plattformen und wenn wir Plattformen brauchen, dann ist das zurzeit die einzige, die es gibt. Und wenn die Leute Kommentare schreiben und sagen der Röthlingshöfer spinnt, sag ich „wunderbar“! Erklär mir bitte, warum ich spinne. Diesen Einwand verstehe ich über- haupt nicht. Ich löse doch Diskussionen nicht dadurch, dass ich sie nicht führe.

Durch das Internet besteht die Möglichkeit den Dialog etwas zu öffnen und auch mal andere Meinungen zu bekommen. Das setzt natürlich voraus, dass jeder den Blog kennt und jeder natürlich einen Internetanschluss hat. Dennoch finde ich das wirklich eine tolle Sache und würde mich freuen, wenn es mehr bloggende Bürgermeister geben würde. Der muss keine riesen Aufsätze schreiben, aber zumindest mal ein paar Informationen wie es so läuft und was er so zu tun hat. Das weiss ich nämlich nicht.

Leider hat Herr Röthlingshöfers seit 2009 den Blog aus zeitlichen Gründen eingestellt, schade.

Aus Interesse habe ich mal nach weiteren Bürgermeistern und Gemeinden gesucht, die einen Blog betreiben und habe sogar ein paar gefunden. Vielleicht gibt es noch mehr, aber meine Suchmaschine hat nicht mehr ausgespuckt oder ich hab falsch gesucht. Ich habe auch so das Gefühl, dass unsere Nachbarn (.ch und .at) schon etwas weiter sind. Dort habe ich mehr Blogs gefunden, die ich aber mal ignoriere.

Das habe ich bisher gefunden:

Bürgermeister Norbert Ballhaus, Moers
http://blog.moers.de/

 

Bürgermeister Chrstoph Meineke, Wennigsen am Deister
http://www.buergermeisterblog.de/

 

Bürgermeister Matthias Döhla, Konradsreuth
http://matthias-doehla.de/

 

Bürgermeister Frank Dreyer, Weissenstadt
http://www.weissenstadt.de/aktuelles/buergermeisterblog.html

 

Bürgermeister Thorsten Dahl, Schleswig
http://thorsten-dahl.blog.de/

 

Bürgermeister Markus Ackermann, Waldmünchen
http://www.ackermann-markus.de/blog/

 

Bürgermeister Joachim Hofmann-Göttig, Koblenz
http://www.hofmanngoettig.de/

 

Auch wenn die Anzahl der Kommentare in den Blogs noch ziemlich mager ist, können sich die Bürger zumindest mal informieren was so läuft. Mir gefällt das gut.

Falls noch jemand weitere Blogs kennt, freue ich mich über einen Kommentar.

Pro Evolution Soccer

Die Hände werden langsam feucht, verkrampfen etwas. Noch 5 Minuten. Es muss jetzt was passieren! Wäre ich doch nicht so siegessicher angetreten…dann könnte ich jetzt immer noch behaupten, dass ich momentan in einem Formtief bin. Doch ausreden helfen jetzt wirklich nicht mehr. Ich wechsle noch einmal. Das letzte mal. Der Ball geht über die Torauslinie. Mein Team bekommt die Ecke. Ich wähle den besten Rechtsfuß auf dem Platz. Die Ecke wird ebenfalls von rechts getreten. Ich schneide den Ball ziemlich stark an. Er dreht sich vom Torwart weg an den Kopf des gerade eingewechselten Spielers. Und der hämmert das Ding mit seiner Stirnplatte ins Netz! Toooooooor! Yeehaw!
Ich springe auf, hüpfe aufs Sofa und mache den Ententanz! Ganz wichtig: Den Gegner sehen lassen, wie gut man jubeln kann!
Es steht jetzt 2:1 in der 80. Minute – Das Ding werde ich nach Hause schaukeln…

Die Rede ist von Pro Evolution Soccer.

