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Genug gegoogelt! Alternative Suchmaschinen

menschen und institutionen, die die datensammelwut von google beklagen (hier im besonderen hinsichtlich der suchmaschine) gibt es mittlerweile ja viele. oftmals halte ich die form der kritik aber nicht für lösungsorientiert genug. in den meisten fällen wird einfach dazu geraten eine andere suchmaschine als google zu benutzen, um dem problem zu entgehen. welche aber eine gute alternative darstellen muss man vermutlich selbst herausfinden.

ich habe also letztendlich nichts anderes gemacht als mir verschiedenste suchmaschinen im netz anzuschauen und mir kurze schlagwörter dazu zu notieren. anspruch auch vollständigkeit besteht nicht, ich kann aber nur empfehlen sich die suchmaschinen zumindest anzuschauen! wer kennt noch mehr gute suchmaschinen?

DUCK DUCK GO
gute integrierbarkeit in firefox und chromium (andere nicht getestet). übersichtliches & schönes erscheinungsbild, zig einstellungsmöglichkeiten, speichert nichts, benutzt eigenen algorithmus, leider (noch) keine deutsche version, region lässt sich einstellen, WOT-Plugin, intelligente funktionen,

SCROOGLE

lässt sich mit etwas geduld gut integrieren, altbackenes/minimalistisches design, zu wenig einstellungsmöglichkeiten, speichert nix, benutzt google-algorithmus, region lässt sich einstellen

IXQUICK
google sehr ähnlich, speichert nichts, verfügt über bildersuche, viele einstellungsmöglichkeiten,

Suchmaschinen für Kinder:

FragFINN
gute integrierbarkeit für internet explorer und firefox, verlinkt nicht auf die Wikipedia, stattdessen auf das Grundschul-Wiki, einfache darstellung,

Blinde Kuh
sehr nützliche einteilung in kategorien, seite wirkt insgesamt aber etwas überladen, lustige beamer funktion,

Hörspiel-Workshop Teil2

Zur Vervollständigung nun der Beitrag zum 2. Teil des Hörspiel-Workshop beim Kreisjugendring Ravensburg. Ich poste den Original-Beitrag einfach auch wieder in diesem Blog. Anregungen und weitere Tipps gerne in die Kommentare. Frohe Ostern wünschen wir Euch! 🙂

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Pro Evolution Soccer

Die Hände werden langsam feucht, verkrampfen etwas. Noch 5 Minuten. Es muss jetzt was passieren! Wäre ich doch nicht so siegessicher angetreten…dann könnte ich jetzt immer noch behaupten, dass ich momentan in einem Formtief bin. Doch ausreden helfen jetzt wirklich nicht mehr. Ich wechsle noch einmal. Das letzte mal. Der Ball geht über die Torauslinie. Mein Team bekommt die Ecke. Ich wähle den besten Rechtsfuß auf dem Platz. Die Ecke wird ebenfalls von rechts getreten. Ich schneide den Ball ziemlich stark an. Er dreht sich vom Torwart weg an den Kopf des gerade eingewechselten Spielers. Und der hämmert das Ding mit seiner Stirnplatte ins Netz! Toooooooor! Yeehaw!
Ich springe auf, hüpfe aufs Sofa und mache den Ententanz! Ganz wichtig: Den Gegner sehen lassen, wie gut man jubeln kann!
Es steht jetzt 2:1 in der 80. Minute – Das Ding werde ich nach Hause schaukeln…

Die Rede ist von Pro Evolution Soccer.

