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Mediensprechstunde in Ravensburg

Mediensprechstunde-RSMediensprechstunde-FSMarc Kummer von Media Sozial lädt jeden Mittwoch Vormittag zu einer kostenfreien Mediensprechstunde zu digitalen Themen ein.
Senioren, rüstige Rentner sowie Vorruheständler können in praxisnahen Vorträgen Wissenslücken schließen, in kleiner Runde ihre Fragen stellen und sich anschließend vernetzen. Besuche die Mediensprechstunde von Media Sozial und frag!

Marc Kummer von Media Sozial lädt jeden 1. Dienstag im Monat zu einem kostenfreien virtuellen Fachvortrag zu digitalen, sozialen und Bildungsthemen ein.

Existenzgründer, kleine und mittelständische Unternehmer sowie Angestellte können in praxisnahen Vorträgen Wissenslücken schließen, in kleiner Runde ihre Fragen stellen und sich anschließend vernetzen.

Besuche die virtuelle Mediensprechstunde von Media Sozial und frag!

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Facebook für den Verein/Jugendhaus Page oder Profil ?

Für einen Verein oder ein Jugendhaus kann Facebook eine durchaus praktische Kommunikations- und Werbeplattform sein. Es sind ja doch mittlerweile viele aus dem Verein / Jugendhaus / der Einrichtung bei Facebook und die Leute sind dort dann auch am besten/einfachsten zu erreichen. Daher hat sich sicher jeder Verein oder jedes Jugendhaus sicher schon überlegt, ob sich ein Auftritt bei Facebook lohnen würde. Und selbstverständlich sind viele schon dort zu finden.

Die, die es vorhaben, stellen sich sicher die Frage, ob es ein Profil mit dem Vereinsnamen oder doch lieber eine Seite für den Verein sein soll.

Daher möchte hiermit mal eine Diskussion mit der Frage „Page oder Profil ?“ eröffnen und die Vor- und Nachteile der beiden Varianten – vielleicht auch als Entscheidungshilfe – vorstellen.

 

Ein Profil mit dem Namen des Vereins

Wenn man ein Profil mit dem Vereinsnamen anlegt, ist das wie ein normaler Nutzer-Account. Es stehen alle funktionen zur Verfügung, die jeder andere Benutzer auch hat:

  • Profilfoto
  • Nachrichten
  • Umfragen
  • Gruppen gründen
  • Veranstaltungen erstellen
  • Chat

 

Das alles sind nützliche Funktionen, keine Frage. Nur sind sie für diese Fall nicht geeignet. Nicht nur weil Facebook das nicht erlaubt, sondern weil der Verein dann Einblicke in die Profile seiner Freunde bekommt. Somit kriegt er natürlich alles mit, was seine Freunde so von sich geben. Das würde mich z.B. als Jugendlicher stören, wenn ein Mitarbeiter im Jugendhaus in meinem Profil „herumstöbern“ kann.

Es ist wirklich praktisch mit seiner Lieblingskneipe „befreundet“ zu sein, aber ich weiss ja eigentlich garnicht wer da vor dem PC sitzt. Vielleicht posten verschiedene Mitarbeiter, die sich dann bei mir umschauen.

Zudem bezweifel ich, dass viele Leute Facebook-Listen einsetzen.

 

Eine Page für den Verein

Wenn ich eine sog. „Page“ (oder einfach Seite) einrichten möchte, benötige ich auch auf jeden Fall ein Konto bei Facebook. Auf der Startseite findet sich die Möglichkeit etwas unter dem Anmeldeformular: „Erstelle eine Seite für eine Berühmtheit, eine Band oder ein Unternehmen.“

Dort kann ich dann eine Seite für meinen Verein einrichten. Ist das Geschehen habe ich ähnliche Funktionen wie bei einem Profil:

  • Foto
  • Nachrichten
  • Umfragen
  • Gruppen gründen
  • Veranstaltungen erstellen
  • Chat

 

Bei einer Seite fehlen zwei Funktionen,  die eigentlich ziemlich wichtig sind: Private Nachrichten und der Chat. Beides sicherlich sehr praktisch, um z.B. mit Jugendlichen in Kontakt zu bleiben. Ist der Rechner im Jugendhaus immer angemeldet, kann so auch nachgefragt werden „wer alles gerade im Haus ist“ und so weiter.