Computerspielen werden ja viele negative Eigenschaften nachgesagt. Für mich ist es jetzt an der Zeit PES da einmal richtig einzusortieren. Für mich sind Spiele wie Pro Evolution Soccer Gesellschaftsspiele. Natürlich kann man PES auch alleine oder Online spielen, sein wahres Potential entfaltet es aber erst wenn mindesten 2 Spieler vor einem Fernseher/Monitor sitzen und sich hautnah duellieren bzw. so gut harmonieren, dass wenn sie gemeinsam ein Team spielen, es wie aus einem Guss wirkt. Das ist also das Ziel. Entweder harte Matches gegeneinander führen oder zu zweit das schöne Spiel (port.: Joga Bonito) suchen. Argumente wie gewaltverherrlichende Darstellung u.ä. können bei diesem Spiel natürlich getrost vergessen werden. Ein weiteres Argument, das man oft von Eltern hört ist, dass sich die Kinder/Jugendliche nur noch ausschließlich mit dem PC/der Konsole beschäftigen sobald diese/r im Haus ist. Es ist doch aber bei Computerspielen so wie bei fast allem im Leben – die Dosis macht das Gift! Pro Evolution Soccer findet ich deshalb super! Ich kann in der Mittagspause ein schnelles Spiel spielen oder mich Abends ausführlich in der Meister Liga den Managerfunktionen widmen. Die Spieldauer ist einstellbar (5 min – 30 min) und der Schwierigkeitsgrad ist in sechs Stufen unterteilt. Der Spieler hat also eine gute Kontrolle darüber wie lange er spielen will. Funktioniert das nicht können Eltern hier unterstützend zur Seite stehen. Ich glaube ohnehin nicht, dass Horrorshooter und ähnliches den meisten Spieler wirklich freude bereiten. Der provozierende Charakter dieser Spiele (wie z.B. Dead Space) wird für die jüngeren Spieler (mit jünger meine ich bis 18 Jahre) wesentlich interessanter sein, zumal die Werbung oftmals mit dieser eigentlich abschreckenden Wirkung mehr als koketiert. Natürlich ist nicht jeder ein Fussball-Fan, allen anderen kann ich Pro Evolution Soccer nur empfehlen. Im Vergleich zu FIFA (von Electronic Arts) versucht PES eine echte Fussball-Simulation zu sein. Die Eingewöhnungszeit dauert zwar etwas länger, jedoch fühlen sich Taktiken und Spielzüge echter an. Zudem sieht PES einfach besser aus. Die meisten Spieler sind von weitem an Aussehen und Spielstil zu erkennen.
Der neueste Teil der Serie Pro Evolution Soccer 2011 ist mittlerweile für ca. 20 € erhältlich. Das Spiel wird in unregelmäßigen Abständen mit kostenlosen zusätzlich herunterladbaren Inhalten unterfüttert.

Video „My Place Isny“

Am Freitag, den 25.März 2011 feierte der Film My Place Isny seine Premiere. Leider konnte ich nicht vor Ort sein, um mir den Film anzuschauen.

Ich möchte aber dennoch auf dieses tolle Videoprojekt hinweisen, welches von der Mobilen Jugendarbeit in Isny initiiert, durch den Kreisjugendring Ravensburg unterstützt und von der Medienmeistermerei durchgeführt wurde.

Der Film zeigt verschiedene Jugendkulturen, die in Isny zuhause sind. Ich möchte aber nicht auf den Inhalt des Films eingehen, sondern auf die – wie ich finde – sehr tolle Öffentlichkeitsarbeit im Web. Die möchte ich kurz als Anregung vorstellen.

Eigens für den Film wurde eine Homepage erstellt, die das wichtigste Zusammenfasst und alle Akteure vorstellt. Auf der Seite wurde jede Woche ein Video-Podcast veröffentlicht, der die einzelnen Jugendgruppen kurz vorstellt. Damit wurde ein kleiner Spannungsbogen aufgebaut, was ich sehr cool finde.

Neben der Homepage gab es noch eine Facebook-Seite, auf der ebenfalls die Podcasts veröffentlicht wurden. Daneben wurde die Facebook-Seite genutzt, um Feedback zum Film zu erhalten und kleine Diskussionen anzustoßen. Ausserdem haben dort die Jugendlichen auch über die ein oder andere Szene diskutiert.

Auch wenn das nun vielleicht für den ein oder anderen nichts besonderes ist, finde ich die Aufmachung für My Place Isny durchaus für kleinere Projekte in der Jugendarbeit dennoch für Nachahmungswert. Statt der Homepage tut es sicherlich ein gehosteter Blog.

Vielleicht findet der ganze Film ja noch seinen Weg in’s Netz.

Viel Spass beim Durchklicken!