Computerspielen werden ja viele negative Eigenschaften nachgesagt. Für mich ist es jetzt an der Zeit PES da einmal richtig einzusortieren. Für mich sind Spiele wie Pro Evolution Soccer Gesellschaftsspiele. Natürlich kann man PES auch alleine oder Online spielen, sein wahres Potential entfaltet es aber erst wenn mindesten 2 Spieler vor einem Fernseher/Monitor sitzen und sich hautnah duellieren bzw. so gut harmonieren, dass wenn sie gemeinsam ein Team spielen, es wie aus einem Guss wirkt. Das ist also das Ziel. Entweder harte Matches gegeneinander führen oder zu zweit das schöne Spiel (port.: Joga Bonito) suchen. Argumente wie gewaltverherrlichende Darstellung u.ä. können bei diesem Spiel natürlich getrost vergessen werden. Ein weiteres Argument, das man oft von Eltern hört ist, dass sich die Kinder/Jugendliche nur noch ausschließlich mit dem PC/der Konsole beschäftigen sobald diese/r im Haus ist. Es ist doch aber bei Computerspielen so wie bei fast allem im Leben – die Dosis macht das Gift! Pro Evolution Soccer findet ich deshalb super! Ich kann in der Mittagspause ein schnelles Spiel spielen oder mich Abends ausführlich in der Meister Liga den Managerfunktionen widmen. Die Spieldauer ist einstellbar (5 min – 30 min) und der Schwierigkeitsgrad ist in sechs Stufen unterteilt. Der Spieler hat also eine gute Kontrolle darüber wie lange er spielen will. Funktioniert das nicht können Eltern hier unterstützend zur Seite stehen. Ich glaube ohnehin nicht, dass Horrorshooter und ähnliches den meisten Spieler wirklich freude bereiten. Der provozierende Charakter dieser Spiele (wie z.B. Dead Space) wird für die jüngeren Spieler (mit jünger meine ich bis 18 Jahre) wesentlich interessanter sein, zumal die Werbung oftmals mit dieser eigentlich abschreckenden Wirkung mehr als koketiert. Natürlich ist nicht jeder ein Fussball-Fan, allen anderen kann ich Pro Evolution Soccer nur empfehlen. Im Vergleich zu FIFA (von Electronic Arts) versucht PES eine echte Fussball-Simulation zu sein. Die Eingewöhnungszeit dauert zwar etwas länger, jedoch fühlen sich Taktiken und Spielzüge echter an. Zudem sieht PES einfach besser aus. Die meisten Spieler sind von weitem an Aussehen und Spielstil zu erkennen.
Der neueste Teil der Serie Pro Evolution Soccer 2011 ist mittlerweile für ca. 20 € erhältlich. Das Spiel wird in unregelmäßigen Abständen mit kostenlosen zusätzlich herunterladbaren Inhalten unterfüttert.

Seminar „Deine Veranstaltung im Web“

Der folgende Beitrag stammt von meinem derzeitigen Arbeitgeber, dem Kreisjugendring Ravensburg. Dort habe ich letzte Woche ein Vortrag gehalten, bei dem es um Möglichkeiten zur Zusammenarbeit im Web ging. Ich habe Tools zur Organisation und Planung vorgestellt. Diesen Eintrag möchte ich ebenfalls hier veröffentlichen, da ich das Thema „Online Zusammenarbeiten“ recht interessant findet und es den ein oder anderen vielleicht interessieren könnte.  Für den Vortrag habe ich mich einfach mal auf die bekanntesten Dienste gestürzt mit dem Hinweis, dass es auch für jeden Dienst alternativen gibt. Über weitere Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in den Kommentaren freue ich mich natürlich. Im folgenden nun der Beitrag:

Am 31.03.2011 fand in der Geschäftsstelle des Kreisjugendring das Seminar „Deine Veranstaltung im Web“ statt. Hier noch einmal zusammenfassend alle wichtigsten Informationen rund um die einzelnen Dienste im Überblick.

Thema des Abends

Sie planen eine Veranstaltung und wollen diese via Web bewerben.

Hierzu gibt es im Internet verschiedene Dienste, die diesen Prozess begleiten können: von der Planung, Bewerbung und dem Rückblick. Für jeden dieser Schritte möchte ich kurz ein passendes Werkzeug vorstellen, mit dem Hinweis, dass es für jedes Werkzeug auch sicherlich 5 weitere alternativen gibt. Weiterlesen

E-Mail-Verteiler als Dienstleistungszentrale

Diese Idee hatte ich schon ein paar Leuten vorgestellt, aber die Resonanz war jetzt nicht so prickelnd. Ich find das aber eigentlich eine gute Sache, die aber sicher noch ausbaufähig ist. Vielleicht interessiert sich ja das Internet dafür 🙂