Der oben erwähnte Punkt mit dem Durchstöbern des Profil entfällt aber. Ich sehe zwar, wem meine Seite gefällt, aber ich sehe nich deren komplettes Profil, sonder nur das, was ohnehin öffentlich ist und jeder Andere auch sieht.

Wenn ich eine Seite angelegt habe, kann ich aber unter deren Namen in Facebook aktiv werden. Als Beispiel unsere kleine Media-Sozial Seite bei Facebook. Ich kann dort als „Media Sozial“ Veranstaltungen erstellen, etwas posten und bei anderen Seiten auf „Gefällt mir“ klicken und kommentare abgeben. Als „Media Sozial“ kann ich mich mit anderen Seiten vernetzen. Ich klicke bei der Seite von Medienkompetenz 2.0 auf „Gefällt mir“ und bekomme dann deren Nachrichten zu sehen.  Dadurch kann man sich recht gut vernetzen und ist auf dem Laufenden was Kollegen so alles machen. Möchte ich nicht, dass jemand mich mit Media Sozial in Verbindung bringt, kann ich mich als „Seitenbetreiber“ auch nicht anzeigen lassen. Dann sehen die Leute einfach nur Media Sozial und wem das alles gefällt, aber nicht, wer da schreibt.

Wenn sich Jugendhäuser auf diese Weise vernetzen sind sie dann auch ziemlich gut untereinander Informiert, was denn wo gerade ansteht.

Aber was für Möglichkeiten gibt es denn sonst mit z.B. den Jugendlichen Kontakt zu halten? Zum Beispiel Gruppen. Ich kann eine Gruppe für das Jugendhaus XY anlegen und das entweder als öffentlich oder geschlossen einrichten. Ist es öffentlich kann jeder Beitreten und Mitschreiben, ist es geschlossen, muss der Beitritt erst beantragt werden. Die Jugendlichen können der Gruppe dann beitreten, ohne, dass sie mit mir befreundet sind. Für die Gruppe gibt es dann auch eine Chat-Funktion, bei der dann alle, die gerade online sind, miteinander chatten.

 

Dies einfach nur mal als eventuelle Hilfe. Ich freue mich über weitere Anregungen oder Anwendungsbeispielen in den Kommentaren.

Listen bei Facebook

Bei den letzten Seminaren kam immer wieder die Frage auf, wie man das Problem löst, dass man zwar gerne mit KollegInnen und Jugendlichen z.B. aus dem Jugendhaus befreundet sein möchte, aber dies nicht macht, da „die“ nicht alles sehen sollen, was ich so von mir preisgebe.

Ich finde, dass Facebook wirklich eine praktische Sache für den schnellen und unkomplizierten Kontakt ist und sich bei mir in der Arbeit mit Jugendlichen durchaus bewährt hat. Auch als MitarbeiterIn im Jugendhaus ist es doch eine tolle Sache, wenn Projekte via Netz koordiniert werden können. Auch wenn ich nicht immer nur alles über Facebook machen will, einfach, weil das Internet nicht nur aus Facebook besteht.

Aber zurück zum Thema. Ich habe dann immer aufgezeigt wie bei Facebook eine Liste erstellt werden kann und die Freunde den entsprechenden Listen zugeordnet werden können. Persönlich nutze ich das sehr intensiv, da ich Informationen rund um meine Heimat ja nicht unbedingt mit Freunden aus dem Studium teilen brauche. Nicht, weil es super-geheim ist, sondern, weil es die Leute aus dem Studium einfach nicht interessiert, was in meiner Heimat los ist.

Aber es geht nicht nur um meine Statusmeldungen. Ich kann bestimmen wer welche Fotos sehen darf oder wer meine Kontaktdaten sehen darf. Bei mir sehen Kollegen z.B. in meinem Profil alles mögliche zu Media Sozial (Homepage, Mail, Twitter…), meine privaten Kontakte sehen aber eine ganz andere E-Mail Adresse und eine andere Homepage. Mit dem Anlegen einer Liste kann ich die Einstellung, wer was sehen darf, sehr fein gliedern.

Da es nun schon sehr, sehr viele Anleitungen gibt, wie ein solche Liste erstellt und genutzt werden kann, möchte einfach auf ein paar ausgewählte Links verweisen.