E-Mail-Verteiler als Dienstleistungszentrale

Diese Idee hatte ich schon ein paar Leuten vorgestellt, aber die Resonanz war jetzt nicht so prickelnd. Ich find das aber eigentlich eine gute Sache, die aber sicher noch ausbaufähig ist. Vielleicht interessiert sich ja das Internet dafür 🙂

Dieses Semester war ich auf 2 Zukunftswerkstätten zum Thema „Fitt im Alter“, bei denen es darum ging, zu schauen, wie die Bürger in Zukunft in ihrer Gemeinde leben wollen und können. Bei beiden Terminen saß ich an dem Tisch zum Thema Mobilität. Beides Mal
ging es um das selbe Problem: ohne Auto sind die Bürger meist ziemlich hilflos. Die Busverbindungen sind teilweise auch unbefridiegend. Geklagt wurde, dass es schon eine halbe Weltreise sei, wenn man nur einkaufen wollte. Aber auch Arztbesuche beanspruchen wegen der unzureichenden Busverbindungen eine menge Zeit. Natürlich seien die Kinder oder Enkel zwar noch da, aber man wolle diese ja auch nicht immer Fragen.

Natürlich gab es auch Lösungsvorschläge wie zum Beispiel ein Bürgerbus oder die Anpassung der Busverbindungen. Am besten gefiel mir aber ein Satz: „Wir müssten einfach mehr miteinander reden, wir kennen uns doch alle.“ Absolut richtig. Eigentlich kennen sich die Menschen dort ja, und eigentlich könnte man ja bescheid geben, wenn ein Einkauf bzw. eine Fahrt getätigt wird.

Da musste ich an die Mitfahrgelegenheit denken, die mir schon oft eine günstige Fahrt gebracht hat. Kurz ins Internet, Ziel eingegeben und dann telefonieren oder eine Mail schreiben. Das Prinzip ist doch großartig und man lernt immer wieder neue Leute kennen. Aber nicht jeder an einen Internetanschluss, oder will sich dafür irgendwo anmelden.

Für eine kleine Gemeinde wäre eine Mitfahrgelegenheit in Form eines einfachen E-Mail-Verteilers eine großartige Sache.
Und für Menschen, die kein Internet haben gibt es dann eine Telefonzentrale, die jeden Monat wechselt und über alles bescheid weiss.

Warum ein E-Mail-Verteiler? Das ergibt sich aus dem Nutzungsverhalten der Personen. Laut ARD/ZDF Onlinestudie werden E-Mails eigentlich von allen Altersgruppen genutzt. Die Studie zur digitalen Gesellschaft sagt, dass die Gelegenheitsnutzer ebenfalls E-Mails nutzen.

Ich stell mir das so vor:
Die Gemeinde Zwergnau möchtet die Idee als Pilotprojekt ausprobieren. Es wird ein E-Mail-Verteiler eingerichtet. Die Adresse lautet „verteiler@gemeinde-zwergnau.de“. Alle, die mitmachen wollen, müssen sich bei dem Verantwortlichen kurz vorstellen und ihre E-Mail-Adresse plus ihren Namen abgeben. Schließlich soll da ja nicht jeder mitmachen, sondern nur Bürger aus der Gemeinde und die Bürger müssen der E-Mail-Adresse zugeordnet werden können. Zunächst ist der Verteiler nur für Fahrten gedacht.

Bevor der Service starte kann, sind natürlich ein paar Informationsabende und Artikel im Gemeindeblatt notwendig. Bei den Informationsabenden wird dann das Prinzip erklärt.

Jeder, der wohhin fährt oder eine Mitfahrgelegenheit sucht, schreibt eine E-Mail an verteiler@gemeinde-zwergnau.de. Damit kein Chaos entsteht gibt es verschiedene Betreffszeilen:

[Gesuch_MFG] = Ich suche eine Mitfahrgelegenheit
[Biete_MFG] = Ich biete eine Mitfahrgelegenheit

Die E-Mail bekommen dann alle, die in diesem Verteiler angemeldet sind und können darauf antworten oder auch nicht.

Nach einer Woche haben sich 10 Leute für diesen Service angemeldet. Damit auch Personen ohne Internetzugang mitmachen können, hat sich Hubert K. bereiterklärt im ersten Monat die Telefonzentrale zu sein.