Dieses Semester war ich auf 2 Zukunftswerkstätten zum Thema „Fitt im Alter“, bei denen es darum ging, zu schauen, wie die Bürger in Zukunft in ihrer Gemeinde leben wollen und können. Bei beiden Terminen saß ich an dem Tisch zum Thema Mobilität. Beides Mal
ging es um das selbe Problem: ohne Auto sind die Bürger meist ziemlich hilflos. Die Busverbindungen sind teilweise auch unbefridiegend. Geklagt wurde, dass es schon eine halbe Weltreise sei, wenn man nur einkaufen wollte. Aber auch Arztbesuche beanspruchen wegen der unzureichenden Busverbindungen eine menge Zeit. Natürlich seien die Kinder oder Enkel zwar noch da, aber man wolle diese ja auch nicht immer Fragen.

Natürlich gab es auch Lösungsvorschläge wie zum Beispiel ein Bürgerbus oder die Anpassung der Busverbindungen. Am besten gefiel mir aber ein Satz: „Wir müssten einfach mehr miteinander reden, wir kennen uns doch alle.“ Absolut richtig. Eigentlich kennen sich die Menschen dort ja, und eigentlich könnte man ja bescheid geben, wenn ein Einkauf bzw. eine Fahrt getätigt wird.

Da musste ich an die Mitfahrgelegenheit denken, die mir schon oft eine günstige Fahrt gebracht hat. Kurz ins Internet, Ziel eingegeben und dann telefonieren oder eine Mail schreiben. Das Prinzip ist doch großartig und man lernt immer wieder neue Leute kennen. Aber nicht jeder an einen Internetanschluss, oder will sich dafür irgendwo anmelden.

Für eine kleine Gemeinde wäre eine Mitfahrgelegenheit in Form eines einfachen E-Mail-Verteilers eine großartige Sache.
Und für Menschen, die kein Internet haben gibt es dann eine Telefonzentrale, die jeden Monat wechselt und über alles bescheid weiss.

Warum ein E-Mail-Verteiler? Das ergibt sich aus dem Nutzungsverhalten der Personen. Laut ARD/ZDF Onlinestudie werden E-Mails eigentlich von allen Altersgruppen genutzt. Die Studie zur digitalen Gesellschaft sagt, dass die Gelegenheitsnutzer ebenfalls E-Mails nutzen.

Ich stell mir das so vor:
Die Gemeinde Zwergnau möchtet die Idee als Pilotprojekt ausprobieren. Es wird ein E-Mail-Verteiler eingerichtet. Die Adresse lautet „verteiler@gemeinde-zwergnau.de“. Alle, die mitmachen wollen, müssen sich bei dem Verantwortlichen kurz vorstellen und ihre E-Mail-Adresse plus ihren Namen abgeben. Schließlich soll da ja nicht jeder mitmachen, sondern nur Bürger aus der Gemeinde und die Bürger müssen der E-Mail-Adresse zugeordnet werden können. Zunächst ist der Verteiler nur für Fahrten gedacht.

Bevor der Service starte kann, sind natürlich ein paar Informationsabende und Artikel im Gemeindeblatt notwendig. Bei den Informationsabenden wird dann das Prinzip erklärt.

Jeder, der wohhin fährt oder eine Mitfahrgelegenheit sucht, schreibt eine E-Mail an verteiler@gemeinde-zwergnau.de. Damit kein Chaos entsteht gibt es verschiedene Betreffszeilen:

[Gesuch_MFG] = Ich suche eine Mitfahrgelegenheit
[Biete_MFG] = Ich biete eine Mitfahrgelegenheit

Die E-Mail bekommen dann alle, die in diesem Verteiler angemeldet sind und können darauf antworten oder auch nicht.

Nach einer Woche haben sich 10 Leute für diesen Service angemeldet. Damit auch Personen ohne Internetzugang mitmachen können, hat sich Hubert K. bereiterklärt im ersten Monat die Telefonzentrale zu sein.