 

allfacebook.de – Wissenswertes über Freundeslisten (Listenfunktion genauer analysiert)

Sebastian Wendler – Facebook Privatsphäre: Listen

klicksafe.de – Leitfaden zum Schutz der Privatsphäre in Sozialen Netzwerken – Facebook (PDF Anleitungen)

Facebook Datenschutz & Privatsphäre und Listen – HowTo bei Youtube

 

Es gibt noch viel, viel mehr. Wem da nicht genug ist, sucht einfach nach „Facebook Listen anlegen)“.

Ich empfehle wirklich jedem eine solche Liste anzulegen.

 

Nachtrag: Eine Blog-Empfehlung habe ich noch. Und zwar handelt es sich um MimiKama. Ein Blog, der sich mit Falschmeldungen bei Facebook beschäftigt. Falschmeldungen sind Statusmeldungen, die irgendwie interessant klingen, hinter denen sich aber meist ein Wurm oder öhnliches verbirgt. Das erkennt man immer gut, wenn die ganze Freundesliste ein „Unglaubliches Video bei Youtube“ entdeckt hat. Jeder der dann draufklickt, verbreitet ungewollt den Link zu dem Video und schon ist die Sache in’s Rollen gekommen.

Und genau hierfür finde ich MimiKama echt praktisch. Mal abgesehen davon, dass es wirklich angebracht ist _vor_ dem Klicken kurz nachzudenken.

Seminar „Deine Veranstaltung im Web“

Der folgende Beitrag stammt von meinem derzeitigen Arbeitgeber, dem Kreisjugendring Ravensburg. Dort habe ich letzte Woche ein Vortrag gehalten, bei dem es um Möglichkeiten zur Zusammenarbeit im Web ging. Ich habe Tools zur Organisation und Planung vorgestellt. Diesen Eintrag möchte ich ebenfalls hier veröffentlichen, da ich das Thema „Online Zusammenarbeiten“ recht interessant findet und es den ein oder anderen vielleicht interessieren könnte.  Für den Vortrag habe ich mich einfach mal auf die bekanntesten Dienste gestürzt mit dem Hinweis, dass es auch für jeden Dienst alternativen gibt. Über weitere Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in den Kommentaren freue ich mich natürlich. Im folgenden nun der Beitrag:

Am 31.03.2011 fand in der Geschäftsstelle des Kreisjugendring das Seminar „Deine Veranstaltung im Web“ statt. Hier noch einmal zusammenfassend alle wichtigsten Informationen rund um die einzelnen Dienste im Überblick.

Thema des Abends

Sie planen eine Veranstaltung und wollen diese via Web bewerben.

Hierzu gibt es im Internet verschiedene Dienste, die diesen Prozess begleiten können: von der Planung, Bewerbung und dem Rückblick. Für jeden dieser Schritte möchte ich kurz ein passendes Werkzeug vorstellen, mit dem Hinweis, dass es für jedes Werkzeug auch sicherlich 5 weitere alternativen gibt. Weiterlesen

27c3 – Vorträge für Normalsterbliche

Vom 27.12.10 bis 30.12.10 fand der 27. Chaos Communication Congress des Chaos Computer Clubs (kurz 27C3) statt. Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um das wohl größte Hackertreffen Europas. In den 4 Tagen finden von morgens bis abends Vorträge und Workshops statt, die sich mit der digitalen Welt beschäftigen. Ein großteil beschäftigt sich natürlich mit sehr technischen Themen, die ein normalsterblicher wohl nicht versteht, zumal viele Vorträge auch auf englisch gehalten werden.

Aber es gab auch Themen, die für uns normalsterbliche einigermaßen verständlich und interessant sind. Das schöne an diesem Congress ist, dass alle Vorträge ein paar Tage danach heruntergeladen werden können. In der hauseigenen Mediathek des Chaos Computer Clubs können die Vorträge auch direkt angeschaut werden. Da noch nicht alle Vorträge online sind, kann ich auch nicht alle verlinken. Sobald alle online sind, werde ich den Artikel aktualisieren. Videos wurden verlinkt! Es fehlen nur noch 2-3.

CCC Jahresrückblick 2010

Wir berichten über vergangene Veranstaltungen, Erfa-Aktivitäten, Demonstrationen, Hacks, Medienkontakte, Gerichtsverhandlungen, Lobbyarbeit sowie weiteres Erfreuliches und Ärgerliches des Jahres 2010 keinesfalls objektiv, sondern mit der gewohnten Hackerperspektive.[1. 27C3 Fahrplan – CCC Jahresrückblick 2010]

Link zum Vortrag: hier

Security Nightmares

Was hat sich im letzten Jahr im Bereich IT-Sicherheit getan? Welche neuen Entwicklungen haben sich ergeben? Welche neuen Buzzwords und Trends waren zu sehen?