Um das weiter zu bewerben, wird im Gemeindeblatt ein Artikel veröffentlicht:

Neuer Service für Sie: Dienstleistungszentrale
Sie suchen eine Mitfahrgelegeneit zum Arzt oder fahren die Tage einkaufen?
Geben Sie uns bescheid: verteiler@gemeinde-zwergnau.de
Ohne Internet können Sie auch Hubert K. anrufen.
Hubert K. ist für sie unter der 01234-56789 von 17:00 – 19:00 Uhr erreichbar

Sollte der Verteiler angenommen werden, kann er natürlich um verschiedene Dienstleistungen erweitert werden. Zum Beispiel einfache Hilfen im Haushalt oder Garten. Ich kann mir das auch wunderbar in der Stadtteilarbeit vorstellen.

Ich gebe aber zu, dass es wohl eher in einer kleineren Gemeinde gut funktioniert. Je nach Teilnehmerzahl kann das auch unübersichtlich werden.

Meinungen dazu gerne in den Kommentaren.

27c3 – Vorträge für Normalsterbliche

Vom 27.12.10 bis 30.12.10 fand der 27. Chaos Communication Congress des Chaos Computer Clubs (kurz 27C3) statt. Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um das wohl größte Hackertreffen Europas. In den 4 Tagen finden von morgens bis abends Vorträge und Workshops statt, die sich mit der digitalen Welt beschäftigen. Ein großteil beschäftigt sich natürlich mit sehr technischen Themen, die ein normalsterblicher wohl nicht versteht, zumal viele Vorträge auch auf englisch gehalten werden.

Aber es gab auch Themen, die für uns normalsterbliche einigermaßen verständlich und interessant sind. Das schöne an diesem Congress ist, dass alle Vorträge ein paar Tage danach heruntergeladen werden können. In der hauseigenen Mediathek des Chaos Computer Clubs können die Vorträge auch direkt angeschaut werden. Da noch nicht alle Vorträge online sind, kann ich auch nicht alle verlinken. Sobald alle online sind, werde ich den Artikel aktualisieren. Videos wurden verlinkt! Es fehlen nur noch 2-3.

CCC Jahresrückblick 2010

Wir berichten über vergangene Veranstaltungen, Erfa-Aktivitäten, Demonstrationen, Hacks, Medienkontakte, Gerichtsverhandlungen, Lobbyarbeit sowie weiteres Erfreuliches und Ärgerliches des Jahres 2010 keinesfalls objektiv, sondern mit der gewohnten Hackerperspektive.[1. 27C3 Fahrplan – CCC Jahresrückblick 2010]

Link zum Vortrag: hier

Security Nightmares

Was hat sich im letzten Jahr im Bereich IT-Sicherheit getan? Welche neuen Entwicklungen haben sich ergeben? Welche neuen Buzzwords und Trends waren zu sehen?

Wie immer wagen wir den Ausblick auf das Jahr 2011 und darüber hinaus, denn was wir wirklich wissen wollen, ist ja schließlich: Was kommt in Zukunft auf uns zu? Wir werden außerdem frühere Voraussagen hinsichtlich des Eintreffens unserer Weissagungen prüfen.[2. 27C3 Fahrplan – Security Nightmares]

Link zum Vortrag: klick

Digitale Spaltung per Gesetz
Das Internet und geschaffene soziale Ungleichheit im Alltag von Erwerbslosen

Hartz IV-Empfangende brauchen keine internetfähigen Computer, weil sie Fernseher haben. Dieser Ansicht sind deutsche Sozialgerichte und forcieren damit eine digitale Spaltung per Gesetz. Im Zeitalter der digitalen Informations- und Kommunikationsgesellschaft mutet dieser Umstand absurd an, aber eine breite öffentlichkeitswirksame Debatte steht bisher aus.[3. 27C3 Fahrplan – Digitale Spaltung per Gesetz]

Link zum Vortrag: klick

Eins, zwei, drei – alle sind dabei
Von der Volkszählung zum Bundesmelderegister

Neben einer kurzen Einführung in die Problematik des Zensus 2011, soll es in dem Vortrag auch über die CCC Stellungnahmen für mehrere Landetage gehen. Weiterhin geht es auch um die mittlerweile abgewiesene Verfassungsbeschwerde des AK Zensus sowie weitere Möglichkeiten „was zu machen“. [4. 27C3 – Eins, zwei, drei – alle sind dabei]

Link zum Vortrag: hier

Fnord-Jahresrückblick 2010
von Atomausstieg bis Zwangsintegration

Auch dieses Jahr werden wir uns wieder bemühen, Euch mit einem Rückblick auf die Fnords des Jahres zu unterhalten.