Um das weiter zu bewerben, wird im Gemeindeblatt ein Artikel veröffentlicht:

Neuer Service für Sie: Dienstleistungszentrale
Sie suchen eine Mitfahrgelegeneit zum Arzt oder fahren die Tage einkaufen?
Geben Sie uns bescheid: verteiler@gemeinde-zwergnau.de
Ohne Internet können Sie auch Hubert K. anrufen.
Hubert K. ist für sie unter der 01234-56789 von 17:00 – 19:00 Uhr erreichbar

Sollte der Verteiler angenommen werden, kann er natürlich um verschiedene Dienstleistungen erweitert werden. Zum Beispiel einfache Hilfen im Haushalt oder Garten. Ich kann mir das auch wunderbar in der Stadtteilarbeit vorstellen.

Ich gebe aber zu, dass es wohl eher in einer kleineren Gemeinde gut funktioniert. Je nach Teilnehmerzahl kann das auch unübersichtlich werden.

Meinungen dazu gerne in den Kommentaren.

Ubuntu in die Jugendhäuser

Mit diesem Beitrag möchte ich kurz auf das Betriebsystem Ubuntu GNU/Linux hinweisen, das ich auch selbst zu meiner größten Zufriedenheit nutze.

Das möchte ich an dieser Stelle gerne an Jugendhäuser weiterempfehlen. Warum? Surfstationen erfreuen sich ja großer beliebtheit, keine Frage. Da wird mal kurz geschaut, was in den Sozialen Netzwerken so los ist oder aber auch mal eine Bewerbung geschrieben. Die PCs, die ich bisher in den verschiedenen Einrichtungen gesehen habe hatten ein paar gemeinsamkeiten:

– Sie sind nicht mehr die neusten

– Es ist Windows XP installiert, das nicht mehr wirklich aktuell ist.

– Die Kids haben den PCs mit irgendwelcher Software zugemüllt, das macht die Kiste etwas arg langsam

– Die Browser sind von oben bis unten mit Toolbars vollgestopft

– Windows-Updates sind nicht wirklich aktuell. Wer weiss, ob die Windows-Versionen auch alle legal sind

Ich will nichts verallgemeinern (bestimmt sind manche besser oder schlechter ausgestattet) und niemand irgendwie ankacken, sondern lediglich einen Hinweis geben.

Was wird mit den PCs gemacht? Surfen, Chatten, Musik hören, Videos gucken und eventuell Flyer und Plakate gestaltet oder Bewerbungen geschrieben.

Und dafür reicht Ubuntu vollkommen aus. Darüber hinaus ist es wesentlich sicherer, da es nicht so verbreitet ist und für Schadsoftware nicht lukrativ genug ist. Ergo gibt es auch keine Viren (Mir sind jedenfalls keine bekannt). Das finde ich wirklich absolut wichtig. Wenn die Kids da schon ihre Facebook-Daten etc in den PC tippern, sollten sie auch dort bleiben und nicht von irgendeinem Virus weitergeleitet werden.

Zusätzlich sind Benutzer mit eingeschränktem Zugriff leicht anzulegen, so dass der PC nicht unnötig mit Software vollgepumpt wird.

Die eingebaute Firewall ist standardmäßig sehr restriktiv.

Programm- und Systemaktualisierungen werden in einem Abwasch erledigt. Nicht jedes Programm meldet sich ständig und möchte updates installieren.

Software lässt sich sehr bequem aus dem Software-Center heraus installieren.

Und, es ist kostenlos. Einfach herunterladen, in das CD-Laufwerk stecken und installieren. Bevor es installiert wird, kann es auch zuerst ausprobiert werden, ohne das System zu verändern.

Nebenbei lernen die Kids auch, dass es nicht nur eine Windows-Welt gibt, sondern auch alternativen.

Ubuntu kann auf ubuntu.com heruntergeladen werden. Ich empfehle die Version 10.04, da diese sehr stabil ist.

Gebt Euch einen Ruck, und macht einen „Jugendhaus PC-Upgrade-Tag“ 🙂

Gerne helfen wir natürlich bei der Einrichtung oder Planung.