Wie immer wagen wir den Ausblick auf das Jahr 2011 und darüber hinaus, denn was wir wirklich wissen wollen, ist ja schließlich: Was kommt in Zukunft auf uns zu? Wir werden außerdem frühere Voraussagen hinsichtlich des Eintreffens unserer Weissagungen prüfen.[2. 27C3 Fahrplan – Security Nightmares]

Link zum Vortrag: klick

Digitale Spaltung per Gesetz
Das Internet und geschaffene soziale Ungleichheit im Alltag von Erwerbslosen

Hartz IV-Empfangende brauchen keine internetfähigen Computer, weil sie Fernseher haben. Dieser Ansicht sind deutsche Sozialgerichte und forcieren damit eine digitale Spaltung per Gesetz. Im Zeitalter der digitalen Informations- und Kommunikationsgesellschaft mutet dieser Umstand absurd an, aber eine breite öffentlichkeitswirksame Debatte steht bisher aus.[3. 27C3 Fahrplan – Digitale Spaltung per Gesetz]

Link zum Vortrag: klick

Eins, zwei, drei – alle sind dabei
Von der Volkszählung zum Bundesmelderegister

Neben einer kurzen Einführung in die Problematik des Zensus 2011, soll es in dem Vortrag auch über die CCC Stellungnahmen für mehrere Landetage gehen. Weiterhin geht es auch um die mittlerweile abgewiesene Verfassungsbeschwerde des AK Zensus sowie weitere Möglichkeiten „was zu machen“. [4. 27C3 – Eins, zwei, drei – alle sind dabei]

Link zum Vortrag: hier

Fnord-Jahresrückblick 2010
von Atomausstieg bis Zwangsintegration

Auch dieses Jahr werden wir uns wieder bemühen, Euch mit einem Rückblick auf die Fnords des Jahres zu unterhalten.

Im Format einer lockeren Abendshow werden wir die Highlights des Jahres präsentieren, die Meldungen zwischen den Meldungen, die subtilen Sensationen hinter den Schlagzeilen. Kommen Sie, hören Sie, sehen Sie! Lassen Sie sich mitreißen! [5. 27C3 – Fnord-Jahresrückblick 2010]

Link zum Vortrag: hier

Friede sei mit Euren Daten
Ein datenschutzrechtlicher Ausflug in ein kirchliches Parelleluniversum

Bundesdeutscher und kirchlicher Datenschutz führen eine Parallelexistenz. Während das Bundesdatenschutzgesetz von der Öffentlichkeit wahrgenommen und kritisch begleitet wird, ist den Wenigsten überhaupt klar, dass es auch einen vom BDSG losgelösten Datenschutz innerhalb der Kirchen gibt, der sich in einigen wichtigen Punkten vom staatlichen unterscheidet. Dieser Vortrag soll das Bewusstsein für ein Recht wecken, von dem sechzig Prozent der Deutschen betroffen sind – oft ohne es zu wissen. Praxisbeispiele und Tipps inbegriffen.[6. 27C3 – Friede sei mit Euren Daten]

Link zum Vortrag: hier

How the Internet sees you
demonstrating what activities most ISPs see you doing on the Internet

On the Internet one tends to think that one is pretty much safe from poking eyes. Taps in most countries can only be established after a judge has issued a warrant, thus upto such a tap is succesfully deployed one might think one is pretty much in the clear.

Most ISPs though actually employ a toolset comprising one of various NetFlow, IPFIX or sFlow protocols to do trend monitoring, billing and of course, the ability to try and establish which connections a certain IP address is making.