Im Format einer lockeren Abendshow werden wir die Highlights des Jahres präsentieren, die Meldungen zwischen den Meldungen, die subtilen Sensationen hinter den Schlagzeilen. Kommen Sie, hören Sie, sehen Sie! Lassen Sie sich mitreißen! [5. 27C3 – Fnord-Jahresrückblick 2010]

Link zum Vortrag: hier

Friede sei mit Euren Daten
Ein datenschutzrechtlicher Ausflug in ein kirchliches Parelleluniversum

Bundesdeutscher und kirchlicher Datenschutz führen eine Parallelexistenz. Während das Bundesdatenschutzgesetz von der Öffentlichkeit wahrgenommen und kritisch begleitet wird, ist den Wenigsten überhaupt klar, dass es auch einen vom BDSG losgelösten Datenschutz innerhalb der Kirchen gibt, der sich in einigen wichtigen Punkten vom staatlichen unterscheidet. Dieser Vortrag soll das Bewusstsein für ein Recht wecken, von dem sechzig Prozent der Deutschen betroffen sind – oft ohne es zu wissen. Praxisbeispiele und Tipps inbegriffen.[6. 27C3 – Friede sei mit Euren Daten]

Link zum Vortrag: hier

How the Internet sees you
demonstrating what activities most ISPs see you doing on the Internet

On the Internet one tends to think that one is pretty much safe from poking eyes. Taps in most countries can only be established after a judge has issued a warrant, thus upto such a tap is succesfully deployed one might think one is pretty much in the clear.

Most ISPs though actually employ a toolset comprising one of various NetFlow, IPFIX or sFlow protocols to do trend monitoring, billing and of course, the ability to try and establish which connections a certain IP address is making.

During the CCC conference we will monitor the CCC network with NetFlow, collecting and directly anonimizing this information on IP basis. We will map a couple of well-known websites/trackers to a private IP range and preserving these mappings, while anonimizing the rest of the IP addresses, thus your anonimity is safe and please be yourself while using the network. Flow data will not be stored, thus we won’t be able to go back and re-analyze the information.[7. 27C3 Fahrplan – How the Internet sees you]

Link zum Vortrag: kommt noch

Ich sehe nicht, dass wir nicht zustimmen werden
Die Sprache des politischen Verrats und seiner Rechtfertigung

Der Vortrag zeigt auf, wie sich Politiker rechtfertigen, wenn sie gegen ihre Argumentation und die Überzeugungen entscheiden oder handeln, für die sie stehen. Es ergibt sich dabei eine extreme Zwangslage, denn es ist oft nicht so einfach möglich, die zuvor vorgebrachten Argumente aufzugeben. Also muss auf Leerformeln, Nebelkerzen, Scheinargumente und spezielle grammatische Mittel zurückgegriffen werden, die die Regresspflicht mindern (Konjunktive, doppelte Verneinungen, Modalpartikeln usw.); dabei sind Kunstgriffe nötig, die über die inzwischen hinlänglich bekannte Leyen-Rhetorik hinausgehen.[8. 27C3 Fahrplan – Ich sehe nicht, dass wir nicht zustimmen werden]

Link zum Vortrag: hier

Netzmedienrecht, Lobbyismus und Korruption
Wie wirkt die Lobby von Medienkonzernen?

Die Mediennutzung, aber auch ihre Verwaltung und Vergütung, also ihr Management, müssen an eine digitale Netzwelt angepasst werden. Wie ist der Stand der juristischen Auseinandersetzung um die Rechte von Urhebern, Verwertern und Nutzern von Medieninhalten? Wie und wo setzen sich starke Wirtschaftsinteressen mit Lobbygruppen durch? [9. 27C3 Fahrplan – Netzmedienrecht, Lobbyismus und Korruption]

Link zum Vortrag: hier

Von Zensursula über Censilia hin zum Kindernet
Jahresrückblick rund um Internet-Sperren, Sendezeitbegrenzungen im Internet und vermeintlichen Jugendschutz

Nach Zensursula kam Censilia und das Kindernet: 2010 brachte nach den hitzigen Diskussionen um Internet-Sperren und das Zugangserschwerungsgesetz einige neue Entwicklungen – und die Rundfunkkommission der Länder wollte mal wieder den Jugendschutz im Internet angehen.