Soziale Arbeit und Wikis

Aus dem studentischen Alltag: Eine Projektdokumentation, 4 Leute schreiben daran mit. Jeder mit einer anderen Office Version, viele E-Mails im Posteingang, mal mit und mal ohne Anhang. „Sorry, Anhang vergessen.“ oder „Ey, ich kann die Datei nicht öffnen!“. Jaja, das frustet.

Dabei geht es auch anderst. Zum Beispiel mit einem schönen Wiki oder Google Text & Tabellen.

Besonders Wikis sind eine wirklich sehr praktische Sache, wenn es um das gemeinsame Arbeiten geht. Wir von Media Sozial nutzen ein Wiki z.B. um Ideen für Projekte zu sammeln. Die Ferienfreizeit, die ich nun schon zweimal mitgemacht habe, nutzt ein Wiki für die Vorbereitung, was sehr sehr gut klappt. Natürlich muss man das eigene Arbeiten etwas umstellen, aber wenn Routinen da sind, klappt das prima. Vor der Freizeit werden die wichtigen Sachen ausgedruckt und mitgebracht.

Fürs Studium hätte ich mir ein Wiki für jedes Semester gewünscht, welches als Informationsquelle im gesamten Studium dient. Eine Sammelsurium vom Semester für das Semester, ohne zich Mails im Postfach. Noch toller wäre es wenn sich Rookai verbreitet.

Aber auch für die Arbeit in der Sozialarbeit erachte ich ein Wiki als hilfreich. Bald bin ich ja ein fertiger Sozialarbeiter, mein Praxissemester habe ich schon hinter mir. Dort ist mir aufgefallen, dass manchmal doch etwas Zeit für die Formatierung von Protokollen oder sonstigen Dokumenten benötigt wird. Die werden dann durch den Verteiler gejagt und dabei findet sich immer jemand, der das Dokument nicht öffnen kann oder bei dem die Darstellung kaputt ist. Das Protokoll könnte einfach in ein Wiki. Bei allen sieht es dann gleich aus, alle können ihren Kommentar dazugeben und die Protokolle sind schön geordnet, jederzeit abrufbar.

Die Formatierungsmöglichkeiten sind auch begrenzt, und die Chance auf bunte Dokumente sinkt gegen Null 🙂

Es könnten die Themen für die nächsten Meetings geklärt werden, eine Methoden-Sammlung angelegt werden, Ideen und Anregungen können gesammelt werden. Aber auch Präsentationen, Studien und sonstige Dokumente können im Wiki schön sauber gesammelt werden.

Da nicht immer ein Webhosting-Paket für ein Wiki vorhanden ist, habe ich mal nach kostenlosen und kostenpflichtigen Anbietern gesucht, die Wikis zur Verfügung stellen. Dabei kann auch das eigene Wiki mit einem Passwort versehen werden, damit nicht jeder mitlesen kann.

Hier mal eine Sammlung der gefundenen Links. Ein Erfahrungsbericht zu gehosteten Wikis gibt es bei Thomas Pleil .

https://www.zoho.com

http://bluwiki.com/

http://wikiwikiweb.de/

http://www.wikispaces.com/

http://www.wikidot.com/

http://www.dokuwiki.org/

http://www.hallowiki.biz/

Für den Google-Dienst wird ein Account bei Google benötigt, was natürlich auch eine hemmschwelle sein kann. Nicht jeder ist begeistert von Google, wegen den Daten. Aber man könnte sich z.B. mit einer extra E-Mail Adresse anmelden. Der Vorteil ist einfach, dass jeder an dem Dokument schreiben kann, es können Abschnitte mit Notizen versehen werden, das Postfach wird geschönt und auch der PC wird vor einem eventuell mit Viren versuechten USB-Stick verschont. Zudem ist das Dokument immer auf den neuesten Stand, es existieren keine 25 Versionen vom selben Text. Und man braucht sich keine sorgen machen, wenn der PC nicht mehr will. Das Dokument liegt ja auf dem Server von Google.