During the CCC conference we will monitor the CCC network with NetFlow, collecting and directly anonimizing this information on IP basis. We will map a couple of well-known websites/trackers to a private IP range and preserving these mappings, while anonimizing the rest of the IP addresses, thus your anonimity is safe and please be yourself while using the network. Flow data will not be stored, thus we won’t be able to go back and re-analyze the information.[7. 27C3 Fahrplan – How the Internet sees you]

Link zum Vortrag: kommt noch

Ich sehe nicht, dass wir nicht zustimmen werden
Die Sprache des politischen Verrats und seiner Rechtfertigung

Der Vortrag zeigt auf, wie sich Politiker rechtfertigen, wenn sie gegen ihre Argumentation und die Überzeugungen entscheiden oder handeln, für die sie stehen. Es ergibt sich dabei eine extreme Zwangslage, denn es ist oft nicht so einfach möglich, die zuvor vorgebrachten Argumente aufzugeben. Also muss auf Leerformeln, Nebelkerzen, Scheinargumente und spezielle grammatische Mittel zurückgegriffen werden, die die Regresspflicht mindern (Konjunktive, doppelte Verneinungen, Modalpartikeln usw.); dabei sind Kunstgriffe nötig, die über die inzwischen hinlänglich bekannte Leyen-Rhetorik hinausgehen.[8. 27C3 Fahrplan – Ich sehe nicht, dass wir nicht zustimmen werden]

Link zum Vortrag: hier

Netzmedienrecht, Lobbyismus und Korruption
Wie wirkt die Lobby von Medienkonzernen?

Die Mediennutzung, aber auch ihre Verwaltung und Vergütung, also ihr Management, müssen an eine digitale Netzwelt angepasst werden. Wie ist der Stand der juristischen Auseinandersetzung um die Rechte von Urhebern, Verwertern und Nutzern von Medieninhalten? Wie und wo setzen sich starke Wirtschaftsinteressen mit Lobbygruppen durch? [9. 27C3 Fahrplan – Netzmedienrecht, Lobbyismus und Korruption]

Link zum Vortrag: hier

Von Zensursula über Censilia hin zum Kindernet
Jahresrückblick rund um Internet-Sperren, Sendezeitbegrenzungen im Internet und vermeintlichen Jugendschutz

Nach Zensursula kam Censilia und das Kindernet: 2010 brachte nach den hitzigen Diskussionen um Internet-Sperren und das Zugangserschwerungsgesetz einige neue Entwicklungen – und die Rundfunkkommission der Länder wollte mal wieder den Jugendschutz im Internet angehen.

Der Vortrag lässt die Themen noch einmal Revue passieren und bringt einen Ausblick, was uns in den nächsten Monaten eventuell noch blüht.[10. 27C3 Fahrplan – Von Zensursula über Censilia hin zum Kindernet]

Link zum Vortrag: hier

Whistleblowing
Licht ins Dunkel!

Whistleblowing als universelles Konzept für mehr Transparenz – oder: über die Rückeroberung der Dunkelräume in Wirtschaft und Politik auch jenseits von Wikileaks.

Die Präsentation von Wikileaks war einer der Höhepunkte der 26C3. Durch Wikileaks haben viele Hacker erstmals von Whistleblowing erfahren. Allerdings verkürzen einige Whistleblowing auch auf die anonyme Veröffentlichung brisanter Dokumente im Netz. Dem wollen Guido Strack und Johannes Ludwig vom Whistleblower-Netzwerk Deutschland mit ihrem Vortrag und einer begleitenden Ausstellung entgegenwirken.[11. 27C3 Fahrplan – Whistleblowing]

Link zum Vortrag: hier

Wikileaks und mehr
Eine Whistleblowerperspektive auf Leaking-Plattformen

Als kurzfristiger Ersatz für eine ausgefallenen Vortrag wurde die Entwicklung von Wikileaks kurz nachgezeichnet, bis hin zu den derzeit entstehenden weiteren Leaking-Plattformen. Im Mittelpunkt stand die Frage welchen Nutzen Wikileaks & Co. für Whistleblower bieten, welche Voraussetzungen für ihre anonyme Nutzung bestehen und wie die Entwicklung weitergehen wird.[12. 27C3 Fahrplan – Wikileaks und mehr]

Link zum Vortrag: hier

A Critical Overview of 10 years of Privacy Enhancing Technologies

The objective of the session is to provide a critical overview of „privacy research“ within computer science. The mechanisms proposed in the last ten year include mechanisms for anonymous communications, censorship resistance, selective disclosure credentials (and their integration in identity management systems), as well as privacy in databases. All of these system are meant to shield the user from different aspects of on-line surveillance either through allowing a user to keep some of her data „confidential“ or by allowing her to assert „control“ over her data. We will illustrate using concrete examples, why some paradigms came to dominate the field, their advantages, but also their blind spots, and unfulfilled promises given the conditions of our surveillance societies.[13. 27C3 Fahrplan – A Critical Overview of 10 years of Privacy Enhancing Technologies]

Link zum Vortrag: hier

Das sind natürlich mega viel Vorträge, die auch jede Menge Zeit beanspruchen. Aber das ist wirklich sinnvoll investierte Zeit. (Behaupte ich mal, aufgrund der Vorträge der letzten Jahre.)