Der Vortrag lässt die Themen noch einmal Revue passieren und bringt einen Ausblick, was uns in den nächsten Monaten eventuell noch blüht.[10. 27C3 Fahrplan – Von Zensursula über Censilia hin zum Kindernet]

Link zum Vortrag: hier

Whistleblowing
Licht ins Dunkel!

Whistleblowing als universelles Konzept für mehr Transparenz – oder: über die Rückeroberung der Dunkelräume in Wirtschaft und Politik auch jenseits von Wikileaks.

Die Präsentation von Wikileaks war einer der Höhepunkte der 26C3. Durch Wikileaks haben viele Hacker erstmals von Whistleblowing erfahren. Allerdings verkürzen einige Whistleblowing auch auf die anonyme Veröffentlichung brisanter Dokumente im Netz. Dem wollen Guido Strack und Johannes Ludwig vom Whistleblower-Netzwerk Deutschland mit ihrem Vortrag und einer begleitenden Ausstellung entgegenwirken.[11. 27C3 Fahrplan – Whistleblowing]

Link zum Vortrag: hier

Wikileaks und mehr
Eine Whistleblowerperspektive auf Leaking-Plattformen

Als kurzfristiger Ersatz für eine ausgefallenen Vortrag wurde die Entwicklung von Wikileaks kurz nachgezeichnet, bis hin zu den derzeit entstehenden weiteren Leaking-Plattformen. Im Mittelpunkt stand die Frage welchen Nutzen Wikileaks & Co. für Whistleblower bieten, welche Voraussetzungen für ihre anonyme Nutzung bestehen und wie die Entwicklung weitergehen wird.[12. 27C3 Fahrplan – Wikileaks und mehr]

Link zum Vortrag: hier

A Critical Overview of 10 years of Privacy Enhancing Technologies

The objective of the session is to provide a critical overview of „privacy research“ within computer science. The mechanisms proposed in the last ten year include mechanisms for anonymous communications, censorship resistance, selective disclosure credentials (and their integration in identity management systems), as well as privacy in databases. All of these system are meant to shield the user from different aspects of on-line surveillance either through allowing a user to keep some of her data „confidential“ or by allowing her to assert „control“ over her data. We will illustrate using concrete examples, why some paradigms came to dominate the field, their advantages, but also their blind spots, and unfulfilled promises given the conditions of our surveillance societies.[13. 27C3 Fahrplan – A Critical Overview of 10 years of Privacy Enhancing Technologies]

Link zum Vortrag: hier

Das sind natürlich mega viel Vorträge, die auch jede Menge Zeit beanspruchen. Aber das ist wirklich sinnvoll investierte Zeit. (Behaupte ich mal, aufgrund der Vorträge der letzten Jahre.)

Viel Spass beim Anschauen!

Tipps zum Anschauen und Hören

Die letzten Tage sind mir einige Serien, Filme, Hörspiele und Podcasts durch den Browser gehüpft auf die ich gerne verweisen möchte. Alles habe ich selbst noch nicht anschauen können, was aber „zwischen den Jahren“ hoffentlich nachgeholt wird. Thematisch bewegen sich die folgenden Tipps im Feld der digitalen Gesellschaft. Dafür habe ich irgendwie ein faible entwickelt.

Alpha 0.7 – Der Feind in Dir

Hierbei handelt es sich um eine Serie, die mit einem Hörspiel eingeleitet wird. Den Anschluss bildet eine 6-teilige TV-Serie, die dann wieder mit einer Hörspiel-Reihe abschließt. Das Konzept gefällt mir schonmal sehr gut. Bisher habe ich nur den Prolog zu Alpha 0.7 gehört, der mich aber auf den Rest neugierig gemacht hat.

Im Kern geht es um Deutschland im Jahr 2017. Es gibt zwar keine fliegenden Autos, dennoch hat die Technologie einen enormen Einfluss auf das Leben der Menscheit genommen. Alles, was heute im Jahr 2010 diskutiert wurde und wird, ist 2017 längst Alltag: Nacktscanner, Kameras an jeder Ecke oder die Vorratsdatenspeicherung. Als nächstes möchte die Bundesregierung sogennante Brainscanner einführen, mit denen Gewalttäter anhand ihrer Hirnstruktur erkannt werden sollen. Denen soll dann zum Beispiel bei Konzerten kein Einlass gewährt werden. Und bei diesem Entscheidungsprozess beginnt Alpha 0.7.