Das fertige Dokument  kann dann  als .odt oder .doc exportiert werden. Ich gebe zu, am Ende muss die Formatierung nochmals überarbeitet werden. Die Art der Arbeit an dem Text ist natürlich auch eine andere, die am Anfang sicher etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Comics erstellen mit Radical Comic Designer

Noch ein Beitrag über Software, die ich auf der Kinderfreizeit für kleinere Projekte eingesetzt habe.

Um einen kleinen Comic mit den Teilnehmern zu erstellen, habe ich vor der Freizeit im Internet nach Software für Linux gesucht. Mit dem Radical Comic Designer bin ich auf ein kleines aber feines Programm für Linux und Windows gestoßen.

Mit dem Radical Comic Designer lassen sich im Handumdrehen kleine Comics erstellen und diese anschließend als PDF oder Bilddatei exportieren. Der Funktionsumfang ist auf das Notwendigste beschränkt. Als Vorlage dient eine A4 Seite, auf der Felder für die Fotos erstellt werden können. In die Felder lassen sich dann Fotos importieren. Anschließend stehen Sprechblasen und Kommentarfelder zur Verfügung, die mit Text gefüllt werden wollen. Das Ganze geht ziemlich einfach vor der Hand.

Allerdings war mein Netbook (1,6Ghz, 1GB Ram) fast zu langsam dafür. Es ging zwar alles wunderbar, aber etwas gemütlicher.

Das Programm kann kostenlos heruntergeladen werden.

Version für Linux.

Version für Windows.

Arbeiten mit Scribus bei einer Freizeit

ScribusIm Sommer habe ich wieder auf einer Freizeit für Kinder und Jugendliche gearbeitet. In verschiedenen Hobbygruppen haben wir Betreuer den Kindern & Jugendlichen tagtäglich allerlei unterhaltung geboten. Und wie letztes Jahr haben wir wieder eine Zeitung erstellt, die jeden Tag über die verschiedenen Gruppen berichtete, lustige Storys auftischte oder ein Horoskop bot.
Die Zeitung haben wir mit dem Programm Scribus realisiert.

Die Zeitungsgruppe hat sich immer kurz zum Meeting getroffen. Dort wurden die Kids mit Stift, Papier und Foto ausgestattet um Informationen über die jeweiligen Gruppen zu sammeln. Diese flossen in der „Zentrale“ zusammen, die mit 2 Laptops ausgestattet war. Auf einem Laptop wurden die Texte in eine Textdatei geschrieben, auf dem anderen direkt in Scribus in das passende Layout gepackt. Per USB wurden die Textdateien des anderen PCs anschließend nachgetragen. Das hat alles so super reibungslos funktioniert, dass ich an dieser Stelle einfach einmal auf Scribus hinweisen möchte.

Das Scribus-Forum beschreibt die Software wie folgt:

„Scribus ist ein Open-Source-Programm, das professionelles Seitenlayout auf Linux / UNIX, Mac OS X, OS / 2 Warp 4/eComStation und Windows-Desktops erlaubt. Unter der modernen und benutzerfreundlichen Schnittstelle, unterstützt Scribus professionelle Publishing-Features wie CMYK-Farbraum, Seperation, Sonderfarben, ICC-Farbmanagement und vielseitige PDF-Erstellung.“

Das klingt zwar etwas überdimensioniert für unsere Zwecke, wir hätten auch sicher einfach OpenOffice nehmen können. Die Einfachheit des Programms hat dann aber schon überzeugt. Es ist wirklich ein Kinderspiel ein Textfeld anzulegen, dazu einen Platzhalter für das anschließende Foto zu erstellen und anschließend alles zu einem Artikel zusammenzufügen. Mit Gimp haben wir ein kleines Logo kreiert und fertig war unser „Revolverblatt“, passend zum Thema der Freizeit „Cowboy und Indianer“.

Sicherlich bietet das Programm viel, viel mehr Funktionen. „Die Redaktion“ hat sich aber mit den Standardfunktionen vollkommen ausgestattet gefühlt und das Revolverblatt sah dennoch wie eine Zeitung aus.

Die Kinder und Jugendlichen hatten derart viel Spass Artikel zu verfassen, ein Rätsel zu erstellen oder auch ein Horoskop zu schreiben, dass die Zeitung auch nächstes Jahr nicht fehlen darf.