Viel Spass beim Anschauen!

Ein Leben auf Facebook.

Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn Leute auf Facebook ihren Beziehungsstatus ändern. Als Beispiel nehmen wir mal „Peter“.

In den darauffolgenden Kommentaren lässt sich dann immer wunderbar nachvollziehen woran die Beziehung denn nun gescheitert ist. Das sieht das ungefähr so aus:

Person A: Quatsch! Ist sicher nur ein Spass

Person B: Du armer!

Person C: Ehrlich jetzt? Lief doch so gut!

Peter: Ja, ehrlich. Kein Spass…

Person B: Ja, und warum ?!?!

Person C: Erzähl doch mal …

Peter: Also ..

Und so weiss ich also nun dass Peter aus Grund X nicht mehr mit seiner Freundin zusammen ist. Ich lese das natürlich auch. Ich finde das auch interessant zu wissen. Ohne Facebook würde ich das wohl ohnehin niemals erfahren, so gut kenne ich den Peter nun auch wieder nicht.

Warum ich das schreibe? Weil ich das nun schon ein paar Mal erlebt habe und immer gedacht habe „Wieso machen die das?“. Wieso wird das an der Pinnwand breitgetreten. Okay, volles verständniss für das Mitteilungsbedürfnis unserer Spezies. Ich schreibe da auch viel Krempel an die Pinnwand, aber das würde mir zu weit gehen. Es kommt mir auch schon komisch vor, wenn die Leute ihre gesamte Familie und den Freund verlinken. So viel will ich doch garnicht wissen. Trotzdem klick ich mich durch.

Auf der Suche nach „Beziehungsstatus Facebook“ bin ich auf einen Blogbeitrag von Christiane Lutz gestoßen, die es glaube ich ganz gut beschreibt:

Wer dennoch mit der Angabe in seinem Beziehungsstatus kokettiert, der will im Grunde nur Aufmerksamkeit darüber erregen. Er inszeniert sich selbst auf dem Kuppelmarkt oft unbewusst als Kopulationswilliger, treue Seele, biedere Ehefrau oder sexuell Ausgehungerter. Daher gilt der Königsweg: Beziehungsstatus elegant umgehen und einfach lächelnd schweigen.

Da haben wir’s: das Schlagwort Inszenierung. Darum geht es letztendlich.

Und warum schreibe ich das alles? Eigentlich aus dem selben Grund. Ich will Aufmerksamkeit. Und zum Nachdenken anregen. Ich finde es wahnsinnig erstaunlich was dieses Netzwerk so mit uns macht und wahrscheinlich noch machen wird. Wer weiss, was noch alles kommen wird und wie wir damit umgehen. Manchmal macht es mir doch auch ein bisschen Angst 🙂

Zum Nachdenken regt vielleicht auch der abschließende Film von maxluere auf Youtube:

Update: Das verlinkte Video wurde leider gelöscht. Auf Youtube finden sich aber einige Kopien. Einfach nach „A Life on Facebook.“ suchen. Hätte der Ersteller sein Video besser mit CC-Musik unterlegt. Schade.

Update 2: Felix hat mich auf einen weiteren interessanten Artikel zum Thema aufmerksam gemacht: Neon.de – Wir Facebook-Schauspieler

Willkommen bei Facebook

Es gibt ein neues Video von Alexander Lehmann. Dieser ist durch großarte Videos wie „Du bist terrorist“ , „Cleanternet“  und „Rette deine Freiheit“ aufgefallen. Sein neuesten Werk widmet sich Facebook und den aus den Medien bekannten Problemen wie Datenschutz und Datenweitergabe.

Bei den Sicherheitseinstellungen wird in dem Video doch etwas übertrieben. Mittlerweile finde ich das recht übersichtlich gestaltet. Aber Facebook ist schon gut komplex, sodass der Nutzer sich schon ein bissel damit auseinandersetzen muss. Leute, die das alles nicht interessiert sind bei youropenbook zu finden.