Auf www.alpha07.de gibt es alle Episoden der TV-Serie, der Hörspiele sowie weitere Hintergrundinformationen.

Alexander Lehmann zum elektronischen Personalausweis

Alexander Lehmann macht immer wieder kleine Filmchen zu neuen Ideen der Bundesregierung oder auch zu technologischen Entwicklungen. So auch über den elektronischen Personalausweis. Auch wenn der Film arg übertreibt, finde ich ihn durchaus sehenswert. Lehmann möchte mit seinen Filmen einfach zum Nachdenken anregen. Ich finde dazu gehört auch eine ordentliche Portion Polemik.

Das Video gibt es bei Youtube.

Hörspiel: Kennst du schon Ken?

Das Hörspiel geht auf das Freundesammeln in Sozialen Netzwerken ein. Es geht um Ken, den zwar niemand kennt, aber jeder als Freund haben möchte. Der Haken ist aber, dass Ken nur Freundschaftsanfragen beantwortet, wenn man 300 gemeinsame Freunde mit ihm hat. Und so sammeln die Benutzer der Community MyBook fleißig Freunde, dass sie mit Ken befreundet sein können. Und der ganze Aufwand, obwohl noch nie jemand mit Ken ein Vier-Augen-Gespräch hatte.

Das Hörspiel eignet sich sicherlich auch wunderbar als Diskussionsgrundlage zum Thema „Freunde / Freundschaften“ in Sozialen Netzwerken. Auf einer eigens dafür erstellen Internetseite kann das Hörspiel heruntergeladen werden.

Filmportal für sozial Engagierte

Durch den Medienpädagogik Praxis-Blog bin auf ein interessantes Filmportal aufmerksam geworden: http://www.human-pictures.eu

Ziel des Internetauftritts ist es eine Plattform für Filmemache zu schaffen, die ihre Werke einem breiten Publikum vorstellen wollen. Ich selbst habe die Seite bisher nur überflogen, die Filme machen aber einen sehr guten und interessanten Eindruck. Viel besser als meine Zusammenfssung klingt natürlich das original, was ich kurz zitieren möchte:

Wir sind ein Sammelbecken und Kommunikationsforum für alle Menschen, die mit ihren Filmen, Clips und Fotografien humanitäre, soziale, ethische und integrative Inhalte kommunizieren wollen.
Denn es gibt eine weltweite gemeinsame Sprache, bei der das gesprochene und geschriebene Wort gar nicht im Vordergrund steht: Die Sprache des Films und der Bilder.

Wikileaks – Rebellen im Netz

Es wird ja gerade unglaublich viel zu Wikileaks geschrieben und da kommt eine Dokumentationen aus Schweden gerade recht. Noch viel besser ist, dass der ORF die Sendung übersetzt hat und im Rahmen eines Spezials der Sendung „Menschen & Mächte“ ausgetrahlt hat. Erfreulicherweise findet sich die Sendung in der TVThek des ORF zum zeitsouveränen Nachsehen wieder.

Chaosradio #163 -Kulturtechnik Technikkultur

Das Chaosradio des Chaos Computer Club wirft einen Blick zurück auf die Entwicklungen der letzten 15 Jahre:

Die 163. Ausgabe von Chaosradio ist auch eine Jubiläumssendung: vor 15 Jahren im November 1995 ging die erste Ausgabe bei Fritz auf Sendung. Wir wollen dazu ein wenig zurückblicken aber vor allem die Frage aufwerfen, welche Bedeutung die Technikkultur für die Gesellschaft gehabt hat.

Viele Fragen stehen im Raum: Was haben wir durch das Netz gewonnen, was haben wir verloren? Was bringt uns Technik wirklich? Was will man nicht missen? Was ist überflüssig? Welcher Fortschritt zeichnet sich ab? Welche Trends gehen in die falsche Richtung?

Eine wirklich sehr hörenswerte Sendung, die auf chaosradio.ccc.de nachgehört werden kann.

E-Mail-Verschlüsselung: Der digitale Briefumschlag

Es ist ein tolles Video aufgetaucht, das denn Sinn und Zweck der E-Mail Verschlüsselung erklärt. Darauf hin habe ich das bei mir mal ausprobiert. FUnktioniert soweit alles wunderbar. Unter Ubunu war die Einrichtung auch recht simpel, was ich nicht gedacht hätte. Mit dem Tool „Passwörter und Verschlüsselung“ ging das alles recht leicht von der Hand. Allerdings sollte man sich dennoch etwas Zeit dafür einplanen, denn um etwas lektüre kommt man nicht herum. Ich hab mich bei der Wikipedia und GnuPGP.org etwas eingelesen.