Damit wir nicht so viel Ausgaben drucken mussten, haben 2 weitere Kids eine coole Wand erstellt, an die immer die neuste Ausgabe angebracht wurde.

Zur Vorbereitung haben wir schon ein paar Fotos passend zum Thema im Netz zusammengesucht, die die Artikel aufgepeppt haben.

Gut finde ich Scribus auch deshalb, weil die Teilnehmer der Hobbygruppe sich das Programm auch Zuhause legal und kostenlos herunterladen und ausprobieren können. Im Sinne der Nachhaltigkeit finde ich es besser nach freien Software-Lösungen zu suchen statt auf teure zu setzen, auch wenn diese natürlich manchmal einfach besser sind. Aber so können die Teilnehmer mit dem Programm alleine weiterarbeiten.

Scribus gibt es für Linux, MacOSX und Windows. Heruntergeladen werden Scribus hier.

Hilfe findet sich im Scribus-Forum oder im Wiki von Scribus (Deutsch).

Freedroidz – glückliche Roboter an die Schulen!

Dieser Artikel kommt sehr spät, erscheint aber dennoch, um dieses tolles Projekt vorzustellen 🙂

Am 27.7.2010 habe ich das Schulfest des Heinrich-von-Zügel-Gymnasiums in Murrhardt besucht. Der Grund dafür war ein Workshop der dort stattgefunden hatte. Der Hinweis dafür kam von Matthias Kirschner, der sich für freie Software engagiert. Der Workshop wurde von tarent in zusammenarbeit mit der dort lehrenden Physik- und Mathelehrerin initiiert und veranstaltet.

tarent ist ein Softwareunternehmen, dass maßgeschneiderte Softwarelösungen entwickelt und dabei wo immer auch möglich freie Software benutzt.

Der erste Eindruck am Stand war sehr positiv. Mehrere Roboter fuhren in der Gegend herum und reagierten auf Hindernisse und Markierungen am Boden. Die Fortbewegungsmethoden und die Sensorik war bei allen Modellen auf unterschiedlichste Weise arrangiert. Dort standen mir Steffi (hat Informatik studiert) und Joscha (ist in der Ausbildung zu Systeminformatiker) Rede und Antwort. Sie erzählten mir, dass dieses Projekt ursprünglich zu Demonstrationszwecken auf Messen entstanden ist. Da aber das Ursprungsprogramm LojOS nur eine umständliche Bedienung ermöglichte entwickelten sie das Frontend freedroidz. Damit war die Schwelle um Programme für die Mindstorms zu schreiben schon viel geringer. Auf den Chemmnistzer Linuxtagen entstand dann der Kontakt zum Heinrich-von-Zügel-Gymnasiums.

Der Workshop dauerte 3 Schultagen und beinhaltete die Vermittlung von Grundkenntnissen im Programmieren mit Java. Hinzu kommt die Konzipierung einer funktionierenden Mechanik in Abstimmung mit der Sensorik. Die Schüler waren 7. bis 11. Klässler die sich bewusst für dieses Projekt entschieden hatten. Es war wirklich erstaunlich welche Produkte die Schüler innerhalb von 3 Tagen geschaffen hatten.
Die beiden können sich vorstellen, dass es weitere solcher Projekte in Zukunft geben wird. tarent bietet die Workshops völlig unentgeltlich an, der Wunsch ist aber, dass sich das Projekt freedroidz irgendwann selbständig macht.

Für die Schüler ist der Nutzen enorm. freedroidz ermöglicht den Schülern programmieren zunächst spielerisch zu erfahren und soll das Interesse daran wecken oder steigern. Auch bei der Berufswahl kann solch ein Projekt den Schülern helfen. Sie erzählten mir noch von einem Mädchen, dass bei einem Workshop dabei war und durch die gewonnenen Erfahrungen bestärkt war sich um ein Pratikum bei der tarent GmbH zu bewerben.

Die Roboter habe mein Interesse auf jeden Fall geweckt! Ich bin gespannt wie es in dieser Richtung weiter geht.

Links: freedroidz-Wiki, Interview mit Joscha Häring