Als Anregung, um die Sicherheitseinstellungen mal zu überprüfen oder überhaupt mal über Facebook nachzudenken ist das Video aber allemal prima.

Noch mehr zu Facebook & Privatsphäre

Also es tut mir ja schon fast leid, dass hier ständig über Facebook geschrieben wird, aber die letzten Tage sind mir ein paar interessante Links entgegeben gekommen. Die wurden zwar schon per Twitter verteilt, verdienen aber dennoch eine kurze Zusammenfassung.

Mit dem Tool ReclaimPrivacy kann man sein Profil bzw. die Sicherheitseinstellungen scannen lassen. Das geht ganz leicht von der Hand und führt dem Nutzer mit den Farben Rot, Grün und Gelb nochmal seine Einstellungen vor Augen. Um das Tool zu nutzen muss man lediglich das vorgegebene Lesezeichen „Scan for Privacy“ setzen, sich in Facebook einloggen, dort zu den Sicherheitseinstellungen im Profil wechseln und auf das zuvor erstelle Lesezeichen klicken.

Passend dazu gibt es auf facebookmarketing.de einen Beitrag der in der New York Times erschienen ist und schön darstellt, wo welche Einstellungen in Facebook zu finden sind und was sie auswirken. Der Artikel kritisiert vor allem die schier unuüberblickbaren Einstellungsmöglichkeiten, sagt aber auch, dass man sein Profil eigentlich gut schützen kann. Schließlich hat man 170 Einstellungen zu Verfügung. Der Artikel erwähnt ausserdem noch, dass die AGBs von Facebook inzwischen mehr Text enthält als die amerikanische Verfassung. Insgesamt sehr interessant und lesenswert.

Abhilfe schafft unter anderem auch der ultimative Facebook Privatsphären Leitfaden von Thomas Hutter.

Wie sich falsche Einstellungen auswirken können kann man unter anderem auf youropenbook.org sehen. Dort kann man die öffentlichen Statusmeldungen, die derzeit im Umlauf sind nach Suchworten abfragen. Einfach mal nach „Mein Chef“ , „Betrogen“ oder „peinlicher abend“ suchen.

Die Privatsphären-Einstellungen in Facebook

Manchmal gibt es tolle Zufälle. Vor ein paar Tagen schreibt heise.de noch über die Beliebtheit von Facebook bei Pishing-Attacken, da kommt heute auf Netzpolitk.org eine Video-Anleitung zu den Sicherheitseinstellungen bei Facebook. Da Facebook nun auch noch die Internet-Welt an sich reissen will, kommt das Video gerade recht.

Sicherheit der Daten in Sozialen Netzwerken

Netzpoltik.org macht erneut auf ein „Datenleck“ bei dem Netzwerk SchülerVZ aufmerksam. Ein Student hat sich ein kleines Programm geschrieben, um die Daten der angemeldeten Nutzer auszulesen und zusammenzutragen. Dabei wollte er aufzeigen, dass die Betreiber der *VZ Netzwerke ihre Seiten nicht wirklich „sicherer“ gemacht haben. Nun ist es aber so, dass da ja im Prinzip jeder die Nutzer anklicken und deren Profil rausschreiben kann. Der Student hat es „nur“ automatisiert und so gut 1,6 Millionen Datensätze angehäuft.

Nachzulesen ist das auch im Spiegel, der Süddeutschen und der Zeit.

Auf Netzpolitik.org gibt es auch ein Interview mit dem Student Florian Strankowski, der sich die Daten von dem Netzwerk abgesaugt hat.

So blöd es sich anhört, aber genau sowas ist doch ideal um das Thema Datenschutz mit Schülern und Jugendlichen zu thematisieren. Nicht alle, aber viele SchülerInnen und Jugendliche, mit denen ich bisher geredet habe, nutzen zum Glück nicht ihren richtigen Namen und auch nicht die richtige Schule bei den Angaben im Profil.

Aber ich weiss ja selber nicht wie man so ein Datensatz „verwertbar“ machen kann. Das wäre wirklich mal interessant zur erfahren was mit solchen Datensätze so alles angestellt werden kann.

Es wäre toll, wenn IT-Experten uns Sozialarbeiter / Medienpädagogen darüber unterrichten würden. Irgendwie fühle ich mich da auch selbst schlecht informiert, und das ist nicht so prickelnd, wenn man mit Jugendlichen genau solche Themen ordentlich erarbeiten möchte.

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