Aber zurück zum Video. Das erklärt das Prinzip der Verschlüsselung eigentlich recht gut. Eine „allemannische Übersetzung“ des Videos, die von Netzpolitik.org erstellt wurde, findet sich auf Youtube.

Media Sozial wünscht ein frohes Fest und einen guten Rutsch!

Alles scheisse. Alles blöd.

Ich unterhalte mich gerne mit verschiedenen Leuten über das, was das Internet so alles bereitstellt. Oder ich lausche gerne bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmittel, was andere so über das Netz erzählen. Die Worte „Facebook“, „Blog“ und „Twitter“ fallen wirklich ziemlich oft muss ich sagen. Mein Ohr ist auf die Schlagworte wahrscheinlich schon ziemlich gut sensibilisiert. Aber ja, manches davon nervt mich einfach. Daher möchte ich mal ein paar weniger konstruktive Zeilen ablassen.

Gerade bei Erwachsenen habe ich so das Gefühl, dass sie dem Internet gegenüber eine negative Grundhaltung haben. Soziale Netzwerke sind gefährlich, Google und ganz besonders Streetview ist böse und schlecht. Okay, denke ich mir, wenn etwas darüber in den Nachrichten kommt, dann meistens auch nur Negatives. Dazu gibt es derzeit auch die Sendung Tatort Internet, die sicher auch nicht für ein positives Image wirbt. Oder eine aktuelle Kampagne aus Bayern, Was spielt mein Kind?, die darauf hinweist, dass Computerspielen böse ist. Das Bild mit dem Kind, das da völlig apathisch in einem dunklen Zimmer vor dem Bildschirm sitzt, erzeugt bei mir nur ein Kopfschütteln. Eine Neu-Auflage des Kellerkindes, hurra.

Es gibt auch komische Seiten wie z.B. Nur ein Mausklick bis zum Grauen , die mit dem reisserischen Titel die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Aber wem ist dadurch geholfen, wenn nur das Negative hervorgehoben wird?

Oder Seiten wie kindersindtabu.de, deren Sinn und Zweck ich garnicht verstehe.

Und das geht mir ehrlich gesagt ziemlich auf den Sack. Sind die Möglichkeiten, die das Internet bereithält so offensichtlich, dass es nicht nötig ist sie zu erwähnen? Wieso heissen die Workshops und Vorträge zum Thema Medien / Internet immer „Gefahren und Möglichkeiten“ ? Ja, auch wir haben solche Vorträge. Aber ich würde lieber coole Workshops machen, bei denen das Netz und der Computer die Werkzeuge sind, mit denen gemeinsam etwas erarbeitet wird. Ich bin der Meinung, dass dadurch sowieso viel mehr gelernt wird, als durch die ständige Panikmache und den bösen Zeigefinger. Wenn ich weiss wie etwas funktioniert, kann ich mich auch richtig damit auseinandersetzen. Um zu wissen wie etwas funktioniert, ist es doch am besten, wenn ich es ausprobiere? Die Möglichkeiten sollten inzwischen zuerst genannt werden und dann mögliche Risiken. Vor lauter Gefahren verschwinden die Chancen. Und wenn etwas scheinbar so viele Risiken und Gefahren beinhaltet, wieso soll man sich dann überhaupt damit beschäftigen. Nach dem Motto: „Dann lass ich lieber die Finger davon, dann passiert mir nichts.“ Und am Ende finden alle das Netz blöd, weil es viel zu gefährlich ist.

Statt alles, was mit dem Netz zu tun hat per se zu verteufeln, kann man sich doch versuchen zu informieren. Meiner bescheidenen Meinung nach sind Seite wie klicksafe.deinternet-abc.de oder irights.info (zum Thema Urheberrecht) eigentlich ziemlich gute Anlaufstellen. Und dort gibt es natürlich noch mehr Links.

Das Motto des anstehenden Safer Internet Day: „It’s more than a game, it’s your life“, heisst für mich „Im Internet kann man nicht nur spielen, sondern auch gemeinsam etwas cooles, sinnvolles und natürlich auch sinnfreies erreichen.“